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Star-Koch Heinz Winkler ist tot – Schuhbeck-Weggefährte mit 73 Jahren in Bayern gestorben

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Von: Thomas Eldersch

Der Spitzenkoch Heinz Winkler ist gestorben. Er wurde 73 Jahre alt.
Der Spitzenkoch Heinz Winkler ist gestorben. Er wurde 73 Jahre alt. © VISTAPRESS/G. Chlebarov/imago

Der Star-Koch Heinz Winkler ist tot. In der Nacht auf Samstag starb er in einem Rosenheimer Krankenhaus im Beisein seiner Familie. Er wurde 73 Jahre alt.

Update vom 29. Oktober, 20.15 Uhr: Nach dem Tod des Spitzenkochs reagierte nun auch Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann, bei dem Heinz Winkler lernte und dessen Nachfolger er im berühmten Restaurant „Tantris“ in München wurde. Der Tod von Winkler habe ihn sehr getroffen, sagte Witzigmann laut einer Mitteilung am Samstag.

Mit der „Residenz“ in Aschau habe Winkler etwas Großartiges geschaffen und sei Teil der Kochgeschichte in Deutschland geworden. „Mein Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Mitarbeitern in Aschau und auch seinen Gästen. Die entstandene Lücke wird nur schwer zu schließen sein“, so Witzigmann.

Update vom 29. Oktober, 15.47 Uhr: Nach dem überraschenden Tod des Spitzenkochs Heinz Winkler hat sich jetzt das Hotel „Residenz Heinz Winkler“ zu Wort gemeldet. Der BR hat von den Verantwortlichen erfahren, dass Winkler an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben ist. Weiter heißt es, dass Winkler noch am Donnerstag im Hotel gearbeitet hat, aber auf dem Weg zum Auto zusammengebrochen war. Er wurde demnach reanimiert und ins Krankenhaus nach Rosenheim gebracht. Dort versetzten ihn die Ärzte in ein künstliches Koma. In der Nacht auf Samstag starb der 73-Jährige dann in der Klinik.

Star-Koch Heinz Winkler ist tot: In München erkochte er sich seine ersten drei Sterne

Erstmeldung vom 29. Oktober, 12.15 Uhr: Aschau im Chiemgau – Plötzlich ging es ganz schnell. Der berühmte Spitzenkoch Heinz Winkler ist überraschend in der Nacht auf Samstag in einem Krankenhaus verstorben. Er wurde 73 Jahre alt. Zuvor soll er laut Bild zusammengebrochen sein und musste wiederbelebt werden. In einer Klinik wurde er dann in ein künstliches Koma versetzt.

Winkler wurde 1949 in Brixen in Südtirol geboren. Mit 14 Jahren begann er seine Ausbildung zum Koch in Bozen, wie Chiemgau24.de schreibt. Anschließend lernte er in angesehenen Restaurants in Frankreich, Italien, Deutschland und der Schweiz das Kochhandwerk. Später arbeitete er sogar ein Jahr lang bei der französischen Kochlegende Paul Bocuse. 1978 verschlug es Winkler nach München. Hier sollte er die Nachfolge von Küchenchef Eckart Witzigmann im berühmten Tantris antreten. Dies gelang ihm auf höchstem Niveau. 1981 erkochte er sich dort drei Michelinsterne und konnte diese auch zehn Jahre halten.

Heinz Winkler (r.) übernahm von Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann (M.) das Münchner Restaurant Tantris.
Heinz Winkler (r.) übernahm von Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann (M.) das Münchner Restaurant Tantris. Dort arbeitete ebenfalls Alfons Schuhbeck (l.). © IMAGO/Heinz Gebhardt

1991 zog es ihn raus aus der großen Stadt nach Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim). Dort wurde er Inhaber und Küchenchef im Hotel „Residenz Heinz Winkler“. Dort gelang ihm erneut der Coup, drei Sterne zu erkochen. 2012 übernahm sein Sohn Alexander als Restaurantleiter. Doch der Patron vom Chiemsee blieb weiterhin das Aushängeschild des Hotels und zog Prominente und Politiker gleichermaßen an. Wie die Bild berichtet, träumte er aber bereits von seinem Ruhestand auf Mallorca.

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Heinz Winkler bricht in seinem Haus zusammen und wird in Klinik nach Rosenheim gebracht

Aus dem engsten Freundeskreis der Familie kam am Samstag die traurige Nachricht, Winkler sei gestorben. Die Bild zitiert ein befreundetes Ehepaar so: „Wir haben eben von seiner ersten Frau Evi die Nachricht erhalten, dass Heinz verstorben ist. Wir sind sehr bestürzt. Heinz war ein guter Freund. Wir waren vom ersten Tag an seine Gäste in der ‚Residenz in Aschau‘.“

Zuvor soll der 73-Jährige in seinem Privathaus in Aschau am Freitagabend plötzlich zusammengebrochen sein. Mit einem Krankenwagen wurde er in eine Klinik nach Rosenheim gebracht. Dort soll sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert haben, schreibt die Bild. „Er soll dem Tode näher als dem Leben sein“, hieß es aus dem Kreis der Angehörigen. Von Multiorganversagen war die Rede. In der Nacht auf Samstag verstarb der Spitzenkoch im Beisein seiner Familie im Krankenhaus.