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Dingolfing-Landau - Lage, Geschichte, Politik und Wirtschaft

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Pfarrkirche St. Johannes in Dingolfing-Landau - Bayern.
Die Pfarrkirche St. Johannes in Dingolfing-Landau. © Siepmann / IMAGO

Der Landkreis Dingolfing-Landau liegt nordöstlich von München, die Kreisstadt Dingolfing ist etwa 100 Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt. Die Region ist beliebt bei Urlaubern und es sind einige bedeutende Unternehmen dort angesiedelt.

Dingolfing – Die meisten kennen Dingolfing-Landau als Urlaubsparadies. Im Landkreis befinden sich der bayerische Freizeitpark Bayernland und das Caprima-Erlebnisbad, das ein Ambiente wie am Mittelmeer bietet. Unberührte Natur, Sehenswürdigkeiten sowie viele Wander- und Radwege runden das Freizeitangebot ab. Die Lage in der Nähe von München und die gute Verkehrsanbindung machen die Region auch für Tagesausflügler interessant.

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Dingolfing-Landau – die Lage

Der Landkreis Dingolfing-Landau befindet sich nordöstlich der Landeshauptstadt München, mit dem Auto oder dem Zug dauert die Fahrt etwas mehr als eine Stunde. Bis nach Passau sind es etwa 80 Kilometer. Der Landkreis gehört zum Regierungsbezirk Niederbayern und liegt in dessen westlichem Zentrum.

Die Isar fließt von Westen nach Osten durch den Landkreis, das BMW Werk in Dingolfing ist direkt am Fluss gelegen. Nördlich der Isar verlaufen die Flüsse Aitrach und Vils durch die nach ihnen benannten Täler. Alle drei sind rechte Nebenflüsse der Donau, die außerhalb des Kreisgebiets in diesen Strom münden.

Entlang der Isar ist die Landschaft in Dingolfing-Landau flach, die anderen Flusstäter und die weiter von der Isar entfernten Regionen fallen teilweise hügelig aus. Höher als bis maximal 500 Meter geht es allerdings nicht hinaus. Der Mittelpunkt des Landkreises wurde zwischen den Gemeinden Bubach und Mamming festgestellt.

Der Landkreis Dingolfing-Landau grenzt an folgende Nachbarkreise:

Dingolfing-Landau – der Landkreis und seine Geschichte

Die Region des heutigen Landkreises Dingolfing-Landau war bereits früh ein Teil Bayerns. Im Jahr 1803 kam es zur Errichtung des Landgerichts Landau an der Isar, das im heutigen Kreisgebiet lag und ab 1808 in den Unterdonaukreis fiel. 1838 entstanden aus Teilen dieses Gebiets die Landgerichte Osterhofen und Dingolfing. Zu dieser Zeit gehörten alle Landgerichte dann zum Kreis Niederbayern.

Ab dem Jahr 1862 wurden Verwaltung und Justiz getrennt, so gründeten sich für die Verwaltung auf unterer Ebene die Bezirksämter Dingolfing und Landau, die neben den gleichnamigen Landgerichten bestanden. Damals entsprach das Bezirksamt dem heutigen Landratsamt, während der Kreis sich in der mittleren Verwaltungsebene ansiedelte und in etwa dem heutigen Regierungsbezirk entspricht.

1939 führten die Nationalsozialisten im gesamten Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis für die Bezirksämter ein. So bildeten sich die Landkreise Dingolfing und Landau an der Isar.

Landkreis Dingolfing-Landau – die Entstehung

Erst durch die bayerische Gebietsreform aus dem Jahre 1972 entstand der moderne Landkreis Dingolfing-Landau. Im Rahmen der Umstrukturierung kam es zu folgenden Neuzuordnungen:

Bei seiner Gründung hieß der neue Landkreis noch Untere Isar. Erst im Mai 1973 erhielt er seinen jetzigen Namen.

Im Jahr 1978 gab es eine Veränderung im Kreisgebiet. Damals verlor der Landkreis die Gemeinde Großenpinning an den Landkreis Straubing-Bogen.

Dingolfing-Landau – Sehenswürdigkeiten
Der Landkreis Dingolfing-Landau ist zwar noch jung, aber die zugehörigen Städte und Gemeinden blicken auf eine lange Geschichte zurück. So war das Gebiet der Stadt Dingolfing bereits in der Steinzeit besiedelt und schon im 8. Jahrhundert wurden dort Kirchsynoden abgehalten. Die Stadtrechte besitzt Dingolfing seit 770 Jahren. Daher gibt es viele historische Sehenswürdigkeiten:

Auch weitere Gemeinden im Landkreis sind einen Besuch wert. Sie bieten unter anderem:

Dingolfing-Landau – die Politik im Landkreis

Die letzten Kommunalwahlen im Landkreis Dingolfing-Landau fanden am 15. März 2020 statt. Die Wähler stimmten wie folgt ab:

Seit dem 1. Mai 2020 ist Werner Bumeder von der CSU Landrat im Landkreis Dingolfing-Landau. Er wurde mit 61,9 Prozent der Stimmen als Nachfolger von Heinrich Trapp, der Mitglied der SPD ist, gewählt. Trapp durfte bei den Wahlen am 15. März 2020 nicht nochmals antreten, da das bayerische Wahlrecht eine Altersgrenze vorsieht. Er bestimmte von 1991 bis 2020 die Politik im Kreis.

Neben Bumeder wurden Dr. Franz Gassner von der CSU und Manuela Wälischmiller von den Freien Wählern als stellvertretende Landräte gewählt. Dr. Gassner ist außerdem Bürgermeister des Marktes Frontenhausen.

Dingolfing-Landau – die Wirtschaft

In Dingolfing-Landau haben viele Handwerksbetriebe sowie kleine und mittlere Unternehmen ihren Sitz. Doch auch Industrie ist im Landkreis ansässig. Zu den größten Arbeitgebern gehören unter anderem:

Die Stärke der Wirtschaft im Landkreis hat in den letzten Jahren nachgelassen. Während Dingolfing-Landau im Zukunftsatlas 2016 noch Platz 42 belegte, rutschte der Kreis drei Jahre später auf Platz 95 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten ab. Wohlstand, Stärke und Innovation werden von den Experten sehr positiv bewertet, doch sie sehen Schwächen in folgenden Bereichen:

Dingolfing-Landau – BMW ist prägend für den Landkreis

Die Bayerischen Motorenwerke (BMW) unterhalten in der Kreisstadt Dingolfing das größte Werk in Europa. Hier arbeiten rund 18.000 Menschen und 800 Auszubildende. Im Jahr 2019 liefen rund 285.000 Fahrzeuge vom Band. Gefertigt werden im Werk allein acht Modelle vom klassischen 3er bis zum luxuriösen 8er BMW. Zusätzlich fertigt das Werk Komponenten für BMW Elektrofahrzeuge und die Karosserien für Rolls-Royce. In Dingolfing schlägt dazu das Herz der weltweiten Logistik von Ersatzteilen der renommierten Automarke.