Erst streikt der Mensch, dann auch die Technik

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Die Streiks führten wie beabsichtigt zu Unregelmäßigkeiten im Fahrplan.

Bahnpendler hatten es am Donnerstag nicht leicht: Zwischen sechs und acht Uhr am Morgen legten mehrere hundert Bahnbedienstete die Arbeit nieder.

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Nachdem der Verkehr wieder normal lief, hatte sich gegen 13.15 Uhr die Stellwerks-Technik am Ostbahnhof zu einem „Solidaritätsstreik“ entschlossen: Zwischen 13.15 Uhr und etwa 14.05 Uhr konnte kein Zug mehr durch die S-Bahn-Stammstrecke fahren. Die DB fuhr daraufhin ein Notprogramm, bei dem die Linien weitgehend nur bis Hauptbahnhof bzw. Ostbahnhof fuhren. Lediglich die S 4 kam von Westen bis zum Isartor. Es kam bis in den frühen Abend hinein zu Verspätungen.

Der Warnstreik selbst hatte für die meisten Pendler im Raum München nur wenig Auswirkungen. Nur sieben Züge (davon mehrere aus Richtung Ingolstadt und Nürnberg) mussten wegen des Arbeitskampfes der Bahngewerkschaften GDBA und Transnet ganz ausfallen. Ungefähr zehn Züge hatten Verspätung.

Insgesamt fielen in Bayern 26 Züge aus und 30 Züge hatten zusammen 1000 Minuten Verspätung. Schlimmer betroffen war die Region Nürnberg, wo auch ein Stellwerk bestreikt worden ist. „Die Streikbeteiligung war hoch, wir hoffen dass die Bahn jetzt ein vernünftiges Angebot macht“, sagt GDBA-Chef Paul Eichinger.

Quelle: tz

Quelle: tz