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„Die in der Corona-Frage zerstrittene Berliner Ampel“: Holetschek kritisiert den Bund

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Von: Katarina Amtmann

PK im Prinz-Carl-Palais Klaus Holetschek
Klaus Holetschek kritisiert den Bund (Archivbild). © IMAGO / Sammy Minkoff

Klaus Holetschek warnt vor steigenden Corona-Infektionszahlen wegen der BA.5-Variante. Der Bund habe Deutschland schlecht darauf vorbereitet.

München - Die neue Corona-Variante BA.5 breitet sich aus. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) warnt deshalb vor steigenden Infektionszahlen. Der Bund habe Deutschland schlecht darauf vorbereitet.

Corona-Variante BA.5 bald auch in Deutschland dominant?

Nach Wellen in anderen Ländern sei damit zu rechnen, dass BA.5 bald auch dominant in Deutschland wird, teilte der CSU-Politiker am Samstag in München mit. „Der Infektionsdruck könnte damit wieder steigen.“

Anlass für eine Verschärfung der Corona-Vorschriften sehe er aber nicht. BA.5 scheine keine schwereren Erkrankungen zu verursachen als frühere Typen der Omikron-Variante. Allerdings sei dies kein Grund für Sorglosigkeit. Im Herbst sei mit neuen Virusvarianten zu rechnen, die ansteckender und womöglich auch gefährlicher sein könnten.

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„Die in der Corona-Frage zerstrittene Berliner Ampel“: Holetschek kritisiert den Bund

In diesem Zusammenhang kritisierte er die Corona-Politik der Bundesregierung. Diese habe das Infektionsschutzgesetz noch nicht an mögliche Entwicklungen angepasst. „Die in der Corona-Frage zerstrittene Berliner Ampel läuft derweil Gefahr, den Zug zu verpassen, rechtzeitig vor der Sommerpause des Bundestags die nötigen Änderungen auf den Weg zu bringen“, so Holetschek. Der Bund müsse den Ländern ermöglichen, „schnell und angemessen“ auf neue Infektionswellen zu reagieren.

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Corona-Zahlen steigen auch in Bayern

Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen ist die Corona-Inzidenz für Bayern auf 308,5 gestiegen. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort. Noch am 30. Mai hatte das RKI einen Wert von 190 gemeldet. Zuletzt über 300 hatte die Inzidenz am 24. Mai gelegen. Die Entwicklung der vergangenen Wochen kann allerdings teilweise durch Feiertage verzerrt sein. Deutschlandweit stieg die Inzidenz auf 318,7.

Experten gehen zudem seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen. (kam/dpa)

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