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Corona in Bayern: Söder warnt vor neuer Variante und fordet massive Regelverschärfungen

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Von: Thomas Eldersch, Katarina Amtmann

Ist die neue Corona-Variante bereits in Bayern? Zwei Flug-Passagiere aus Kapstadt wurden in München positiv getestet.

+++ An dieser Stelle beenden wir unsere Berichterstattung. Über die weitere Corona-Entwicklung in Bayern halten wir Sie in unserem aktuellen News-Ticker auf dem Laufenden. +++

Update vom 27. November, 17.37 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Empfehlung der wissenschaftlichen Akademie Leopoldina für sofortige Kontaktbeschränkungen auch für Corona-Geimpfte als „einen Warn- und Weckruf an Berlin“ bezeichnet. „Die Lage ist ernster, als die meisten glauben“, sagte Söder gegenüber Deutschen Presse-Agentur. „Und Omikron könnte zu einer neuen Bedrohung werden“, betonte er im Hinblick auf die im südlichen Afrika neu entdeckte Virusvariante. „Wir sollten daher die Hinweise der Leopoldina sehr ernst nehmen und rasch beraten“, sagte Söder.

Ferner schloss Söder eine Rückkehr zu weiteren Geisterspielen im Fußball nicht aus. „Wir müssen uns die nächsten Tage unterhalten. Es müssen auf jeden Fall die Zuschauerzahlen deutlich reduziert werden“, sagte Söder am Samstag dem TV-Sender Sky. Abstandhalten sei zwar möglich, aber die Anfahrt sei immer ein Problem. „Wir können bei diesen ganzen Fragen nichts ausschließen“, sagte der CSU-Politiker weiter. In Sachsen wird bereits ohne Zuschauer gespielt.

Update vom 27. November, 16.21 Uhr: In München, wo die Inzidenz aktuell bei 479,8 (Quelle RKI, Stand: 27. November) liegt, kam am Freitagabend, 26. November, eine Maschine aus Kapstadt am Franz-Josef-Strauss-Flughafen an. Zwei der Passagiere wurden jetzt positiv auf das Coronavirus getestet.

Corona: Positiv-Getestete in München nach Kapstadt-Flug - Varianten-Prüfung läuft

Das gab eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bekannt. Beide seien isoliert. Um welche Variante des Virus es sich dabei handelt, war zunächst unklar. Es laufe die Genomsequenzierung um herauszufinden, ob es sich bei den Proben tatsächlich um die neue besorgniserregende Variante Omikron handelt. Die Öffentlichkeit werde über das Ergebnis sofort informiert, sobald es vorliege.

Update vom 27. November, 9.55 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder sprach auf den Pressekonferenzen am Freitag in den am stärksten von Corona betroffenen Regionen davon, dass bei den Infektionszahlen eine leichte Stagnation eingesetzt hat. Das können die Zahlen des RKI vom Samstag untermauern. Die Inzidenz für den Freistaat fiel am Samstag von 652,3 auf 634,5. Damit ist Bayern allerdings immer noch Spitzenreiter unter den alten Bundesländern. Dem RKI wurden 12.422 Neuinfektionen gemeldet. 72 Menschen starben in Bayern in den vergangenen 24 Stunden.

Die Zahl der Hotspot-Regionen hat sich im Vergleich zu Freitag ebenfalls dezimiert. Sie sank von zwölf auf neun. Unter die Inzidenzgrenze von 1000 sind die Landkreise Ostallgäu (993,6), Deggendorf (950) und Berchtesgadener Land (936,7) gerutscht. Spitzenreiter in Bayern bleibt weiterhin der Kreis Freyung-Grafenau mit 1410,2. Die Landeshauptstadt München bestätigt hingegen den Trend der vergangenen Woche und ist unter den Wert von 500 gefallen. Die Isar-Metropole liegt jetzt bei 479,8.

