Deutschlandweiter Vergleich

Regionen-Ranking von Focus: Landkreise Ebersberg und München sind spitze

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Der Focus hat alle deutschen Kreise in ein Ranking gepackt.

Der Landkreis München ist die stärkste Region Deutschlands. Das ergab eine Untersuchung aller 401 deutschen kreisfreien Städte und Landkreise. Auch weitere oberbayrische Kreise schneiden sehr gut ab.

München - Platz eins heißt es für den Landkreis München im Deutschland-Ranking 2018 des Focus. Für dieses verglich der Kölner Forscher Wolfgang Steinle alle 401 deutschen Kreise und kreisfreien Städte. Der Landkreis Ebersberg muss sich allerdings nur ganz knapp geschlagen werden. 

In mehreren Einzelkategorien Spitze

Im Vergleich aller bundesweiten Kreise sichert sich der Landkreis München gleich in zwei Kategorien den Spitzenplatz: bei „Produktivität und Standortkosten“ sowie „Einkommen und Attraktivität“. Auch in den Kategorien „Wachstum und Jobs“ (Donau-Ries) und „Firmengründungen“ (Rosenheim) sind bayrische Kreise laut der Studie Spitze. Lediglich in der Kategorie „Lebensqualität“ muss sich der Freistaat dem Zollernalbkreis aus Baden-Württemberg geschlagen geben. Auf Platz zwei folgt aber direkt der Landkreis Freising.

Ebersberg knapp hinter Landkreis München

Der Landkreis München belegt neben den beiden Spitzenplätzen in den weiteren Kategorien die Plätze 13 (Lebensqualität), 14 (Firmengründungen) und 121 (Wachstum und Jobs). Im Gesamtranking - es werden alle Plätze zusammengerechnet und durch fünf geteilt - ergibt sich so ein durchschnittlicher Wert von 30,0. Besser schneidet deutschlandweit kein anderer Landkreis und keine kreisfreie Stadt ab.

Der Sieg im Gesamtranking ist allerdings nur hauchzart. Der Landkreis Ebersberg sammelt durchschnittlich nur 0,4 Punkte mehr - und das ohne einen Platz unter den besten Zehn in einer der Kategorien. Die beste Ebersberger Platzierung gibt es bei der Lebensqualität mit Platz elf, bei den Firmengründungen müssen die Ebersberger mit Rang 71 das schlechteste Ergebnis hinnehmen. Auf deutschlandweit Platz drei liegt der Landkreis Tuttlingen aus Baden-Württemberg.

Gewinner Lichtenfels, Verlierer Aschafenburg

Der Freistaat schneidet auch insgesamt besonders gut ab. Unter den Top 20 finden sich gleich neun Landkreise: München (1), Ebersberg (2), Erlangen-Höchstadt (4), Fürstenfeldbruck (8), Günzburg (9), Miesbach (11), Starnberg (12), Dingolfing-Landau (17) und Pfaffenhofen an der Ilm (20). Die Landeshauptstadt München belegt insgesamt den 44. Platz. Die bayernweit schlechteste Gesamtbewertung hat Hof mit Platz 366. 

Der größte Gewinner im Vergleich zum Ergebnis der gleichen Studie von 2015 ist in Bayern Lichtenfels. Der Landkreis verbessert sich von Platz 285 auf 159. Der größte Verlierer ist die kreisfreie Stadt Aschaffenburg. Aus Platz 26 wird 175.

Die Top Ten in den fünf Kategorien

Rang

Wachstum und Jobs

Firmengründungen

Produktivität und Standortkosten

Einkommen und Attraktivität

Lebensqualität

1

Donau-Ries

Rosenheim

München (Landkreis)

München (Landkreis)

Zollernalbkreis

2

Statatt

Schwabach

Main-Taunus-Kreis

Stuttgart

Freising

3

Memmingen

Bamberg

Dingolfing-Landau

Heilbronn

Würzburg (Landkreis)

4

Rottweil

Hamburg

Pfaffenhofen an der Ilm

Ulm

Waldshut

5

Westerwaldkreis

Köln (Stadt)

Coburg

Böblingen

Erlangen-Höchstadt

6

Unterallgäu

Zweibrücken

Starnberg

Bodenseekreis

Tübingen

7

Regensburg

Kaufbeuren

Altötting

Baden-Baden

Rottweil

8

Erlangen-Höchstadt

Landau in der Pfalz

Günzburg

Heilbronn (Landkreis)

Erding

9

Rhön-Grabfeld

Leipzig (Stadt)

Rhein-Neckar-Kreis

Erlangen

Eichstätt

10

Lindau (Bodensee)

Ulm

Biberach

Hochtaunuskreis

Landsberg/Lech

Die Kategorien erklärt

Um ein genaues Ergebnis liefern zu können, unterteilte Wolfgang Steinle die fünf Kategorien in insgesamt 21 Unterkategorien.

Wachstum und Jobs: Wirtschaftsleistung; Arbeitslosenquote.

Firmengründungen: An- und Abmeldungen von Firmen; Verfügbarkeit und Verbreitung von schnellem Internet (mindestens 50 Mbit/s).

Produktivität und Standortkosten: Bruttoinlandsprodukt je Arbeitsstunde; Gewerbesteuerhebesatz.

Einkommen und Attraktivität: Arbeitsentgelt; Haushaltseinkommen, Zu- und Wegzüge von Haushalten.

Lebensqualität: Sicherheit (Straßenkriminalität und Wohnungseinbrüche); Nachwuchs der Zehn- bis 25-Jährigen; Lohngleichheit von Männer und Frauen; Risiko der Altersarmut; Gesundheit; Infrastruktur; nachhaltige Trinkwasserqualität.

ses

Quelle: Merkur.de