Evi Tremmel hätte sich melden müssen

Gerüche: Frist für Bäckerin abgelaufen - das enthüllt der Anwalt

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Rottacher Bäckerei Tremmel: Einer mag ihren Duft nicht, viele schon.

Sie ist eigentlich abgelaufen: Die Frist, bis zu der Evi Tremmel sich dazu hätte äußern müssen, ob sie im Streit um die Gerüche ihrer Bäckerei handeln wird. Das sagt der Anwalt.

Rottach-Egern – Evi Tremmel, Chefin der gleichnamigen Bäckerei in Rottach-Egern, hätte dem Anwalt jenes Nachbarn, der untern den Backgerüchen leidet, bis Dienstag, 5. September, mitteilen müssen, welche konkreten Maßnahmen sie bereit ist, durchzuführen. Um die Maßnahmen umzusetzen, gaben ihr Anwalt und Nachbar wiederum Zeit bis zum 15. Oktober. So stand’s in dem Brief, den der Nachbar über seinen Anwalt an die Bäckereibesitzerin geschrieben hatte und damit eine Welle der Empörung in der Öffentlichkeit ausgelöst hatte. Eine Woche nach unserer ersten Berichterstattung schaut ganz Deutschland auf die kleine Traditionsbäckerei am Tegernsee.

Bekam eigentlich eine Frist von ihrem Nachbarn: Bis Dienstag hätte sich Evi Tremmel mit Vorschlägen melden müssen.

Heino von Hammerstein, der Tegernseer Anwalt des Nachbarn, plädiert nun dafür, einen Gang zurückzuschalten, wenngleich er verteidigt, dass es sich um einen Nachbarschaftsstreit handle, der durchaus seine Berechtigung habe. „Das Problem muss im Sinne des Ortsfriedens und in Ruhe gelöst werden“, so der Anwalt. Man werde daher nicht auf irgendwelche Fristen beharren, sondern versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden. Das heißt im Klartext: Der 5. September sei kein Ultimatum für die Bäckereibesitzerin.

Was den Nachbarn selbst betrifft, so habe dieser im Übrigen seinen Erstwohnsitz in Rottach-Egern, so der Anwalt. Und diesen werde er auch behalten. „Von einem Zweitwohnsitzler, der nur selten hier ist und dann nur meckert, kann also nicht die Rede sein.“

Evi Tremmel selbst hat sich auf Nachfrage bisher nicht geäußert - und wird das auch nicht mehr tun. Auch ihr wird der Trubel offenbar allmählich zu viel. „Frau Tremmel wird jetzt nichts mehr sagen“, heißt es von einer Mitarbeiterin der Bäckerei.

gr

Quelle: tz