Junge Tölzerin bei Fußball-WM im Rampenlicht

An der Hand der Nummer eins: So erlebte Katharina (11) den Auftritt mit Neuer

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Der große Auftritt: Vor Nationaltorwart Manuel Neuer im blauen Trikot steht Katharina Weber, als die Nationalhymnen gespielt werden 

An der Hand von Nationaltorwart Manuel Neuer ist Katharina Weber, seit gestern elf Jahre alt, mit den Teams von Deutschland und Mexiko ins Moskauer Luschniki-Stadion eingezogen.

Bad Tölz/Moskau – Für die einwöchige Reise nach Russland, die über eine Münchner Agentur und den McDonald’s-Konzern verlost und gesponsert wurde, bekam die Tölzerin sogar extra schulfrei. Wir haben gestern mit ihr über den Auftritt bei der Fußball-Weltmeisterschaft vor Millionen Fernsehzuschauern gesprochen.

Katharina, alles Gute zum Geburtstag. Feierst du?

Gerade habe ich keine Zeit zum Feiern, das hole ich am Freitag nach. Heute waren wir in einem großen Einkaufszentrum in Moskau shoppen und gehen jetzt noch was essen. Morgen fliegen wir ja schon zurück.

Das schönste Geschenk gab es im Voraus, oder?

Ja, mit Manuel Neuer einzulaufen war ziemlich cool. Ich war sehr aufgeregt. Er ist der beste Torwart der Welt und mein Lieblingsspieler beim FC Bayern.

Du hast gesagt, wenn du dir einen Spieler aussuchen könntest, mit dem du einläufst, wäre es Manuel Neuer. Wie hast du das denn hinbekommen?

Genau weiß ich es nicht. Plötzlich, als wir den Ablauf geprobt haben, wurde ich zur Position eins gestellt. Dann ist mir klar geworden, dass es klappt. Das war Glück. Als Manuel Neuer neben mir stand, habe ich Hallo gesagt. Er hat mir zwei Wimpel der deutschen Nationalmannschaft geschenkt. Die hänge ich daheim über mein Bett.

Katharina Weber aus Bad Tölz spielt selbst Fußball und ist Bayern-Fan.

Hat Manuel Neuer einen festen Händedruck?

Joah, es ging.

Wie war der Einzug ins Stadion?

Wir haben uns aufgestellt und dann sind die Spieler aus der Kabine gekommen. Vor denen hatte ich schon Respekt. Draußen auf dem Spielfeld wurde es laut, weil die Fans so gejubelt haben. Aber als die Spieler dann die Hymne gesungen haben, war die Aufregung fast wieder vorbei.

Hast du vom Spiel überhaupt was mitbekommen?

Ja klar, wir konnten dann auf die Tribüne gehen, wo wir das Spiel angeschaut haben. Leider haben wir verloren, das war traurig. Aber ich habe mich gleichzeitig auf meinen Geburtstag heute gefreut.

War Manuel Neuer schuld am Gegentor?

Nein, da konnte er nix machen! Er war unser Bester!

Du spielst selber Fußball beim SV Waakirchen und beim SV Bad Tölz. Kannst du dir eine Profikarriere vorstellen?

Ja, das habe ich vor. Aber wenn es nicht klappt, werde ich Orthopädin.

Interview: Josef Ametsbichler

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Quelle: tz