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Neues Extrem nach Hitzewelle: Enormer Temperatursturz in Bayern - Unwetter-Gefahr bleibt nach Gewitter-Nacht

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Von: Tanja Kipke

Nach drei Tagen Hitze kommt am Freitagabend die ersehnte Abkühlung. Und die hat es in sich, der DWD warnt vor schweren Unwettern. Auch am Samstag bleibt das Wetter ungemütlich.

Update vom 5. August, 8.16 Uhr: Teils schwere Gewitter zogen am späten Freitagabend und in der Nacht zum Samstag über Bayern. Mit im Gepäck: Blitz, Donner und heftiger Regen. Am Samstagmorgen hat sich die Wetterlage wieder beruhigt - dem Freistaat steht nun ein eher ungemütlicher, grauer und nasser Samstag bevor. Die Sonne macht sich erst einmal rar. Immerhin: Auch die hochsommerlichen Temperaturen der letzten Tage sind gesunken.

Wetter in Bayern: Viele Regen und wenig Sonne am Samstag

Die zweite gute Nachricht: Laut DWD sollen sich die Regenschauer im Tagesverlauf allmählich an den östlichen Alpenrand zurückziehend. Trotzdem bleibt es in fast allen Regionen des Freistaates heute bewölkt. Mit 21 bis 27 Grad wird es deutlich kühler als am Vortag.

Eine laut DWD „geringe Wahrscheinlichkeit“ für einzelne Gewitter mit Starkregen existiert heute nur am östlichen Alpenrand.

Update vom 5. August, 22.16 Uhr: Das bewegt sich was auf die Landeshauptstadt München zu. Rot leuchtend schieben sich Gewitterwolken auf der Warnkarte des DWD in Richtung Osten. Dem Süden Bayerns steht eine feuchte und stürmische Nacht bevor. Im Norden kann auch immer mal wieder zu Gewittern kommen. Der Großteil der Unwetter wird aber wohl am Alpenrand entlang ziehen. Hier ist heftiger Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² in kurzer Zeit sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 75 km/h (21m/s, 41kn, Bft 9) und kleinkörniger Hagel möglich.

Immer mehr Gewitterwolken drängen von Westen her nach Bayern.
Immer mehr Gewitterwolken drängen von Westen her nach Bayern. © Screenshot DWD

Update vom 5. August, 20.55 Uhr: Gewitterwolken haben inzwischen auch München erreicht. Die DWD-Karte ist in den Regionen südlich und westlich der Landeshauptstadt bereits orange eingefärbt. In den betroffenen Gebieten kann es Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 l/m² in kurzer Zeit sowie Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h geben.

Wetter in Bayern: Erste Gewitter ziehen über den Freistaat hinweg

Update vom 5. August, 20.17 Uhr: Erste Gewitter haben Bayern erreicht. Auf der Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind rote und orange Flecken im Allgäu und in Alpennähe zu sehen. Im Allgäu warnt der DWD vor „SCHWEREM GEWITTER mit HEFTIGEM STARKREGEN und HAGEL“. In der Region um Garmisch-Partenkirchen bleibt es zunächst bei der Warnung vor schwerem Gewitter. Ob und wann in München die ersten Tropfen fallen, ist noch nicht ganz klar.

Erstmeldung vom 5. August, 10.43 Uhr: München – Die momentane Hitzewelle scheint am Freitagabend (5. August) ihr Ende zu finden. Gewitter ziehen nach Bayern, laut DWD soll es ordentlich krachen. Nach den letzten heißen Tagen sollen die Temperaturen auch am Freitag im ganzen Freistaat über die 30-Grad-Marke klettern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Ober- und Niederbayern, sowie Schwaben und Teile Frankens den 3. Tag infolge vor Hitze.

Wetter in Bayern: Auf Hitzewelle folgt Unwettergefahr – DWD warnt

Der - von vielen ersehnte - Wetterumschwung kommt offenbar schon am späten Freitagabend. „In den Abendstunden bis in die Nacht zum Samstag ziehen von Westen verbreitet schwere Gewitter auf“, schreibt der DWD in seiner Prognose. Der Wetterdienst hat daher eine Vorabinformation Unwetter vor schweren Gewittern herausgegeben, diese gilt von Freitag, 18 Uhr bis Samstag, 3 Uhr. Betroffen ist ganz Südbayern, von den Alpen bis hoch nach Augsburg und Landshut.

Der DWD warnt in einigen Regionen Bayerns am Freitag vor Hitze. Zudem gilt eine „Vorabinformation Unwetter“ für den Abend und die Nacht.
Der DWD warnt in einigen Regionen Bayerns am Freitag vor Hitze. Zudem gilt eine „Vorabinformation Unwetter“ für den Abend und die Nacht. © Screenshot DWD

Die Gewitter, die sich anbahnen, haben es in sich. Sie gehen laut DWD mit „schweren Sturmböen um 100 km/h, Hagel um 2 cm und teils extrem heftigem Starkregen von über 40 l/m² innerhalb einer Stunde einher.“ Über mehrere Stunden können örtlich noch deutlich höhere Mengen bis 70 l/m² fallen. In der zweiten Nachthälfte lassen die Gewitter von Westen her dann allmählich nach.

Wetterlage mit „hohem Unwetterpotential“

Die Vorabinformation diene als Hinweis auf eine Wetterlage mit „hohem Unwetterpotential“. Er solle die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen. Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen treten typischerweise zwar oft nur „sehr lokal auf“, treffen diese Orte dann aber meist mit voller Intensität. Wo genau die Gewitter auftreten werden und zu welchem Zeitpunkt, könne erst mit den amtlichen Warnungen im Verlauf des Tages prognostiziert werden.

Im Süden Bayern ist in der Nacht zum Samstag mit „heftigem Starkregen“ zu rechnen.
Im Süden Bayern ist in der Nacht zum Samstag mit „heftigem Starkregen“ zu rechnen. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archiv

Klar ist aber schonmal: Es wird deutlich kühler. Im Süden Bayerns, wo die Gewitter diesmal besonders zuschlagen, sinken die Temperaturen auf Höchstwerte um die 21 bis 23. Das Wochenende wird demnach zumindest für die Hälfte der Bayern deutlich kühler. Aber auch im Norden soll es keine 30 Grad mehr geben, sondern nur noch angenehme 24 bis 26 Grad. (tkip)

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