„Erhebliche Gefahr für Leib und Leben“

Isar-Hochwasser in München: Pegel mit klarem Trend - Wert über Nacht gestiegen

Heftige Regenfälle ließen Flüsse und Bäche in Bayern anschwellen. Das Isar-Hochwasser in München scheint nun seinen Höhepunkt erreicht zu haben.

  • Heftiger Regen führte unter anderem im Berchtesgadener Land* zu schweren Überflutungen.
  • In München scheint das Isar-Hochwasser nicht mehr stark anzusteigen, trotzdem warnt die Feuerwehr mit einem emotionalen Appell (siehe Update vom 20. Juli, 12.51 Uhr).
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Update vom 20. Juli, 12.51 Uhr: Aktuell liegt der Pegel der Isar bei 305 Zentimetern (Messung von 12.45 Uhr). Die Feuerwehr warnt und hat einen emotionalen Appell veröffentlicht. Demnach sei besonders die hohe Fließgeschwindigkeit gefährlich: Es „kann auch ein Spaziergang mit Kindern oder dem Hund sehr schnell zu einer Tragödie werden. Befindet sich an der einen Stelle vielleicht nur leicht fließendes Wasser, kann Ihr Kind oder Hund schon beim nächsten Schritt von einer Strömung erfasst und mitgerissen werden“, warnen die Einsatzkräfte. Und weiter: „Deshalb nochmals unser eindringlicher Appell: Bitte halten Sie sich von der Isar fern. Betreten Sie nicht die abgesperrten Bereiche. Und vor allem: Nutzen Sie den Fluss nicht für Aktivitäten wie Surfen, Kajakfahren oder sonstige Wassersportarten. Es besteht Lebensgefahr! Für Sie und für uns.“

Hochwasser in Bayern: Isar-Pegel liegt bei Meldestufe 2

Update vom 20. Juli, 7.43 Uhr: Entwarnung aus der Landeshauptstadt München: In der Nacht stieg der Isarpegel zeitweise auf 309 Zentimeter an. Das ist den Werten des HND zu entnehmen. Stand heute morgen um 7 Uhr: Nachdem die Werte zuvor wieder leicht sanken, hat sich der Fluss erneut bei 309 Zentimetern eingependelt. Aktuell gilt die Meldestufe 2 (ab 300 Zentimetern). Von der nächsten Meldestufe - ab 380 Zentimetern - ist die Isar zum Glück noch deutlich entfernt.

Update vom 19. Juli, 20.33 Uhr: Die befürchtete Hochwasser-Lage bleibt in München wohl aus. Der Isar-Pegel liegt aktuell bei 305 Zentimetern (Stand: 20.15 Uhr). Damit ist die Prognose, das Wasser stünde gegen 20 Uhr bei 330 Zentimetern, zum Glück nicht eingetroffen. Auch die Prognose des HND zeigt, dass mit keinem dramatischen Anstieg mehr gerechnet wird. Damit dürfte das Gröbste in München vorerst überstanden sein. Trotzdem ist Stand jetzt nicht gänzlich auszuschließen, dass das Wasser über Nacht noch ansteigen könne. Mit endgültiger Entwarnung rechnet man erst am Dienstagabend (20. Juli).

Hochwasser in München: Erreicht Isar Höchststand? Pegelstand scheint sich einzupendeln

Update vom 19. Juli, 17.23 Uhr: Erreicht die Isar am heutigen Abend ihren Höchststand? Aktuell liegt der Pegel bei 303 Zentimetern (Stand: 17.15 Uhr). In den letzten Stunden war dieser gar etwas gesunken. Die Prognose des HND weist gar ein weiteres Sinken des Pegels auf. Bleibt abzuwarten, ob sich die Lage im Laufe des Abends nochmals verschärft.

Die Stadt vermeldete außerdem via Twitter, dass sämtliche Rad- und Gehwege auf der Ostseite der Isar aus Sicherheitsgründen gesperrt wurden. Außerdem ist der Flauchersteg bis auf Weiteres gesperrt.

Update vom 19. Juli, 13.52 Uhr: Viel fehlt nicht mehr bis zum vermeintlichen Tageshöchstwert. Stand 13.45 Uhr liegt der Isar-Pegel bei 311 Zentimetern. Gegen 20 Uhr erwarten die Experten des HND dann den Höchststand von rund 330 Zentimetern.

Hochwasser-„Krimi“ in München: Isar überschreitet nächste Pegel-Marke - Stadt greift jetzt durch

Update vom 19. Juli, 12.10 Uhr: Das Referat für Klima- und Umweltschutz hat aufgrund der anhaltenden Hochwasser-Lage ein Bade- und Bootfahrverbot für die Isar erlassen. Das Befahren der Isar und das Baden in der Isar im Stadtgebiet München von der südlichen Stadtgrenze nach der Großhesseloher Brücke bis zur Leinthalerbrücke im Norden sind ab sofort ausnahmslos verboten. „Die Isar führt sehr viel Treibholz mit und weist eine starke Trübung sowie Strömung auf. Es besteht eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben, wenn Personen in der Isar baden oder die Isar mit Booten und sonstigen Schwimmkörpern jeglicher Art befahren“, hieß es in einer Mitteilung.

Hochwasser-„Krimi“ in München: Isar überschreitet nächste Pegel-Marke - und Höhepunkt folgt erst noch

Update vom 19. Juli, 10.26 Uhr: Um die Hochwasser-Meldestufe in München hatte sich am Morgen ein regelrechter „Krimi“ entwickelt. Um 9.45 Uhr lag der Pegel der Isar bei 296 Zentimeter und damit nur vier Zentimeter unter Meldestufe 2. Diese ist nun erreicht. Bei der letzten Messung um 10.15 Uhr lag der Pegel bei 306 Zentimetern. Er wird im Tagesverlauf noch weiter ansteigen, dabei jedoch gewissen Schwankungen unterliegen. Der Höhepunkt dürfte bei 330 Zentimeter liegen.

Hochwasser-„Krimi“ in München: Isar-Pegel wird trotz Sonne weiter steigen - neue Warnstufe droht

Erstmeldung vom 19. Juli, 9.48 Uhr: München - Nach den schweren Unwettern vom Wochenende ist die Hochwassergefahr in Bayern nicht gebannt. Mehrere Städte und Kreise sind aktuell auf der Warnkarte des Hochwassernachrichtendienstes (HND) rot eingefärbt, das bedeutet eine „Hochwasserwarnung vor Überschwemmungsgefahr für bebaute Gebiete.“ Betroffen sind die Stadt Ingolstadt, der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Rosenheim, Mühldorf am Inn und Passau.

Unwetter in Bayern: „Krimi“ um Hochwasser-Meldestufe in München

Mehrere Gebiete sind orange eingefärbt, für sie liegt also eine „Hochwasserwarnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen“ vor. Neben Augsburg ist auch der Landkreis Freising sowie Kreis und Stadt München betroffen. Aktuell beziffert der HND den Pegel für die städtische Isar auf 296 Zentimeter (Messwert von 9.45 Uhr). Vier Zentimeter fehlt demnach noch zur Meldestufe 2.

Meldestufe 2 bedeutet laut HND: „Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen.“ Der Grund für den steigenden Pegel: „Die ergiebigen Niederschläge im Alpenraum haben zu einem erheblichen Anstieg des Wasserspiegels im Sylvensteinspeicher geführt. Um neuen Hochwasserstauraum zu schaffen, ist eine erhöhte Abgabe in die Isar erforderlich, so dass trotz Sonnenschein noch mit länger andauerndem Hochwasser in der Isar zu rechnen ist.“ (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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