Einer der größten Betriebe in Bayern

Gefahren für Bevölkerung: Bund Naturschutz klagt gegen Hähnchenmast

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In Eschelbach im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm soll einer der größten Hähnchenmastbetriebe in Bayern entstehen. Nach der Marktgemeinde Wolnzach hat nun auch der Bund Naturschutz gegen die Genehmigung geklagt.

Eschelbach – Der Bund Naturschutz hat gestern nach eigenen Angaben vor dem Verwaltungsgericht München Klage gegen die Genehmigung der Hähnchenmastanlage in Eschelbach (Kreis Pfaffenhofen an der Ilm) erhoben. In dem Ortsteil von Markt Wolnzach soll ein Betrieb auf 144 600 Mastplätze erweitert werden, das Landratsamt hat den Ausbau genehmigt. Es wäre eine der größten Hähnchenmastanlagen Bayerns.

„Wir sehen erhebliche Gefahren für angrenzende Wälder sowie Geruchsbelästigungen und gesundheitliche Gefahren durch Bioaerosole und multiresistente Keime für die dort wohnende Bevölkerung“, begründete Peter Rottner, BN-Landesgeschäftsführer, die Entscheidung. Der BN kritisierte außerdem den privilegierten Bau der Anlage und den mangelnden Tierschutz. Die genehmigte Besatzdichte liege mit 39 Kilogramm pro Quadratmeter deutlich oberhalb der in der Fachliteratur benannten Grenze, die das Ausüben der artspezifischen Grundbedürfnisse noch einschränkungslos ermöglichen würde.

Auch der Markt Wolnzach hat bereits eine Klage angekündigt, weil die Straße, die zu dem Betrieb führt, zu eng für den Lieferverkehr sei. Der Bayerische Landtag behandelt nach der Sommerpause eine Petition gegen den Ausbau.

Quelle: tz