Eine Nacht in der Ausnüchterungszelle

Mann ist zu betrunken fürs Gefängnis

Festnahme mit 2,7 Promille: Die Bundespolizei hat einen Polen geschnappt, gegen den ein Haftbefehl vorliegt. Der Mann musste aber zuerst in die Ausnüchterungszelle. 

Mittenwald – Bundespolizisten haben am Montag einen polnischen Staatsangehörigen, gegen den ein Haftbefehl vorlag, in die Justizvollzugsanstalt Garmisch-Partenkirchen gebracht. Dort muss er 84 Tage Haft verbüßen. Die Nacht zuvor hatte der 53-Jährige in der Ausnüchterungszelle des Polizeireviers verbracht, da die Beamten bei einer Kontrolle am Mittenwalder Bahnhof am Sonntagabend bei ihm 2,7 Promille Atemalkohol festgestellt hatten. 

Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Wegen Gefährdung des Straßenverkehrs war der Pole zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt worden. Alternativ sah das Gericht eine 108-tägige Haft vor. Der Verurteilte hatte zwar in unregelmäßigen Abständen geringe Teilzahlungen geleistet, seine Strafe aber nicht vollständig beglichen. Auch jetzt konnte er die noch offene Summe von rund 2500 Euro nicht aufbringen.

Quelle: tz

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