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Eishalle in Memmingen geräumt: Gas bei Eishockeyspiel ausgetreten – 46 Menschen verletzt

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Von: Stefanie Fischhaber

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Wegen eines Gasaustritts musste die Feuerwehr das Memminger Eisstadion räumen. (Symbolbild) © Peter Schatz/ Imago

Wegen eines Gasaustritts musste ein Eishockeyspiel in Memmingen vorzeitig abgebrochen werden. Die Spielerinnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Ursache ist noch unklar.

Memmingen - Das erste Match der neuen Saison in der Frauen-Eishockey-Bundesliga endete für die Spielerinnen des ECDC Memmingen Indians und ihre Gegnerinnen vorzeitig: Mehrere Spielerinnen klagten in der Partie gegen den EC Bergkamener Bären über Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme. Während des Eishockeyspiels in der Eissporthalle in Memmingen trat giftiges Kohlenmonoxid aus. Etliche Spielerinnen und Zuschauer wurden dabei verletzt.

Memminger Eisstadion wird evakuiert: 46 Verletzte nach Gasaustritt

Wie die Deutsche Frauen Eishockeyliga in den sozialen Medien mitteilte, musste das Spiel nach 40 Minuten bei einem Spielstand von 5:0 abgebrochen werden, weil etliche Spielerinnen an Kopfschmerzen, Atembeschwerden oder Übelkeit litten. Daraufhin wurde die Halle am Samstagabend (1. Oktober) evakuiert.

Wie ein Polizeisprecher dem Bayerischen Rundfunk mitteilte, erlitten 46 Personen Verletzungen. Sie wurden in naheliegenden Krankenhäusern behandelt. Fast alle Spielerinnen klagten demnach über Schwindel, Übelkeit, Kopfweh oder Druck auf den Ohren. Der Großteil der Betroffenen konnte noch in der Nacht aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Eishockeyspiel wegen Kohlenmonoxidgehalt abgebrochen: Ursache unklar

Grund für die Beschwerden war ein erhöhter Kohlenmonoxidgehalt in der Eishalle, wie die Feuerwehr bei anschließenden Messungen feststellte. „Die Kohlenmonoxidwerte waren zwar messbar, aber glücklicherweise nicht kritisch“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Nachdem die Einsatzkräfte eine erhöhte Konzentration des geruchlosen Gases festgestellt hatten, wurde das Gebäude belüftet.

Die Ursache für den erhöhten Kohlenmonoxidgehalt ist noch nicht genau geklärt. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Defekt am Verbrennungsmotor einer Eismaschine der Auslöser sein könnte. Wie die Feuerwehr Memmingen dem BR mitteilte, konnte ein Gasleck in der Eishalle bereits ausgeschlossen werden. Auch die für Sonntag (2. Oktober) geplante zweite Begegnung des ECDC Memmingen mit den EC Bergkamen wurde abgesagt. (sf/dpa)