Kranke Frau (85) ist auf einmal gesund

Heilung durch die schwarze Madonna?

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Die schwarze Madonna von Altötting.

Altötting - Für Johann Naber (82) ist das, was mit seiner Frau Anni (85)passiert ist, schlicht ein Wunder. Halbtot war sie, als er sie im April 2009 ins Krankenhaus in Wörth (Landkreis Straubing) brachte. Dann plötzlich geschah es:

Während er am Bett wachte, schlug seine Frau nach eintägiger Bewusstlosigkeit wieder die Augen auf. „Ich habe ein großes Kreuz gesehen“, flüsterte sie. „Von diesem Augenblick an war sie kerngesund.“

Weil sie ein Kreuz gesehen hat, ist Naber überzeugt, dass die schwarze Madonna von Altötting hier geholfen hat. Zu dieser war das Ehepaar schon öfter gepilgert. Jetzt will er zum Dank eine Votivtafel malen und diese bald nach Altötting bringen. In seinem Haus in Pillnach (nahe Straubing) erzählt Naber, was vor einem Jahr passierte: Gegen 4 Uhr morgens habe er seine Frau hinsetzen wollen. Sie habe ihn aber nicht mehr anfassen können, die Finger seien ganz starr gewesen. Er rief einen Sanka und ließ seine Frau sofort zum Krankenhaus ins nahegelegenen Wörth bringen.

Dort attestierten die Ärzte 210 Blutdruck, 38,7 Grad Fieber und 200 Blutzucker. „Meine Frau hatte bereits mehrere Schlaganfälle hinter sich“, ergänzt Naber. „Die Frau war schwerstkrank, fast tot“, erinnert sich Privatdozent Dr. Bernd Semsch. Er ließ sie daher nach einer ersten Versorgung in ein Regensburger Klinikum verlegen. „Dort wurde die Anni untersucht und behandelt“, berichtet Johann Naber. Später habe er mit Mundschutz zu ihr auf die Intensivstation gedurft. Abends schickten ihn die Ärzte zum Schlafen nach Hause, und als er am nächsten Tag um 7 Uhr wieder ins Klinikum zurückkam, war seine Frau immer noch bewusstlos.

Anderthalb Stunden später dann die überraschende Wende: „Anni wachte auf, und sie war gesund.“ Was für Johann Naber ein Wunder darstellt, sieht Dr. Semsch profaner: „Verlauf und Entwicklung waren in dieser Sache äußerst glücklich, aber medizinisch erklärbar.“ Dennoch gibt der Mediziner zu, dass der große medizinische Erfolg überraschend schnell zustande gekommen sei.

„Für den Betroffenen ist es ein Wunder, wir sprechen eher von einer wunderbaren Heilung“, beschreibt der Administrator der Altöttinger Gnadenkapelle, Prälat Ludwig Limbrunner, die kirchliche Betrachtunsweise.

rp