Mutter und Kind sterben nach Wohnungsbrand

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Rettungskräfte arbeiten in der Nacht zum Samstag (31.01.2009) in Regensburg (Oberpfalz) mit einer Drehleiter an einem Fenster eines Mehrfamilienhauses. Eine 28-jährige Mutter und ihr 10 Monate altes Baby sind durch ein Feuer in dem Haus ums Leben gekommen.

Regensburg - Gegen Samstagmittag erfuhr der schwer brandverletzte Maxim G. (27) in der Klinik, dass das Schlimmste tatsächlich eingetroffen ist.

Seine beiden Lieben sind tot – Natalia (28) und der kleine Bub Nikolaj, der nur zehn Monate alt werden durfte. „Ein Mitarbeiter des Krisen-Interventionsteams verbrachte Stunden bei ihm“, sagte der Regensburger Polizeisprecher Stefan Walter am Sonntag. Doch lässt sich der Erlebte überhaupt auch nur andeutungsweise verarbeiten?

Die Uhr zeigte 2.35 Uhr, es war die Nacht auf Samstag: Fast gleichzeitig gingen bei der Polizei-Einsatzzentrale für die Oberpfalz Notrufe ein. „Aus einem Mehrfamilienwohnhaus in der Regensburger Schuegrafstraße dringt Rauch!

Das Feuer war im Apartment eines Pensionärs (80) ausgebrochen. Der alte Mann, der selbst auch noch die Feuerwehr alarmieren konnte, war im zweiten Stock eingeschlossen. Die Feuerwehr konnte den Schwerverletzten über die Drehleiter bergen. Ein zweiter Trupp der Feuerwehr durchsuchte die Nachbarwohnung: Auch hierher gelangte das Feuer, denn die Trennmauer war eingebrochen! Trümmer der Mauer begruben ein Bett.

Darin fanden die Feuerwehrmänner das Paar und das Baby. alle drei bewusstlos. Der kleine Nikolaj konnte sofort ins Freie gebracht werden, seine Eltern aber waren fast vollständig unter dem Schutt gefangen und mussten erst in dem Rauch befreit werden.

Doch die Hilfe kam für Mutter und Sohn zu spät. Nikolaj starb kurze Zeit nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus, Natalia ein wenig später.

Der 80-jährige Nachbar, in dessen Wohnung der Brand ausgebrochen war, liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Bis zum Sonntagnachmittag konnte er noch nicht zu dem Feuer befragt werden. Deswegen wurde zunächst auch die Ermittlung zur genauen Brandursache vertagt. Ersten Erkenntnissen zufolge sei es in der Wohnung des Pensionärs aber zu einer Verpuffung gekommen.

Heute wird ein Gutachter vor Ort klären, ob die restlichen Bewohner, die evakuiert worden waren, wieder zurückkehren dürfen.

Quelle: tz

Quelle: tz