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Erneute Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Bayern - Autokorso mit 130 Fahrzeugen in München

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Von: Tanja Kipke

In Ansbach gingen am Samstag rund 2700 Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren.
In Ansbach gingen am Samstag rund 2700 Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. © NEWS5/Merzbach

Mittlerweile ziehen fast täglich Menschen in Bayern auf die Straße, um gegen die Corona-Politik zu protestieren. Am Samstag verliefen die meisten „Spaziergänge“ friedlich.

München - Zahlreiche Menschen haben in Bayern am Samstag (8. Januar) an mehreren Orten gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Im mittelfränkischen Ansbach zogen nach Polizeiangaben etwa 2700 Menschen durch die Stadt. Es gab zwei Gegendemonstrationen mit insgesamt etwa 260 Teilnehmenden. Dennoch sei alles friedlich geblieben, sagte ein Polizeisprecher.

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Erneute Corona-Demos in Bayern: Autokorso mit 130 Fahrzeugen in München

In Regensburg kamen nach Polizeiangaben etwa 2000 Menschen zusammen, um gegen eine mögliche Impfpflicht zu demonstrieren. Zeitgleich gab es eine Gegendemonstration mit rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die zum Teil versuchten, den Aufzug zu stoppen, wie ein Polizeisprecher sagte. In Würzburg fuhren der Polizei zufolge 36 Autos in einem Protest-Korso durch die Stadt. Es kam zeitweise zu Verkehrsbehinderungen.

Auch in München gab es einen Autokorso, der an der Theresienwiese startete. Angemeldet waren laut Stadt 130 Fahrzeuge. Corona-„Spaziergänge“ sind in der Landeshauptstadt nach wie vor verboten. Die Stadt hatte per Mitteilung erst am Freitag (7. Januar) nochmals darauf hingewiesen, dass auch am 10. und 12. Januar „im gesamten Stadtgebiet alle stationären oder sich fortbewegenden Demos im Zusammenhang mit sogenannten ‚Corona-Spaziergängen‘“ untersagt seien.

Die Allgemeinverfügung diene dazu, einem „Wildwuchs an in keiner Weise vertretbaren Demos“ mit zum Teil gewaltbereiten Teilnehmenden vorzubeugen, bei denen weder Mindestabstände eingehalten noch Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden, schreibt die Stadt München. Erst am Mittwoch (5. Januar) setzte die Polizei zahlreiche „Spaziergänger“ am Marienplatz fest. Gegen jeden einzelnen Teilnehmer kann ein Bußgeld bis 3000 Euro verhängt werden. (dpa/tkip)