Keinen Grund zur Freude geben aber die Zahlen des DIVI-Intensivregisters. 1041 Menschen müssen in Bayern am Samstag intensivmedizinisch betreut werden. Davon werden 556 invasiv beatmet. Insgesamt sind 2861 Intensivbetten im Freistaat belegt. 338 sind aktuell noch frei.

Corona in Bayern: Schwerkranke Patienten werden in andere Bundesländer geflogen

Update 19.00 Uhr: Sechs Corona-Intensivpatienten aus Bayern sind am frühen Freitagabend mit einer Maschine der Luftwaffe am Flughafen Münster/Osnbrück gelandet. Der Airbus A310 MedEvac setzte gegen 17.30 Uhr in Greven auf, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Die Schwerkranken wurden auf dem Luftweg aus Memmingen in Bayern nach Nordrhein-Westfalen gebracht und dort weiter auf verschiedene Kliniken verteilt.

Die Bundeswehr hilft damit erstmals dabei, Krankenhäuser in Regionen mit besonders vielen Corona-Patienten zu entlasten. Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Es handelt sich um den Airbus A310 MedEvac, eine „fliegende Intensivstation“ mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH. In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden.

Dramatische Corona-Lage: Söder fürchtet „Komplett-Überlastung“ und will radikalen Schritt

Update 15.07 Uhr: Söder schließt eine Impfpflicht nur in Bayern aus. Hier würde die Rechtssicherheit fehlen. Das könne nur im Bund gelöst werden. „Aber in der jetzigen Situation geht es nicht anders.“ Söder richtet sich direkt an Robert Habeck sich schnell an eine Überarbeitung des Infektionsschutzgesetzes zu machen. Er blickt mit Sorge auf den 15. Dezember, an dem viele Bestimmungen auslaufen sollen. Es braucht eine klare rechtliche Regelung und „ab dem 15. 12. sind die Hotspots hilflos“. Söder ärgert sich auch, über die häufigen Absagen von Gesprächen auf Bundesebene.

Update 15.03: Zwei große Anliegen richtet der Chef der Rottal-Inn-Kliniken, Gerhard Schlegel, an die Bevölkerung. Die Menschen sollen Abstand halten und Kontakte reduzieren. Sie sollen sich weiterhin impfen lassen und dass man nicht an einer allgemeinen Impfpflicht vorbeikommen.

Update 14.50 Uhr: Christian Bernreiter, Landrat von Deggendorf und Präsident der bayerischen Landräte, richtet einen flammenden Appell nach Berlin. Dort darf man sich nicht so viel Zeit lassen. Es muss jetzt gehandelt werden. „Wir befinden uns hier in Passau, in einem Hochwassergebiet. Da kann man auch nicht zuschauen, wie das Wasser steigt“, bringt Bernreiter leidenschaftlich vor. Weiter hofft der Landrat auf eine bessere Verteilung der Impfstoffe. Hier müsse es schneller vorangehen. Sowohl Biontech- als auch Moderna-Impfstoffe seien knapp.

Corona in Bayern: Söder fordert erneut die allgemeine Impfpflicht ab dem neuen Jahr und eine Bundesnotbremse

Update 14.41 Uhr: Als Nächstes spricht Gesundheitsminister Holetschek. Er bestätigt, dass man versucht Pflegekräfte zu reaktivieren. Er ist außerdem froh, dass Patienten im Kleeblattsystem in andere Länder in Deutschland gebracht werden können. Die zweite Stufe wäre ein Transport ins Ausland. Die dritte Stufe wäre dann die Triage, betont Holetschek. Man müsse jetzt auch flexibler in der Bürokratie werden. Die Angestellten müssen die Zeit für die Pflege der Patienten haben. Zudem müssen die Pflegekräfte Steuererleichterungen bekommen. Hier ist der Bund gefordert.

Update 14.38 Uhr: „Es braucht jetzt auch ein klares Signal vom Bund, wie wir durch den Corona-Winter zu kommen“, sagt Söder. Der Übergang zur neuen Bundesregierung müsse schneller vonstattengehen. „Einheitliche Regelungen und keine regionalen Flickenteppiche“, fordert der Landeschef. Er fordert erneut eine Bundesnotbremse. Man sei außerdem bereit auf die neue Entwicklung in Südafrika zu reagieren. Dort trat eine neue Mutation des Coronavirus auf.

