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Großbrand in Nürnberg: Kita-Neubau völlig zerstört – Wie giftig war der Qualm?

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Von: Felix Herz

Ein Bagger bei den Aufräumarbeiten des ausgebrannten Kitaneubaus.
Nürnberg: Kinderhort durch Brand völlig zerstört © Daniel Karmann/picture alliance/dpa

Zwei ganze Tage kämpften Feuerwehrleute gegen den Großbrand im Norden Nürnbergs. Unheilvoll schwebte eine Rauchsäule über der Stadt – war sie giftig?

Nürnberg – Am Montag hatten verschiedene Katastrophenwarn-Apps in Nürnberg ausgeschlagen. Der Grund: Der Neubau eines Kinderhorts in der Grünewaldstraße stand in Flammen. Eine gewaltige Rauchsäule hing über der Stadt, die Feuerwehr von Nürnberg war im Großeinsatz. Der Löscheinsatz dauerte lange, immer wieder fingen neue Glutherde Feuer, Flammen züngelten aus dem Holzgebäude.

Mittwochvormittag dann endlich Sicherheit: Das Feuer war gelöscht, die Katastrophenwarn-Apps gaben Entwarnung. Jetzt stellen sich aber viele die Frage, ob der Qualm des Großbrandes giftig war – bei den verschiedenen brennenden Baumaterialien vielleicht ein naheliegender Verdacht?

Großbrand in Nürnberg: War der Qualm giftig?

Gegenüber nordbayern.de gibt die Berufsfeuerwehr Nürnberg Entwarnung: Der Rauch sei unkritisch, erklärt Sprecher Sebastian Kahl. Sie hätten zu keiner Zeit Hinweise gehabt, dass gefährliche Materialien verbrannt seien. In dem Gebäude sei vorwiegend Holz verbaut worden, die genutzten Dämmmaterialien würden nicht automatisch für einen giftigen „Qualm-Mix“ sorgen.

Natürlich hätten die Anwohner den Rauchgeruch wahrgenommen. Das geht aber schnell, heiße jedoch nicht, dass dieser direkt giftig oder gesundheitsgefährdend gewesen sei. Aus Vorsicht habe man trotzdem Anwohner gebeten, Fenster und Türen zu schließen – aus Sicht von Kehl ausreichende Vorsichtsmaßnahmen.

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Kitaneubau brennt in Nürnberg aus – Wetterlage hat geholfen

Zu Verletzten kam es bei dem Großbrand jedenfalls nicht. Auch habe die Wetterlage geholfen, heißt es auf nordbayern.de. Der Rauch sei nach oben abgezogen und nicht etwa in Richtung Innenstadt. Die Aufräumarbeiten dagegen sind weiterhin sehr anstrengend: Teils brennender Schutt muss abtransportiert werden, der ehemalige Neubaus des Kinderhorts eine unübersichtliche Ruine.

Ein Kindergarten-Neubau in Nürnberg fing Feuer. Immer wieder flammten Glutnester auf.
Ein Kindergarten-Neubau in Nürnberg fing Feuer. Immer wieder flammten Glutnester auf. © Daniel Karmann/dpa

12 Millionen Euro hatte das Projekt des Neubaus bisher verschlungen – das Geld ist nun unwiderruflich verloren, der Kinderhort muss komplett abgerissen werden. Hunderte Kinder hätten ab Herbst darin Platz finden sollen – für sie muss jetzt eine neue Lösung gefunden werden. (fhz)

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