PK nach Impfgipfel

Söder lockert Corona-Regeln für Schüler in Bayern: Impf-Angebot ab Juni

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an einer Pressekonferenz mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nach einem Impfgipfel von Bund und Ländern zur Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) im Kanzleramt teil.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an einer Pressekonferenz mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nach einem Impfgipfel von Bund und Ländern zur Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) im Kanzleramt teil.

Nach dem Impfgipfel mit Kanzlerin Merkel verkündete Markus Söder neue Pläne für Schüler in Bayern. Unter anderem gibt es bald ein Impf-Angebot ab zwölf Jahren.

München - Markus Söder war dieses Mal nicht nach Berlin gereist, um am Impf-Gipfel von Bund und Ländern teilzunehmen. Er war aus Bayern zugeschaltet und diskutierte mit seinen Ministerpräsidenten-Kollegen und Angela Merkel. Das hinderte ihn jedoch nicht daran Neuerungen für den Freistaat zu verkünden, die über die Beschlüsse auf dem Gipfel hinausgingen.

Impf-Gipfel mit Merkel: Kinder ab zwölf Jahren bekommen Impf-Angebot

Auf dem Impf-Gipfel einigte man sich unter anderem darauf, dass Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren ab dem 7. Juni ein Impf-Angebot bekommen können - also dann, wenn die Priorisierung allgemein fällt. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Impfstoff bis dahin eine entsprechende Zulassung erhält. Jugendliche können sich dann wie Erwachsene bei ihrem Hausarzt oder bei einem Impfzentrum um einen Impf-Termin bemühen.

Söder verkündet Corona-Neuerungen für Schüler in Bayern

Darüber hinaus verkündete Markus Söder am Donnerstag in der Pressekonferenz nach dem Corona-Gipfel Neuerungen für Bayern. Zwei Wochen nach den Pfingstferien soll es in Bayern fast überall wieder normalen Präsenzunterricht geben. Lediglich in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 - davon gibt es aktuell nur noch ganz wenige - bleibt es auch nach dem 21. Juni bei Wechselunterricht.

Söder will die Corona-Regeln für die Schulen damit weiter lockern. Bereits direkt nach den Pfingstferien, vom 7. Juni an, ist wieder
überall dort Präsenzunterricht möglich, wo die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 liegt - das hatte das bayerische Kabinett vergangene Woche beschlossen. Zwei Wochen später soll der Grenzwert dann auf 100 steigen. Diese Zeitspanne solle als „Sicherheit“ nach den Ferien dienen, erklärte Söder.

Man wolle nun wieder Schule ermöglichen, sagte der Regierungschef. „Das Konzept mit dem Testen und den bereits geimpften Lehrern hat sich sehr, sehr gut bewährt, so dass wir auch ein Signal der Perspektive setzen.“ Damit seien bis zu den Sommerferien entweder sieben oder mindestens fünf Wochen wieder tatsächlicher Präsenzunterricht möglich.

Söder versicherte in dem Zusammenhang, dass es keine Corona-Impfpflicht für Kinder und Jugendliche geben soll. „Keiner
muss geimpft werden“, sagte der CSU-Politiker. „Wir wollen Impfangebote machen, aber es gibt keine Impfpflicht.“ Schule werde
trotzdem möglich sein.

Darüber hinaus soll es offenbar ein spezielles Impf-Angebot für Abschlussklassen geben, deutete der Ministerpräsident an (dpa/rjs)