1. news-bayern
  2. Nachrichten

Corona in Bayern: Neue Hotspots machen Sorgen - in mehreren Städten drohen Einschränkungen

Erstellt:

In Bayern steigt die Inzidenz kontinuierlich. Welche bayerischen Städte und Landkreise besonders von der Pandemie betroffen sind und wo neue Einschränkungen gelten. Ein Überblick.

München - Die Sieben-Tage-Inzidenz. Ein aktuell sehr umstrittener Indikator, um das Pandemiegeschehen zu bewerten. Erst kürzlich hat die Bund-Länder-Runde auf der Ministerpräsidentenkonferenz diskutiert, ob nicht ein differenzierter Messwert, die Corona-Lage besser abbilden kann. Aktuell orientieren sich die Lockerungen und Einschränkungen aber noch an den täglich vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Werten. Und diese Werte steigen in Teilen Bayerns rasant an. Das bedeutet wiederum neue Einschränkungen.

Im Freistaat steigt der Wert heute, 13. August, auf 22,7. In drei Kommunen klettert er über die kritische „50er-Grenze“, wie das RKI vermeldet. Bereits seit Dienstag, 10. August, gelten im beschaulichen Aschaffenburg die Corona-Regeln ab einem Inzidenzwert über 50. Aktuell liegt der Wert bei 50,7.

Corona in Bayern: Zwei Landkreise überschreiten sogar Inzidenz von 60

Zwei Landkreise verzeichnen die meisten Infektionen innerhalb der letzten sieben Tage: Zum einen ist das Dillingen an der Donau mit einem heutigen Wert von 65,2. Am Donnerstag (12. August) meldete das RKI noch 44,4. Zum anderen liegt Dingolfing-Landau aktuell bei 64,1. Hier könnten ab Montag somit härtere Beschränkungen gelten, sollte der Wert auch am Samstag (14. August) noch über 50 sein.

Einen bedenklichen Anstieg verzeichnet aktuell Mühlendorf am Inn. Hier sprang der Wert innerhalb von 24 Stunden von 45,7 (12. August) auf 53,7 (13. August). Verweilt die Inzidenz die nächsten zwei Tage über der Marke von 50 werden auch hier wieder Kontaktbeschränkungen und eine ausgeweitete Testpflicht eingeführt.

Eine Frau wird auf das Coronavirus getestet
In manchen Regionen Bayerns gilt bereits wieder eine Testpflicht. (Symbolbild) © Kira Hofmann/dpa

Corona in Bayern: Auch die Inzidenzwerte in München, Nürnberg und Regensburg steigen

Auch in der Landeshauptstadt stecken sich wieder mehr Leute an. Heute gab das RKI eine Inzidenz von 30,9 bekannt. Im Vergleich: Vor einer Woche lag München noch bei 23,1. Auch in anderen größeren Städten, wie Nürnberg und Regensburg klettern die Zahlen kontinuierlich. Nürnberg erreicht die höchste Inzidenz in Mittelfranken: 23,9 (Stand: 13.08).

Seit drei Tagen infolge ist Regensburg über einer Inzidenz von 35. Bleibt der Wert bis zum 23. August über dieser Schwelle tritt die auf dem Corona-Gipfel kürzlich beschlossene Regelung mit erweiterter Testpflicht in Innenräumen in Kraft. Die Testpflicht für weder Geimpfte noch Genesene ab einer Inzidenz über 35 war Gegenstand der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz und gilt ab dem 23. August.

In Regensburg infizieren sich aktuell junge Menschen häufiger mit Covid-19

Aktuell liegt Regensburg bei 36,58. Hier infizieren sich verstärkt junge Menschen mit dem Coronavirus, wie die Mittelbayerische am Donnerstag berichtete. Wie das Nachrichtenblatt schreibt, steht ein Festival als Corona-Treiber in Verdacht. Mehrere Landratsämter in Ober- und Niederbayern sollen das ausfindig gemacht haben.

Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie rund um die anstehende Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus dem Freistaat – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus Bayern.