Grenzregion zu Tschechien

Corona-Impfungen für Friseure und Fußpfleger: Bayerischer Hotspot lockert Impfreihenfolge

Corona-Impfung
+
Im Corona-Hotspot Hof wurde die Impfreihenfolge gelockert.

Mit einer Inzidenz von deutlich über 300 gilt die Stadt Hof als Corona-Hotspot in Bayern. Darauf hat die Region jetzt reagiert - und die Impfreihenfolge gelockert.

Hof - Im Vergleich zu den restlichen Regionen im Freistaat fällt Hof bei den Corona-Impfungen etwas aus der Reihe: Stadt und Landkreis Hof passen jetzt die Impfreihenfolge weiter an.

Corona in Hof: Impfreihenfolge in Stadt und Landkreis weiter gelockert

Konkret bedeutet das: Apotheker, Einsatzkräfte, Friseure und Mitarbeiter in der Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege können sich künftig gegen Covid-19 impfen lassen. Diese Entscheidung verkündeten Stadt und Landkreis am Mittwoch.

Einen Impftermin bekommen demnach auch Personen, die in medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Praxen oder bei der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten, heißt es in einer Pressemitteilung. Genauso dürfen sich Angestellte impfen lassen, die in Betrieben ihre Kollegen regelmäßig auf das Corona testen.

Als erste Region in Bayern: Hof lockerte bereits vor zwei Wochen Impfreihenfolge

Bereits vor zwei Wochen wich Hof als erste Region in Bayern von der bundesweit vorgegebenen Impfreihenfolge ab. In erster Linie sollten davon chronisch Kranke, Patienten mit Vorerkrankungen, Lehrkräfte von Abschlussklassen und Mitarbeitende der Ganztagsbetreuung profitieren.

„Unser Ziel ist es, die Region so schnell wie möglich zu immunisieren. Deshalb möchten wir mit diesem nächsten Schritt einer weiteren Gruppe die Möglichkeit zum Impfen geben“, erklärt Landrat Oliver Bär in der Pressemitteilung.

Corona in Bayern: Hotspots in Grenzregion dürfen von Impfreihenfolge abweichen

Möglich ist eine Abweichung der Impfreihenfolge für Corona-Hotspots in der Grenzregion. Dadurch soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus so gut es geht verhindert werden.

Die Region Hof liegt an der Grenze zu Tschechien - und ist derzeit besonders von der Pandemie betroffen. Das Robert Koch-Institut meldete am Mittwoch, 31. März, für die Stadt eine Inzidenz von 347, für den Landkreis lag sie bei 222,6. Zum Vergleich: Bayernweit lag dieser Wert an jenem Tag bei 136,6.

Die wichtigsten Informationen zur Corona-Pandemie in Bayern gibt es in unserem News-Ticker. Weitere Nachrichten aus dem Freistaat lesen Sie hier. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (kof)