Beweisstücke aus Praxis sichergestellt

Aufschrei an bayerischem Corona-Hotspot: Heftige Vorwürfe gegen Arzt - Infektionsschutz mit Füßen getreten?

Vor der Stadtkulisse mit der Kirche St. Annen ist das Schild einer Corona-Praxis zu sehen. Als erste Region in Sachsen ist das Erzgebirge zum Corona-Risikogebiet erklärt worden.
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Corona-Praxis: Sollte der Verdacht gegen einen Regener Arzt stimmen, bekäme die Bezeichnung für den Notdienst hier wohl eine neue Bedeutung.

Große Aufregung um einen Arzt aus dem bayerischen Regen. Trotz Quarantäne-Anordnung soll er Patienten behandelt haben. Die Praxis wurde durchsucht.

  • Trotz Quarantäne-Anordnung soll ein Arzt im Landkreis Regen Patienten behandelt haben.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mediziner und ließ die Praxis schließen.
  • Welche Sanktionen auf ihn zukommen, sollte sich der Verdacht bewahrheiten, ist nicht klar.

Regen - Das bayerische Regen und der gleichnamige Landkreis sind Corona-Hotspot. Die Fallzahlen liegen hier deutlich über dem Mittel im Freistaat. Genau hier herrscht nun Wirbel um einen Arzt, der es mit dem Infektionsschutz angeblich nicht ganz genau genommen hat.

Regen: Arzt steht unter Quarantäne - und behandelt angeblich trotzdem Patienten

Eigentlich sollte der Mediziner in häuslicher Quarantäne sein, aber dennoch stand er in seiner Praxis, meldeten Unbekannte offenbar den Behörden. Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, dürfte das wohl spürbare Folgen für ihn haben. Verstöße gegen die Corona-Regeln können sehr schnell sehr teuer werden. So kostet das Verweigern der Testpflicht bei Reiserückkehr beispielsweise bis zu 25.000 Euro. Verfehlungen in Arztpraxen sind im Bußgeldkatalog allerdings überhaupt nicht festgehalten. Hatte der Gesetzgeber damit erst gar nicht gerechnet?

Coronavirus: Quarantäne-Anordnung missachtet? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Arzt aus Bayern

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf ermittelt jetzt jedenfalls gegen den Arzt aus Niederbayern, der gegen die Quarantäneauflagen verstoßen haben soll. Nach Polizeiangaben vom Mittwoch musste sich der Allgemeinmediziner aus dem Landkreis Regen auf Anweisung des Gesundheitsamtes bis 17. Dezember in häusliche Quarantäne begeben. Das Landratsamt erhielt demnach aber Hinweise, dass der Mann am 16. Dezember wieder Patienten in seiner Praxis behandelt haben soll.

Die Praxis sei daraufhin geschlossen worden, der Arzt sei in die Quarantäne zurückgekehrt. Bei der Durchsuchung der Praxis seien Beweismittel sichergestellt worden, die Ermittlungen dauerten an.

Coronavirus in Bayern: Landkreis Regen besonders stark getroffen

Der Landkreis Regen ist von der Ausbreitung des Coronavirus besonders stark betroffen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit lag die Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen am Mittwoch bei 589 und damit weit höher als im restlichen Bayern.

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