Über einen Meter lang

Unheimlich: 15-Jähriger fischt diesen Monster-Hecht aus Walchensee

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Gezähmt: Max von Chamier präsentiert den 1,10 Meter langen Hecht. Er brachte ihm eine ganze Reihe an Gratulationen ein – und blutige Finger.

1,10 Meter lang, fast neun Kilo schwer: Einen riesigen Hecht fischte der 15-jährige Max von Chamier aus dem Walchensee. Um den Fang an Land zu bringen, musste der Jugendliche sogar einen Biss einstecken.

Walchensee – Es wird ein Kampf zwischen Mensch und Tier auf offenem Wasser. Max, 15, ist wie fast jeden Tag mit seinem kleinen Fischerboot auf dem Walchensee unterwegs. Etwa 300 Meter vom Ufer entfernt, wo das Klösterl steht. „Da ist ein Renken-Hotspot“, weiß er. Doch kleine Fische beschäftigen Max an diesem Tag nicht – sondern ein Riesenhecht. 1,10 Meter lang ist er, so groß wie ein Kleinkind, und fast neun Kilo schwer.

Der Hecht beißt an, zieht das Boot ein paar Meter mit, bis ihn Max endlich mit aller Kraft an Bord wuchten kann. „Der Kescher war viel zu klein, ich musste ihn mit der Hand packen“, erzählt Max hinterher. Der Hecht zappelt wild, schnappt mit seinen vielen spitzen Zähnen zu. Max blutet an den Fingern, will den Fisch mit einem gezielten Schlag auf den Kopf betäuben. „Aber das hat den gar nicht interessiert. Der hatte so einen dicken Schädel.“

Trophäe: Den präparierten Schädel des Hechts will Max als Erinnerung aufheben.

Bei der Familie von Chamier in Walchensee stand das Telefon am Wochenende nicht still. Reihenweise Gratulationen trudelten ein, denn Sohn Max hatte den Riesenhecht schließlich doch gezähmt – und damit für das Gesprächsthema Nummer eins im Dorf gesorgt.

Das Boot befand sich zwischenzeitlich in akuter Schräglage

Es ist ein Fang, den manche Fischer in ihrem ganzen Leben nicht machen. Max ist er gelungen, obwohl er erst heuer seinen Angelschein gemacht hat. Die Glückwunsch-Anrufe aus dem Dorf erreichen auch Max’ Mutter Julia von Chamier. „Um ihn herum waren lauter andere Angler, die das Schauspiel beobachtet haben. Die dachten, Max kentert“, berichtet sie. Dass sich sein Boot zwischenzeitlich in akuter Schräglage befindet, nimmt der 15-Jährige nur nebenbei wahr, so sehr kämpft er mit dem Tier. „Der hatte eine ungeheure Kraft und ist komplett abgegangen“, sagt er.

Max von Chamier, der in Garmisch auf die Wirtschaftsschule geht, ist am Walchensee aufgewachsen. Schon als kleiner Junge schaute er auf dem Walchensee den Fischerbooten hinterher. „Mir wurde irgendwann klar, dass ich auch angeln möchte.“ Das tut er nun sehr regelmäßig. „Kaum jemand ist so oft auf dem See wie Max“, sagt die Mutter. Aber normalerweise fängt ihr Sohn eben Renken und Barsche. Als er den Riesenhecht filetierte, um seine Einzelteile in die Tiefkühltruhe zu stecken, fand Max übrigens einen weiteren Fisch: In seinem Magen lag ein 24 Zentimeter langer Saibling.

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Quelle: tz