Frankenberger: Jetzt rücken ihm die Stalker auf die Pelle

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Den Erfolg beim Volksbegehren für den Nichtraucherschutz muss Sebastian Frankenberger teuer bezahlen. Jetzt hat er die Stalker auf dem Hals

München - Die fanatischen Frankenberger-Hasser haben sich eine neue Arbeitsweise einfallen lassen, wie sie den Vorkämpfer in Sachen Nichtraucherschutz ärgern können.

Sie bestellen unter Missbrauch seiner Daten Unmengen von Waren im Internet: Raucher- und Pornoartikel, Spirituosen und sogar einen Treppenlift für Senioren – alles Dinge, die als Provokation gedacht sind. Auch Reisebüros und Zeitungsvertriebe gehören zu den Betroffenen dieser Bestellaktionen. „Ich hätte jetzt alle Magazine im Abo, die man sich vorstellen kann. Und eine Flugreise nach Barbados.“

Sebastian Frankenberger hat seinen Humor indes noch nicht verloren. „An meine Stalker: Bitte bestellt wenigstens Produkte, die mich auch interessieren, denn so durfte ich diese Woche Rücksendungen oder Stornierungen im Wert von 200 000 € durchführen“, schrieb er gestern auf einer Internetseite-Seite. Deshalb hat Frankenberger den Nachstellern einen Wunschzettel mit Produkten ins Netz gestellt, über die er sich freuen würde: Kunst- und Reiseführer aller Art.

Die geschädigten Firmen finden das Treiben jedoch gar nicht lustig und haben eine renommierte Anwaltskanzlei beauftragt, die Täter ausfindig zu machen. Die Kosten, die für Abwicklung und Versand getragen werden, müssen nämlich in diesem Fall die Unternehmen tragen.

Hubert Denk (http://www.mediendenk.de/)

Quelle: tz