Hohe Bußgelder für Airlines

Verstöße gegen Corona-Regeln am Flughafen: Innenminister Herrmann kündigt harte Maßnahme an

Ein Polizist kontrolliert einen Passagier am Flughafen
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Strenge Regeln: Passagiere müssen bei der Einreise nach Deutschland derzeit einiges beachten.

Am Flughafen München wird vermehrt gegen die coronabedingten Einreise-Bestimmungen verstoßen. Nun soll es hohe Bußgelder geben - für die Fluggesellschaften.

  • Fast 500 Menschen haben am Flughafen München gegen die coronabedingten Einreisebstimmungen verstoßen - in nur 12 Tagen.
  • Bayerns Innenminister Joachim Herrmann fordert nun vermehrt Bußgelder - auch für die Fluggesellschaften.
  • Damit soll erreicht werden, dass diese ihre Passagiere besser kontrollieren.

München – 463 Passagiere haben am Flughafen München innerhalb von zwölf Tagen gegen geltenden Einreise-Verordnungen während der Corona-Pandemie verstoßen. Die Bundespolizei hatte in diesem Zeitraum verstärkt kontrolliert. Passagiere, die aus einem Risikogebiet in die Bundesrepublik einreisen, müssen eine ausgefüllte digitale Einreise-Anmeldung mit sich tragen.

Flughafen München: Harte Strafen für Fluggesellschaften bei Verstößen gegen Corona-Regeln

Zusätzlich haben Personen, die aus Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebieten kommen, einen negativen Corona-Test vorzuweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. 210 Fluggäste konnten den Beamten kein Test-Dokument vorlegen, 253 hatten die digitale Einreiseanmeldung nicht dabei.

Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) gibt auch den Fluggesellschaften eine Mitschuld an den Regelverstößen. Die Airlines sind vor dem Abheben verpflichtet zu kontrollieren, ob alle Reisenden an Bord die benötigten Dokumente dabeihaben. Ist das nicht der Fall, muss dem Betroffenen der Mitflug verweigert werden. Die häufigen Versäumnisse, die Passagiere am Flughafen in den vergangenen Tagen immer wieder beklagt hatten, stoßen bei Hermann auf Unverständnis. „Es ist ungehörig, dass Fluggesellschaften ungetestete Personen aus Risikogebieten transportieren.“ Er kündigte an, härter durchzugreifen: Künftig kommen auf die Airlines bei diesen Nachlässigkeiten Bußgelder in Höhe von mindestens 10 000 Euro pro Passagier zu.

Strenge Kontrolle der Corona-Regeln am Flughafen München: Innenminister Herrmann droht mit hohen Bußgeldern

Am Montag ließ sich Hermann am Flughafen München von der Bundespolizei über die verstärkten Kontrollen sowie deren Ergebnisse informieren. Außerdem begutachtete der Innenminister die dortige Corona-Teststation, an der sich Einreisende kostenlos abstreichen lassen dürfen. Herrmann warnte davor, aufgrund sinkender Inzidenzzahlen nachlässiger im Umgang mit dem Virus zu werden. „Gerade bei den neuartigen, hochansteckenden Corona-Mutationen kann ein einzelner Reisender eine Riesen-Infektionswelle verursachen.“

Ausgerechnet Joachim Herrmann sorgte vor Kurzem mit einem möglichen Regelverstoß gegen die Corona-Maßnahmen für Aufsehen. Durch die Corona-Pandemie müssen sich alle Bayern einschränken. Ministerpräsident Söder erklärte, die Zeit der Schlupflöcher sei vorbei. Eine Polizeifeier sorgt nun für Aufsehen. Derweil wächst der Druck auf Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die harten Lockodwn-Beschränkungen endlich zu lockern. Die FDP droht nun sogar mit einer Klage.