Airport Nürnberg bekommt 40 Mio. Euro

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Der Nürnberger Flughafen bekommt eine Finanzspritze

Nürnberg - Während der Münchner Flughafen um eine dritte Startbahn kämpft, geht es dem Airport in Nürnberg weniger gut. Die Passierzahlen sinken seit Jahren drastisch. Doch jetzt kommt Hilfe – auch aus Steuergeldern.

Mit einer Finanzspritze von 40 Millionen Euro wollen Stadt und Freistaat dem Nürnberger Flughafen bei der Bewältigung seiner Finanzprobleme helfen. Neben der auf fünf Jahre gestreckten Einlage übernähmen die beiden Flughafengesellschafter außerdem Bürgschaften für die Flughafen GmbH, teilten der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) am Freitag mit.

Maly sprach in einer Mitteilung von einem „normalen Verfahren“, wie es auch schon bei anderen städtischen Töchtern zum Tragen gekommen sei. Bei der weiteren Finanzplanung soll die Flughafen Nürnberg GmbH von einem Unternehmensberater unterstützt werden.

Nach Angaben der Stadt durchschreitet der Flughafen seit mehreren Jahren eine wirtschaftliche Durststrecke. Drei Verlustjahre in Folge hätten das Eigenkapital des Betreibers auf eine Quote von 24,1 Prozent schrumpfen lassen. Der Schuldenberg summiere sich inzwischen auf satte 143,3 Millionen Euro. Im Jahre 2010 hatte der Airport vier Millionen Passagiere, gut 4000 Menschen arbeiten dort.

tz

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