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WM-Schauen richtig gemacht: Verbraucherzentrale Bayern gibt Tipps, damit kein Bußgeld droht

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Von: Thomas Eldersch

Hat die WM-Euphorie nun doch noch zugeschlagen? Wer jetzt eine Fußball-Party plant, sollte einiges beachten. Was genau, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern.

München – Eigentlich will sie gefühlt keiner schauen: die WM 2022 in Katar. Dennoch sahen laut Zahlen der ARD das Deutschland-Spanien-Spiel am Sonntag rund 17 Millionen Menschen. Im Vergleich dazu schaffte das Spiel gegen Japan nur 9,23 Millionen Zuschauer. Das Interesse ist also doch da. Jetzt muss nur noch der Rahmen passen. Hierfür gibt die Verbraucherzentrale Bayern nützliche Tipps.

WM-Party Zuhause: Verbraucherzentrale Bayern gibt Tipps für ein gutes Gelingen

Das nächste, entscheidende Gruppenspiel für die deutsche Nationalmannschaft findet am Donnerstag um 20 Uhr statt. Die meisten haben zu diesem Zeitpunkt schon Feierabend. Sollte man jedoch ein WM-Spiel während der Arbeitszeit verfolgen wollen, gilt es Folgendes zu beachten. Grundsätzlich hat man „keinen Anspruch auf Freistellung“ schreibt die Verbraucherzentrale Bayern. Nur, wenn es der Arbeitgeber ausdrücklich genehmigt, darf während der Arbeitszeit Fußball geschaut werden. Sollte dies nicht erlaubt sein und man macht es trotzdem, droht im schlimmsten Fall eine Abmahnung. Häufig drücken kulante Chefs ein Auge zu – wenn nicht, hilft nur noch Urlaub nehmen.

Am Donnerstag sollten jedoch die meisten Fans bereits Feierabend haben. Dann bietet sich eine kleine WM-Party im eigenen Heim an. Aber auch hier ist nicht alles erlaubt. Vor allem lautes Geschrei und Jubel können nicht fußballbegeisterte Nachbarn schnell auf die Palme bringen. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man schon ein paar Tage zuvor seine Party ankündigt.

Fußball mit Freunden schauen macht Spaß. Noch mehr, wenn man sich an bestimmte Regeln hält.
Fußball mit Freunden schauen macht Spaß. Noch mehr, wenn man sich an bestimmte Regeln hält. © Marius Becker/dpa/Symbolbild

Ansonsten gilt ab 22 Uhr Nachtruhe nach dem Lärmbelästigungsgesetz. Ab dann ist eigentlich nur noch Zimmerlautstärke gestattet. Tolerante Nachbarn haben in der Regel nichts gegen ein paar Emotionen im Eifer des Gefechts. Nach dem Abpfiff oder im gemeinsamen Hausflur sollte die Lautstärke allerdings ein wenig gedrosselt werden. Denn sonst könnte man Besuch von der Polizei auf seiner WM-Party bekommen.

WM-Party und Grillen gehören einfach zusammen

Auch wenn es derzeit eher kalt und ungemütlich vor der Tür ist, für einige ist Grillen und Fußball schauen unzertrennlich verbunden. Im Garten seines Eigenheims grundsätzlich kein Problem. Bis 22 Uhr dürfen hier Grundstückseigentümer laut Verbraucherzentrale Bayern ohne Gefahr eine Grillparty veranstalten. Auf dem Balkon der Mietwohnung könnte es schon anders aussehen. Nachbarn sollten sich hier nicht belästigt fühlen. Daher besser vorher prüfen, wie die Vereinbarungen im Haus zum Thema Grillen geregelt sind. Ähnliches gilt übrigens fürs Rauchen. Gegen eine Zigarette in der Wohnung oder auf dem Balkon sollte nichts einzuwenden sein. Aber im gemeinsamen Treppenhaus sollte man vorsichtig sein.

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Sollte es Deutschland am Donnerstag aus der Gruppenphase schaffen und man will seine Freude darüber mit der Welt teilen, ist häufig ein Autokorso das Mittel der Wahl. Aber auch hier gilt es einiges zu beachten. „Exzessive Hupkonzerte oder riskante Überholmanöver“ können schnell zu einem Bußgeld führen. Auch wenn die Polizei normalerweise ein Auge zudrückt, gewisse Grundregeln, wie beispielsweise nicht betrunken Autofahren, müssen dennoch befolgt werden.

Und noch einen letzten Tipp hat die Verbraucherzentrale Bayern für Fußballfans. Sollte man auf der WM-Party Musik spielen, muss darauf geachtet werden, dass die Veranstaltung eine Privatparty bleibt. Bei einer öffentlichen Feier können sonst ganz schnell hohe Kosten auf einen zukommen. Grund ist die Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte). Spielt man kostenpflichtige Musik auf einer öffentlichen Veranstaltung, braucht man eine Lizenz. Privat ist diese nicht vorgeschrieben. (tel)