Bau verzögert sich um weitere zwei Jahre

Rückschlag für Megaprojekt: Brennerbasis-Tunnel erst 2032 fertig

Baustelle im Tunnel
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Blick in den Brennerbasis-Tunnel.

Der Bau des Brennerbasis-Tunnels verschiebt sich weiter. Das ist ein herber Rückschlag für das Mega-Bauprojekt zwischen Innsbruck und Franzensfeste in Südtirol.

München/Rosenheim – „Das neue Bauprogramm sieht die Fertigstellung für 2031 vor“, teilte die Tunnelbaugesellschaft BBT mit. „Nach anschließender Testphase ist damit zu rechnen, dass die neue Eisenbahnanlage Anfang 2032 betriebsbereit ist.“ Zuletzt war von einer Inbetriebnahme 2030 die Rede, ursprünglich 2026. Gründe für die Verschiebung sind geologische Probleme wie unvorhergesehene Hohlräume im Berg. Dazu teilt die BBT mit, zuletzt habe sich im Baulos Tulfes-Pfons „aufgrund des maschinellen Vortriebs mit der Tunnelbohrmaschine“ ein größerer Hohlraum im Erkundungsstollen gebildet. „Für die Sanierung wurde ein eigener Stollen errichtet, der Hohlraum mittels Zementmörtelinjektionen verfüllt.“ Auch neue Vorschriften für die Eisenbahntechnik verzögern die Arbeiten. „Derzeit wird die Planung für die bahntechnische Ausrüstung überarbeitet.“ Außerdem habe die Pandemie die Arbeiten beeinträchtigt.

Bis jetzt insgesamt 140 Kilometer Tunnel herausgebrochen

Bis jetzt wurden in Österreich und in Italien 140 Kilometer von insgesamt 230 Kilometer Tunnel herausgebrochen. Davon entfallen 49 Kilometer auf die beiden Haupttunnel-Röhren, 52 Kilometer auf den darunter liegenden Erkundungsstollen und 40 Kilometer auf sonstige Tunnel, etwa bei den Zufahrten zur Baustelle. Die Auswirkungen auf Bayern sind gering. Auch die Planungen für den Brennerzulauf im Inntal südlich von Rosenheim sind noch am Anfang.

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