Selbst Schnee könnte kommen

25 Grad in Bayern: Doch dann drohen zwei Wetter-Szenarien - inklusive eisiger Kälte

Bis Mitte kommender Woche bleibt uns der Sommer noch erhalten. Wie es danach weitergeht, darüber streiten sich derzeit noch die Meteorologen.

Update vom 31. Mai, 10.19 Uhr: Der Montag startet verbreitet sonnig und warm in Bayern. Nur in der Oberpfalz und Teilen Niederbayerns stören ein paar Wolken den Sonnengenuss. Dabei wird es in Schweinfurt bis zu 22 Grad warm. Frischer bleibt es unter den Wolken bei 17 Grad. Der Blick auf den Sternenhimmel wird heute Nacht nirgends in Bayern versperrt. Deshalb wird es auch nochmal kühl. Bis auf fünf bis sieben Grad klettert das Thermometer dabei nur noch.

Am Dienstag lacht die Sonne dann in ganz Bayern. In Unterfranken sind so leicht mal 23 Grad drin. Aber auch in München wird es mit 20 Grad angenehm warm. Nur in Berchtesgaden will das Thermometer die 20-Grad-Marke nicht knacken. Bei Regen und Gewitter heißt es erstmal Fehlanzeige. Die ersten Sommertage können unbeschwert genossen werden.

Wetter: Bayern droht noch einmal eine eisige Nacht

Update, 30. Mai, 06.33 Uhr: Der heutige Sonntag ist zwar immer noch ungewöhnlich kühl in Bayern, trotzdem wird das Wetter deutlich sonniger und beständiger im Tagesverlauf. Der Deutsche Wetterdienst erwartet 14 Grad im Bayerischen Wald und bis 22 Grad am unteren Main bei viel Sonne und vereinzelten Quellwolken. Der klare Himmel lässt die Temperaturen allerdings wieder deutlich fallen zum Abend hin. Am Alpenrand sinken die werte auf bis zu 1 Grad.

Ursprünglicher Artikel, München, 29. Mai, 21.19 Uhr - Der nass-kalte Frühling scheint endlich hinter uns zu liegen. Sommerliche Temperaturen und Sonne satt sind für die kommenden Tage in Bayern vorhergesagt worden. Von Tag zu Tag soll es jetzt wärmer werden. Am Mittwoch sollen beispielsweise in Passau bis zu 25 Grad drin sein. Zu Verdanken haben wir das Hoch Waltraud. Doch dem Hoch könnte bereits ab Mitte der kommenden Woche schon wieder die Puste ausgehen.

Verschiedene Wetterlagen kämpfen um die Vorherrschaft über Bayern

Vom ersten schönen Maiwochenende seit dem Muttertag spricht Meteorologe Dominik Jung von qmet.de. Jedoch war am Muttertag der Zauber auch schnell wieder vorbei. „Immerhin hält das schöne Wetter nun ein paar Tage länger an.“ Bis Mitte kommender Woche genauer gesagt, denn dann bekommt das Hoch Konkurrenz von Tiefs aus Frankreich. Es kommt zu einem regelrechten Kampf um die Wetterregie, schreibt wetteronline.de. Dabei drückt die schwül-warme Luft aus Westen nach Deutschland, während das Hoch mit trockener Luft im Osten dagegenhält. Es sei aber noch nicht klar, welche Wetterlage sich durchsetzen wird.

Es gibt allerdings noch eine dritte Möglichkeit, wie der Kampf um die Wettervorherrschaft enden könnte. Das amerikanische Wettermodell prognostiziert über der Osthälfte Deutschlands - damit auch über Bayern - einen Kaltlufttropfen, schreibt das Wetter-Portal. Dieser hätte nur noch mäßig warme Luft im Gepäck. Außerdem würde der Wetterwechsel mit Schauern und Gewittern einhergehen. Für den Freistaat wäre es also besser, die Europäer hätten recht. Die sehen in ihrem Modell nämlich keinen Kaltlufttropfen vorher.

Wetter: Schafskälte könnte Schnee nach Bayern bringen

In der Prognose von Meteorologe Jung wird es ab Mitte kommender Woche ebenfalls kühler. „Wir bewegen uns dann ja auch in den Zeitraum der Schafskälte hinein.“ Diese kommt häufig Anfang Juni vor und könnte in diesem Jahr pünktlich sein, prognostiziert der Wetterexperte. Der Ausdruck Schafskälte geht weit zurück. Landwirte wissen daher schon lange, dass „die Schafe immer erst nach diesem Zeitraum geschoren werden“ sollten, so Jung. Sollten sich also tatsächlich der Kaltlufttropfen oder die Schafskälte durchsetzen, dann könnte es sogar in den Alpen noch einmal schneien. Sonnen-Fanatiker sollten also hoffen, dass es Petrus für dieses Frühjahr gut sein und den Sommer verweilen lässt. (tel)

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