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Wanderer aus Raum München bricht plötzlich zusammen und stirbt - Schnee erschwert Rettungseinsatz enorm

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Von: Gabi Werner

Schnee liegt am Dienstag auf den Bergen rund um den Schliersee. (Archivbild)
Schnee liegt am Dienstag auf den Bergen rund um den Schliersee. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa

Auf dem Weg von Neuhaus zur Bodenschneid brach ein Wanderer (76) am Sonntagvormittag bewusstlos zusammen. Der Notarzt musste den Tod des Mannes feststellen. 

Neuhaus - Die Alarmierung der Bergwacht-Bereitschaft Schliersee erfolgte am Sonntag (30. Januar) um 9.25 Uhr: Den Rettungskräften wurde ein bewusstloser Mann an der Dürnbach Kapelle auf dem Forstweg zwischen Neuhaus und Bodenschneid gemeldet. Der Einsatzleiter verständigte daraufhin umgehend die zuständigen Einsatzkräfte und Bergwacht-Notarzt Dr. Christian Bremm, der ganz in der Nähe des Einsatzortes wohnt. Zusätzliche Einsatzkräfte aus Schliersee und München, die am Spitzingsee ihren Wochenend-Dienst verrichteten, eilten ebenfalls herbei.

Wandergruppe aus dem Raum München: Mitglied bricht plötzlich zusammen

Was war passiert? Wie Lorenz Haberle, Pressesprecher der Bergwacht Schliersee, berichtet, war eine Wandergruppe aus dem Raum München von Neuhaus in Richtung Bodenschneid unterwegs. Nach kurzer Zeit, bei der Dürnbach Kapelle, klagte einer der Wanderer - ein 76-jähriger Mann - plötzlich über Übelkeit und brach bewusstlos zusammen. Seine Kameraden leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein.

Schnee erschwert Rettungseinsatz erheblich

Inzwischen hatten sich auch die Rettungskräfte auf den Weg gemacht. Aufgrund der Schneelage war die Forststraße für die Einsatzfahrzeuge allerdings nicht befahrbar, die Helfer mussten sich zu Fuß in Richtung Einsatzort aufmachen. Vor Ort setzten die Einsatzkräfte die Reanimationsmaßnahmen fort - allerdings konnte der eintreffende Bergwacht-Notarzt nurmehr den Tod des Wanderers feststellen.

Auch der Abtransport gestaltete sich schwierig. Zur Unterstützung wurden die Bergwacht-Kameraden aus Hausham angefordert, deren Einsatzkräfte den Ort von oben her erreichen konnten und zudem über einen Akia verfügen. Mit dem Rettungsschlitten wurde der Verstorbene schließlich zur Dürnbachstraße gebracht und einem Bestattungsunternehmen übergeben. Der Kriseninterventionsdienst der Bergwacht kümmerte sich um die schockierte Wandergruppe.

Im Einsatz waren die Bergwacht Schliersee (fünf Einsatzkräfte) sowie die Bereitschaften aus Hausham mit drei und aus München mit fünf Einsatzkräften.

In den USA kam zuletzt ebenfalls ein Wanderer ums Leben - wegen eines Selfies.

gab