Update 14.33 Uhr: Söder unterstreicht die gute Zusammenarbeit unter den Landräten, Bürgermeistern und der Regierung. Es werde jetzt versucht, jedes Bett in Bayern zu aktivieren. Es wird versucht Pflegekräfte zurückzugewinnen. Krankenhäuser sollen auch finanziell unterstützt werden. Unnötige Arbeiten (Dokumentationen) sollen ausgesetzt werden, um Kapazitäten freizusetzen. Wichtig sei auch weiterhin, die Impfquote zu erhöhen. Es brauche eine allgemeine Impfpflicht ab dem 1. Januar, so Söder. Die Impfstoffverteilung müsse besser organisiert werden. Hotspots müssten schneller an Impfstoff kommen, fordert der CSU-Chef. Es müsse außerdem eine Freigabe erfolgen, dass auch Apotheken und alle Ärzte impfen dürfen.

Update 14.30 Uhr: Mit leichter Verzögerung beginnt die Pressekonferenz im Schloss Neuburg am Inn. Söder betont zu Beginn seiner Rede noch einmal vor der Heimtücke des Virus. „Wir stehen vor einer großen Depression.“ Die Corona-Pandemie wird nicht nur in Niederbayern grassieren, sondern sich auf ganz Deutschland ausweiten. Bayern liege jetzt auf Platz fünf in Deutschland, aber das sei kein Grund zur Freude. Die Zahlen von jetzt würden sich in zwei Wochen in den Krankenhäusern niederschlagen.

Update 13.46 Uhr: Um 14.15 Uhr findet eine weitere Pressekonferenz von Markus Söder und Klaus Holetschek statt. Auf dem Schloss Neuburg am Inn im Landkreis Passau hat sich der Landeschef mit den Vertretern der Hotspot-Regionen der Stadt Passau sowie der Landkreise Deggendorf, Dingolfing-Landau, Freyung-Grafenau, Passau, Regen und Rottal-Inn getroffen. Thema der Gespräche war natürlich die Corona-Krise.

Video: Hier finden Sie die gesamte Pressekonferenz zum nochmal schauen

Corona in Bayern: SPD Bayern kritisiert die Corona-Politik von Markus Söder scharf

Update 13.02 Uhr: Während sich Söder und Holetschek im Kritisieren der Ampel-Koalition ergehen, hagelt es für die Regierung und ihrer Corona-Politik negatives Lob von der Opposition. Bayerns SPD-Chef Florian von Brunn sagte am Freitag in München über den Landeschef: „Ich habe immer ernstere Zweifel, ob er geeignet ist, dieses Bundesland zu führen.“ Er warf Söder „Planlosigkeit“ vor, etwa beim Herunterfahren der Impfzentren über den Sommer und bei der Bereitstellung kostenloser Schnelltests.

Da es zu wenige Schnelltests gebe, aber fast überall inzwischen 2G plus gelte, sei das ein „Quasi-Lockdown“ für alle. „Die Ursache ist das viel zu späte und planlose Vorgehen von Herrn Söder und der Staatsregierung.“ Impfzentren bekämen kein Personal, die Kommunen würden viel zu kurzfristig über Änderungen informiert. All das führe zu massiven Organisationsproblemen, sagte von Brunn. Söder trage die alleinige Verantwortung für die sozialen und wirtschaftlichen Folgen, wenn es zu weiteren Einschränkungen im Freistaat kommen müsse. „Das ist dann der Söder-Lockdown“, sagte der SPD-Landes- und Fraktionschef.

Seine Kollegin und Gesundheitsexpertin der SPD, Ruth Waldmann, forderte derweil alle Ärzte - auch die bereits in Rente befindlichen - auf, beim Impfen zu helfen. „Ärztinnen und Ärzte in Rente, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Fachärztinnen und Fachärzte - alle Personen, die eine Spritze setzen dürfen, sollen sich am Impfen beteiligen. Das ist aktuell das Allerwichtigste!“, so Waldmann.

