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RKI-Update mit bitteren Corona-Statistiken für Bayern - Neue Entwicklung bei Hotspot-Gebieten

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Von: Marc Dimitriu

In Bayern bleibt die Corona-Lage weiter angespannt, wie neue Zahlen des RKI aufzeigen. Alle Pandemie-News für den Freistaat im Ticker.

+++Dieser Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update vom 29. November, 7.06 Uhr: Etwa ein Viertel der bundesweit registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Bayern gemeldet worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Montagmorgen 7179 Neuinfektionen für den Freistaat an (Stand: 3.12 Uhr). In ganz Deutschland meldeten die Gesundheitsämter dem RKI zufolge binnen eines Tages 29.364 Ansteckungen. Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 627,6 - vor einer Woche hatte sie noch bei 640 gelegen.

Bundesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen bei 452,4 - ein Höchstwert seit Pandemie-Beginn. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 73 Todesfälle verzeichnet, 29 davon in Bayern.

Corona-News für Bayern: Sieben Kreise und Städte über 1000er-Marke

Die höchste Inzidenz unter den Regionen im Freistaat wies demnach weiterhin der Landkreis Freyung-Grafenau mit 1373,2 aus. Dahinter folgen die Landkreise Rosenheim (1357,6), Rottal-Inn (1209,4) und Traunstein (1122,3). Insgesamt lagen am Montagmorgen in Bayern sieben Hotspot-Landkreise und -Städte über der 1000er-Marke. Am Sonntag waren es noch acht gewesen, am Freitag zwölf Regionen.

Update vom 28. November, 20.00 Uhr: Ein weiterer Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus ist in Bayern nachgewiesen worden. Der Passagier sei am Freitag mit einem Flug aus Südafrika in München angekommen und positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Sonntag mit. Die Reiseanamnese habe zusammen mit einem speziellen, auf bestimmte Mutationen ausgerichteten PCR-Test (VOC-PCR) vom Max-von-Pettenkofer-Institut einen hochgradigen Verdacht erbracht, dass es sich hier um einen Fall der neuen Variante handele, sagte eine Sprecherin.

Diese Methode ermöglicht nach Angaben des Leiters des Max-von-Pettenkofer-Instituts einen „zweifelsfreien“ Nachweis der Omikron-Variante. Eine endgültige Bestätigung über eine Genomsequenzierung steht noch aus und soll nach LGL-Angaben in Kürze vorliegen. Der Betroffene und ein weiterer positiv getesteter Passagier befinden sich in Isolation.

Bereits am Samstag hatte das Max-von-Pettenkofer-Institut bei zwei Rückkehrern aus Südafrika die neue Omikron-Variante nachgewiesen, die die Behörden als besorgniserregend einstufen. Auch hier wird die Genomsequenzierung noch erwartet.

Corona-Lage in Bayern: CSU-Minister wollen jetzt Medizin-Nachwuchs aktivieren

Update vom 28. November, 19.30 Uhr: Bayerns medizinischer Nachwuchs soll sich aktiv in die Hilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie einbringen. Einen entsprechenden Aufruf veröffentlichten am Sonntag Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) gemeinsam mit den ärztlichen Direktoren der bayerischen Universitätskliniken in Regensburg, München, Erlangen, Würzburg und Augsburg. „Bringen Sie sich ein und packen Sie mit an! Jede helfende Hand wird gebraucht“, sagte Sibler an die Studierenden der Medizin gewandt.

Eingesetzt werden könnten sie etwa zur Beratung an Impf-Hotlines oder in Impfzentren aber auch in der Pflege. „Von Labor über Unterstützung in der Pflege bis hin zur Arbeit im Impfzentrum oder in der Verwaltung: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig“, sagte Holetschek. Die CSU schlägt unterdessen in der Corona-Krise Alarm. Landesgruppenchef Alexander Dobrindt unterbreitete dem Kanzleranwärter Olaf Scholz ein Angebot. „Es war ein schwerer Fehler der Ampelparteien, die epidemische Lage zu beenden“, sagte er dem Münchner Merkur.

Corona in Bayern: Bittere Bilanz für Einzelhandel - Auch wegen Weihnachtsmarktabsagen

Update vom 28. November, 11.48 Uhr: Bittere Bilanz für den bayerischen Einzelhandel nach dem ersten Adventswochenende: „Die Leute haben teilweise schon einen Lockdown im Kopf“, sagte der Sprecher des Handelsbands, Bernd Ohlmann, am Sonntag in München. In den Innenstädten seien 20 bis 30 Prozent weniger Menschen unterwegs als sonst in dieser Zeit üblich.

