Mode für den „Bierfasching“

Discounter verkaufen billige Wiesn-Tracht - das sagen die Experten

Vor Wiesn-Beginn verkaufen die Discounter wieder Trachten zum Spottpreis – aber wie kommt das an? Das Garmisch-Partenkirchner Tagblatt hat Experten gefragt.

Landkreis – Während die Leute früher in Jeans und Wolljanker durch die Festzelte schlenderten – sei es bei Bierzelten im Landkreis oder auf dem größten Volksfest der Welt –, ist das Münchner Oktoberfest in den vergangenen Jahren zur Bühne für die ausgefallensten Modeerscheinungen geworden. Jeder will aussehen wie „ein echter Bayer“. Und das zum möglichst günstigen Preis. Die Wiesn ist ja nur einmal im Jahr. Schon lange sind Discounter wie Lidl und Aldi auf den „Trachten-Zug“ aufgesprungen und nehmen pünktlich zum Oktoberfest-Countdown Dirndl und Lederhosen zum Preis von 39,99 Euro in ihr Sortiment auf. Wie kommt das bei den heimischen Trachtengeschäften an?

„Es ist völlig in Ordnung, Tracht günstig anzubieten“, meint Magnus Heiland, Inhaber vom gleichnamigen Trachtenhaus in Rottenbuch. „Die Discounter-Produkte sind qualitativ allerdings so weit unten, dass ich eher von ihnen abraten würde.“ Neben dem ungeeigneten Material macht sich der Fachmann, der sich auf Herrenmode spezialisiert hat, vor allem Sorgen um die Bedingungen, die bei der Produktion solch billiger Kleidungsstücke herrschen. „Wir lassen fast ausschließlich im Bayerischen Wald produzieren. Wenn Qualität und Arbeitsbedingungen stimmen, kann eine Lederhose einfach nicht für so wenig Geld über den Tisch gehen.“ Lesen Sie hier weitere Experten-Stimmen zum Thema Billig-Tracht auf Merkur.de 

Die wichtigsten und besten Wiesn-Geschichten posten wir auch auf der Facebook-Seite Oktoberfest. Und lesen Sie hier: Männer, mit dieser „Tracht“ blamiert ihr euch auf der Wiesn!

Anna Schärfl