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„Kräftige Schneefälle“ zum Wochenende – Meteorologe spricht über „richtigen Absturz“ im Dezember

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Von: Felix Herz

Der Herbst 2022 wird mindestens der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Ändert aber nichts an kalten Wochen, die nun kommen.

München – Die Daten belegen das Gefühl der Menschen, dass der diesjährige Herbst doch sehr warm war – selbst in Zeiten des Klimawandels. Zwar stehen noch finale Auswertungen an, doch laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wird der Herbst 2022 als mindestens drittwärmster seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 in die Geschichte eingehen.

Meteorologe Dominik Jung blickt im neuesten Wetter-Video von wetternet auf YouTube derweil in die nahe Zukunft – und sieht kalte wie weiße Tage auf Bayern zukommen.

„Kräftige Schneefälle“ in Bayern: Kaltluft im Freistaat zum Wochenende

Während es am Donnerstag, 1. Dezember, noch bei leicht bewölktem Himmel und vereinzeltem Sonnenschein Temperaturen in Höhe von etwa drei Grad (München) und fünf Grad (Nürnberg) haben wird, sieht es zum Start des Wochenendes anders aus. Am Freitag, 2. Dezember, soll Schnee fallen. Tagsüber noch trüb, wird es laut Dominik Jung von wetternet zum Abend hin spannend.

Am kommenden Wochenende dürfte es in Bayern vielerorts schneien – rückblickend war der Herbst aber sehr warm, vor allem mit Blick auf die Historie.
Am kommenden Wochenende dürfte es in Bayern vielerorts schneien – rückblickend war der Herbst aber sehr warm, vor allem mit Blick auf die Historie. © Ralph Peters / IMAGO / Screenshot YouTube wetternet / Merkur-Collage

Ein Kältetief komme dann nach Bayern rein, so Jung, vom Südosten her. Dieses bringe in der Nacht zum Samstag, 3. Dezember, „kräftige Schneefälle“ mit sich. Fünf bis acht Zentimeter könnten in den Hochlagen über 400 Höhenmeter drin sein, erklärt der Meteorologe – doch auch in den tieferen Lagen könnte es schneien. Das Wochenende selbst wird dann wieder trockener, die Temperaturen pendeln sich im Freistaat dann bei fünf bis sechs Grad ein.

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„Richtiger Absturz“ im Dezember? Herbst 2022 in der Top 3

Zum Ende des Videos auf dem YouTube-Kanal von wetternet blickt Experte Dominik Jung noch in die nahe Zukunft. Bis zum 16. Dezember zeigt die Karte die verschiedenen Wetter-Berechnungen. Und Dominik Jung ist erstaunt: „Und da ist ein richtiger Absturz zu sehen, der Hauptlauf geht runter auf bis zu minus 15 Grad, tagsüber Dauerfrost um die minus fünf bis minus zehn Grad“. Er schränkt aber auch ein: Das Mittel der Berechnungen zeige gemäßigtere Temperaturen weiter oben, rund um die Null-Grad-Grenze wird sich das Wetter demnach eher halten. Ausschläge nach unten sind aber definitiv möglich.

Fast schon ironisch wirkt da der Rückblick auf den diesjährigen Herbst. Doch dieser war sehr warm – das belegen inzwischen auch die ersten Auswertungen der Daten. Mit durchschnittlich 10,1 Grad ist der Herbst 2022 derzeit der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Auf Platz zwei liegt der Herbst aus dem Jahr 2014 – ebenfalls mit 10,1 Grad. Ein Wechsel, nach Abschluss der finalen Bewertungen, ist also noch möglich. Der aktuell wärmste Herbst seit Ende des 19. Jahrhunderts ist der aus dem Jahr 2006 – mit 10,9 Grad. (fhz)

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