Corona in Bayern: Covid-Patienten werden in den Norden Deutschlands geflogen

Update 10.35 Uhr: Unterdessen bereitet sich die Luftwaffe vor, ab heute, Freitag, 26. November, schwer kranke Corona-Patienten von Memmingen aus in andere Bundesländer zu verlegen. Dabei kommt auch die sogenannte „fliegende Intensivstation“ zum Einsatz, ein Airbus. Der erste Flug soll um 14 Uhr starten.

Update 9.54 Uhr: Sorgen macht sich der Gesundheitsminister auch vor der neuen Virusmutante aus Südafrika. Die Einreise aus dem Land müsse sofort gestoppt werden. Ebenfalls an den Bund wendet sich der Landrat von Traunstein, Siefried Walch. Alle müssen jetzt an einem Strang ziehen.

Update 9.49 Uhr: „Wir müssen in dieser Phase bestehen“, drückt der CSU-Chef seine Dankbarkeit an die Politiker in den Hotspot-Regionen aus. Als Nächstes spricht sein Gesundheitsminister Holetschek. Er will alles tun, um den Menschen in den Kliniken zu helfen - auch finanziell. Holetschek wünscht sich eine schnelle Klärung Personalie des neuen Bundesgesundheitsministers. „Es muss im Bund gehandelt werden“. Es brauche auch mehr Biontech-Impfstoff.

Update 9.45 Uhr: Es braucht eine einheitliche Bundesregelung. Es reiche nicht aus nur regional zu reagieren. „Deutschland ist mittlerweile das Corona-Sorgenkind in Europa.“ Söder kritisiert weiter die künftige Ampel-Regierung. Dort soll man sich schneller mit der Pandemie beschäftigen. „Wir brauchen eine Eindämmungsstrategie.“ Er fordert eine einheitliche Bundesnotbremse. Es müssen schneller Entscheidungen getroffen werden.

Corona in Bayern: Söder setzt bei der Bekämpfung der Pandemie weiter aufs Impfen

Update 9.42 Uhr: Alle Betten müssen genutzt werden. Es soll dafür auch zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt werden. Auch die Bundeswehr soll weiter mithelfen. „Impfen, was geht“, appelliert Söder. Die Impfzentren sollen die Hauptarbeit übernehmen, aber auch Hausärzte sollen mit eingebunden werden. Der CSU-Chef spricht auch von Kinder-Impfstraßen, nachdem die EMA den Impfstoff von Biontech auch für Fünf- bis Elfjährige freigegeben hat. Söder spricht sich auch noch einmal für eine allgemeine Impfpflicht aus. Sein Appell an den Bund. „Wir brauchen eigentlich eine Impfpflicht zum neuen Jahr.“

Update 9.40 Uhr: Markus Söder beginnt seine Rede. „Die Lage bleibt weiter sehr dramatisch“, beginnt er. Eine niedrige Impfquote, hohe Zahlen im angrenzenden Ausland sowie eine hohe Anzahl an Impfdurchbrüchen machen dem Freistaat zu schaffen. Dennoch konnte der extreme Anstieg wohl vorerst gestoppt werden. Söder fürchtet trotzdem eine „Komplett-Überlastung des Gesundheitssystems in Bayern und ganz Deutschland“.

Update vom 26. November, 9.36 Uhr: In Kürze beginnt eine erste Pressekonferenz in Rosenheim mit Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Die beiden Politiker machen am heutigen Freitag eine Reise durch die größten Corona-Hotspots in Bayern.

Update vom 26. November, 8.33 Uhr: Erneut ist die Inzidenz in Bayer leicht gestiegen. Nach Angaben des RKIs liegt der Wert heute bei 652,3 - am Vortag lag es noch bei 641,1. Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter 16 552 Neuinfektionen.

