Ein Toter und mehrere Verletzte

Schwarzes Wochenende auf den Straßen der Region Weilheim

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Nach dem Unfall: Ein 50 Jahre alter Weilheimer war mit seinem „Skoda“ (links) frontal mit dem „VW“-Campingbus zusammengestoßen. 
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Ein Gutachter soll klären, warum der Weilheimer mit seiner „Harley Davidson“ verunglückte.

Zu schweren Verkehrsunfällen kam es am Wochenende. Mehrere Menschen wurden schwer verletzt, ein Motorradfahrer starb, nachdem er in eine Baumgruppe gefahren war.

Landkreis/Feldafing – Eine Ausflugsfahrt mit seiner „Harley Davidson“ nahm am  Sonntag für einen 66-jährigen Weilheimer ein tödliches Ende. Der Mann kam auf der Staatsstraße zwischen Birkland und Herzogsägmühle offenbar alleinbeteiligt von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Baumgruppe. Als der verunglückte Motorradler kurz vor 14 Uhr gefunden wurde, kam für ihn trotz sofortigem Reanimationsversuch jede Hilfe zu spät.

Wann der Unfall passiert ist, konnte die Polizei nicht genau sagen. „Es könnte durchaus sein, dass der Mann eine längere Zeit im Wald lag“, hieß es.

Als Verkehrsteilnehmer das Unfallopfer fanden, wurden sofort Notarzt und Sanitäter verständigt. Auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. Doch der Motorradfahrer war bereits an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Die Staatsstraße war während der Unfallaufnahme für längere Zeit komplett gesperrt. Auch ein Gutachter eilte an die Unfallstelle.

Wer Hinweise zur Klärung dieses Verkehrsunfalls geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Schongau, Telefon 08861/23460, zu melden.

Auf der B 2 zwischen Feldafing und Pöcking hat sich am Samstagnachmittag ein schwerer Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen und insgesamt vier Verletzten ereignet. Zwei Personen kamen mit Rettungshubschraubern ins Unfallklinikum nach Murnau, „glücklicherweise stellten sich die Verletzungen aber nicht als so schwerwiegend heraus“, berichtet die Starnberger Polizei.

Gegen 15 Uhr war ein 50-jähriger Weilheimer mit einem „Skoda“ unterwegs in Richtung Weilheim. In einer Rechtskurve kurz nach dem Tunnel Pöcking verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet nach links auf die Gegenfahrbahn. Dort kam ihm in dem Augenblick ein „Ford“ entgegen, am Steuer eine 37 Jahre alte Frau aus Starnberg. Sie versuchte zwar noch, nach rechts auszuweichen, dennoch touchierten sich beide Fahrzeuge. Der „Ford“ schleuderte daraufhin quer über die Fahrbahn nach links in den Graben.

Beifahrerin in Camper eingeklemmt

Unmittelbar hinter dem „Ford“ fuhr ein „VW“-Campingbus. Auch dessen Fahrer, ein 40-jähriger Weilheimer, versuchte auszuweichen. Allerdings erfasste der „Skoda“ den Campingbus frontal. Die Beifahrerin (41) wurde in dem Camper eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit werden. Nach Angaben der Polizei erlitt die Weilheimerin eine Unterschenkelfraktur und ein Schädel-Hirn-Trauma. Ihr Fahrer trug ein Schädel-Hirn-Trauma und Prellungen davon. Die beiden Autofahrer kamen mit Sankas ins Klinikum Starnberg.

Der „Skoda“-Fahrer war Polizeiangaben zufolge alkoholisiert. „Bei ihm wurde an der Unfallstelle Alkoholgeruch festgestellt. Ein freiwillig durchgeführter Alkotest ergab 1,0 Promille, weshalb eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein sichergestellt wurde“, teilte ein Sprecher mit. Der Gesamtschaden an den Fahrzeugen beträgt etwa 20 000 Euro.

Am Samstag gegen 17.20 Uhr fanden Verkehrsteilnehmer auf der Staatsstraße 2064 zwischen Marnbach und Magnetsried einen Fahrradfahrer. Der 56-jährige Weilheimer war vermutlich in einer Linkskurve bei leichtem Gefälle gestürzt und hatte sich eine schwere Kopfverletzungen zugezogen. Er wurde mit dem Rettungsdienst ins Unfallkrankenhaus Murnau geflogen. Der Weilheimer trug laut Polizei keinen Helm.

Zeugen werden gebeten sich bei der Polizeiinspektion Weilheim, Telefon 0881/6400, zu melden.

ps/mg/td

Quelle: tz