Der Grund: Kunden gingen meist gezielt in die Geschäfte, um etwas Bestimmtes zu kaufen, erläuterte Ohlmann. Der weihnachtliche Schaufensterbummel falle dagegen heuer eher aus - was auch mit den abgesagten Weihnachtsmärkten zusammenhänge, weshalb nicht so recht Stimmung aufkomme. „Zum Weihnachtsshopping gehört auch dazu, zwischendurch einen Glühwein zu trinken.“

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gilt in Bayern beim Shoppen in Geschäften nur Maskenpflicht. Auch in den
Hochinzidenzgebieten bleibt der Handel geöffnet. Dennoch blieben dort viele Menschen ganz zu Hause, weil sie Angst vor Ansteckung haben oder meinten, die Geschäfte seien geschlossen, erklärt Ohlmann.

Kurzum: „Corona macht uns einen fetten Strich durch die Rechnung“, sagt Ohlmann. Wachstumstreiber sei aber der Online-Handel. Wegen der sich weiter verschärfenden Pandemie-Lage werde es noch größere Verschiebungen zum Kauf per Klick im Internet geben.

Update vom 28. November, 8.15 Uhr: Nach wie vor bleiben die Corona-Zahlen in Bayern auf einem extrem hohen Niveau. Am Sonntagmorgen liegt die Inzidenz im Freistaat laut RKI bei 632,2. Damit liegt der Wert lediglich ganz leicht unter dem Vortagesstand von 634,5. An Wochenenden kann es allerdings bei der Meldung der Zahlen aus den Bundesländern zu Verzögerungen kommen.

Corona in Bayern: Inzidenz weiter besorgniserregend

Binnen 24 Stunden meldeten die bayerischen Gesundheitsämter 9 696 Neuninfektionen und 27 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona (Stand: Sonntag, 07.30 Uhr). Die höchste Inzidenz unter den Kommunen im Freistaat hat demnach weiterhin der Landkreis Freyung-Grafenau mit 1374,5. Bei den höchsten Inzidenzen folgen dahinter die Landkreise Rosenheim (1356,8), Rottal-Inn (1194,6) und Traunstein (1141,5).

In München hingegen ist die Inzidenz erneut leicht gesunken. Am Samstag lag der Wert der Stadt noch bei 479,8, am 1. Advent gibt das RKI den Wert nun mit 476,1 an. Insgesamt lagen am Sonntagmorgen in Bayern acht Landkreise und Städte über der 1000er-Marke. Am Samstag waren es noch neun, am Freitag zwölf Regionen.

Update vom 27. November, 21:10 Uhr: Offenbar sei die Genomsequenzierung bei den beiden positiven Corona-Fällen noch nicht durchgeführt. Nach Angaben des Institutsleiters und Virologen Oliver Keppler steht diese noch aus. Aber es sei „zweifelsfrei bewiesen, dass es sich um diese Variante handelt“.

Schock-Nachricht für München! Neue Corona-Variante bestätigt

Erstmeldung vom 27. November 2021:

München - In München sind die ersten beiden Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag. Die Betroffenen hätten selbst vorausschauend eine Untersuchung auf die Virusvariante veranlasst, nachdem sie aus den Medien von der Gefahr erfahren hätten.

Zuvor wurde von zwei Corona-Infizierten aus einer Maschine aus Kapstadt berichtet. Ob es sich um die neue Variante des Virus handelt, war zunächst unklar. Beide seien isoliert worden.

Omikron-Variante in München: Gesundheitsministerium forderte Fluggäste auf, sich bei Gesundheitsamt zu melden

Das bayerische Gesundheitsministerium forderte nun alle Fluggäste, die mit demselben Flug am 24. November aus Südafrika gekommen sind, auf, sich umgehend bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Alle Personen, die in den vergangenen 14 Tagen aus Südafrika eingereist seien, sollten sofort ihre Kontakte reduzieren, einen PCR-Test unter Angabe ihrer Reisegeschichte machen und dann sofort das Gesundheitsamt kontaktieren.

Außerdem gilt, dass alle Personen, die aus den vom Robert Koch-Institut als Virusvarientengebieten eingestuften Gebieten im südlichen Afrika einreisen, 14 Tage in Quarantäne müssen (unabhängig vom Impfstatus). „Wir müssen alles tun, um die Verbreitung der neuen Variante im Freistaat und in Deutschland zu verhindern“, sagte eine Ministeriumssprecherin in München. Noch sei nicht klar, ob die neue Variante tatsächlich ansteckender ist und zu mehr Krankenhausaufenthalten führt. „Bis die Wissenschaft klarer sieht, müsse wir jedoch Vorsicht walten lassen“, betonte die Sprecherin.

Corona: 50 Menschen von Kapstadt-Flug in Bayern in Quarantäne

Von der am Freitagabend in München gelandeten Lufthansa-Maschine aus Kapstadt seien 50 Menschen in Bayern in Quarantäne. Das Flugzeug war mit rund 300 Passagieren besetzt. Zwei PCR-Tests waren positiv, wie das Ministerium zuvor mitgeteilt hatte. Ob auch diese Passagiere die neue Omikron-Virusvariante tragen, ist noch unklar. (md mit dpa)

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