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Unwetter beenden Hitzewelle in Bayern – Temperatursturz von über zehn Grad

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Von: Thomas Eldersch

Am Wochenende ziehen Gewitter und Unwetter über Bayern hinweg. Es wird merklich kühler. Aber lange hält das regnerische Wetter nicht an.

München – Eine Hitzewelle jagt die nächste. Abkühlung findet man derzeit wohl nur im nächsten Freibad oder Eisdiele. Aber zumindest kurzfristig steht in Bayern ein Wetterwechsel an. Dieser geht mit einem enormen Temperaturabfall und starken Unwettern einher. Nach dem Gewitter-Intermezzo geht es allerdings schon wieder heiß und trocken weiter.

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Unwetter in Bayern: Freitag kann es ungemütlich werden

Der Donnerstag, 4. August, geht vielerorts wieder als einer der heißesten Tage des Jahres in die Bücher ein. Am Rhein wurden bis zu 40 Grad gemessen. Und in Bayern sah es nicht viel anders aus. Am Untermain stiegen die Temperaturen ebenfalls über die 35-Grad-Marke. Bei solchen Werten sind tropische Nächte – also Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen – eine logische Konsequenz. Vor allem in den Städten wird die Wärme so stark gespeichert, dass es dort kaum abkühlen kann. Aber auch an Main und Donau bleibt es drückend warm.

Am Freitag zieht eine Gewitterfront über Bayern hinweg. Es kühlt merklich ab.
Am Freitag zieht eine Gewitterfront über Bayern hinweg. Es kühlt merklich ab. © Nicolas Armer/dpa

Die Abkühlung kommt aber. Am Freitag zieht von Westen her ein Gewitterband nach Bayern. Während es tagsüber noch einmal richtig heiß wird, steht ein Temperatursturz schon in den Startlöchern. Zunächst steigen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) die Werte noch einmal auf 27 Grad in der Rhön und 35 Grad in der südlichen Oberpfalz an. Die Landeshauptstadt München liegt mit 31 Grad im Mittelfeld. Ab dem Nachmittag nimmt allerdings das Gewitterrisiko immer weiter zu.

Der DWD warnt bereits auf seiner Homepage. „Örtlich Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, stürmische Böen um 70 km/h und kleiner Hagel. Kleinräumig Unwetter mit heftigem Starkregen um 40 l/qm sowie schwere Sturmböen bis 100 km/h wahrscheinlich.“ In der Nacht regnet es sich vielerorts ein. Als Erstes lockert es in Franken auf. Die Werte variieren in Bayern stark, zwischen elf und 19 Grad.

Temperatursturz im Süden, Sonne satt im Norden

Der Samstag beginnt im Süden des Freistaats weiter regnerisch. Hier purzeln die Temperaturen im Vergleich zu den Vortagen am gewaltigsten. In Berchtesgaden soll das Thermometer bei 19 Grad stehen bleiben. In München – unter dicken Regenwolken – werden es 23 Grad. Nur im vorwiegend trockenen Franken werden bereits wieder Werte über 25 Grad erreicht. Am Sonntag können in Alpennähe wieder ein paar Tropfen runterkommen. Die Werte in der Südhälfte liegen bei 22 bis 26 Grad. Im Norden strahlt die Sonne wieder intensiv, mit Top-Werten in Bamberg und Würzburg von 27 Grad.

Der Meteorologe Dominik Jung weiß, warum es nur ein kurzes Regen-Intermezzo wird. „Das blockierende Hoch auf dem Atlantik läuft ab Samstag wieder zur Hochform auf. Da gibt es für atlantische Regentiefs mit kühlen Luftmassen genau NULL durchkommen.“ Und Besserung ist nicht in Sicht. „Normal wird die hochsommerliche Wärme dafür genutzt, die Verdunstung anzutreiben, doch wenn nichts mehr zu verdunsten ist, da wird diese Wärme einfach zum weiteren Aufheizen verwendet.“ Nur langanhaltender Regen könne da helfen. Aber es sieht eher danach aus, als könnten wir den heißesten Sommer seit 1881 bekommen. (tel)

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