Die höchste Inzidenz hat derzeit der Landkreis Freyung-Grafenau - mit 1451,1, gefolgt von den Kreisen Rosenheim und Rottal-Inn.
Insgesamt lagen zwölf Landkreise und Städte über der 1000er-Marke. Am Freitag traten schärfere Regeln für die Landkreise Regen, Passau und Ostallgäu in Kraft. Das öffentliche Leben wurde dort weitgehend heruntergefahren.

Corona-Trendwende in München: Im Vergleich zu den Vortagen ist die Inzidenz in der Landeshauptstadt erstmals wieder gestiegen - wenn auch nur leicht. Laut Angaben des RKI beträgt der Wert am heutigen Freitag 498,9. Zum Vergleich: Am Vortag lag dieser bei 497,6. Seit Sonntag war die Inzidenz abgestürzt - von knapp 800 auf knapp 500.

Corona in Bayern: Inzidenz steigt - Droht Lockdown an Weihnachten?

Nach Angaben des Divi-Intensivregisters waren am Freitagmorgen (Stand: 6.15 Uhr) 287 der 3210 Intensivbetten in Bayern frei. 1021
Patientinnen und Patienten werden wegen Covid-19 auf den Intensivstationen behandelt. Am Donnerstagmorgen waren es noch 539.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Pilsinger fordert strenge Corona-Maßnahmen um die Feiertage im
Dezember. „Um das Schlimmste zu verhindern ist ein strenger Weihnachtslockdown für alle Bürger ähnlich wie letztes Jahr in Italien notwendig“, sagte der Gesundheitspolitiker der „Augsburger Allgemeinen“. Man müsse unbedingt handeln, um zu verhindern, dass es Anfang nächsten Jahres einen völligen Kollaps des Gesundheitssystems mit vielen Corona-Toten gebe, wie zum Beispiel im Vorjahr in Bergamo.

Eine Überlastung des Gesundheitssystems und der Intensivstationen sei bei den massiv wachsenden Infektionszahlen nicht mehr vermeidbar. Die Zeit um den Jahreswechsel sei praktikabel: „In diesem Ferienzeitraum sind die negativen Auswirkungen eines Lockdown zur Brechung der Welle für die Kinder und die Wirtschaft am geringsten“, sagte er.

Ursprüngliche Meldung vom 26. November: Rosenheim - Die Corona-Lage in Bayern ist angespannt. Am Donnerstag (25. November) lagen elf Regionen über einer Inzidenz von 1000. Am Freitag reisen Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) in die Hotspot-Regionen im Freistaat. Die Politiker wollen sich dort ein Bild von der aktuellen Lage machen und mit Vertretern der Städte und Landkreise sprechen, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Söder besucht Corona-Hotspots in Bayern - Pressekonferenzen angekündigt

Zunächst wollen Söder und Holetschek am Morgen in Rosenheim mit den Vertretern der Stadt Rosenheim sowie der Landkreise Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn, Rosenheim und Traunstein im Rathaus Rosenheim sprechen. Am Mittag ist dann ein Treffen mit Vertretern der Stadt Passau sowie der Landkreise Deggendorf, Dingolfing-Landau, Freyung-Grafenau, Passau, Regen und Rottal-Inn auf Schloss Neuburg am Inn im Landkreis Passau geplant. Jeweils anschließend sind Pressekonferenzen angesetzt.

Corona-Hotspots in Bayern - Neue Regeln seit Mittwoch

In den Hotspot-Regionen (Inzidenz über 1000) muss - die Regel gilt seit Mittwoch - das öffentliche Leben in weiten Teilen heruntergefahren werden. Dann müssen Gastronomie (außer Kantinen und Mitnahmeangebote) sowie Beherbergungsbetriebe aller Art, Sport- und Kulturstätten schließen, Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen werden untersagt. Die Regel greift, wenn eine Region nach Zahlen des Robert Koch-Instituts die 1000er-Marke überschreitet - und dann jeweils ab dem Folgetag. Seit Donnerstag galt die Hotspot-Regel bereits in acht Landkreisen und kreisfreien Städten, am Freitag kommen nochmals drei hinzu. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA