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„Blackout – und dann?“ Flyer der Stadt verunsichern Bürger

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Von: Felix Herz

In der Energiekrise wächst auch die Sorge vor einem größeren Stromausfall. Die Stadt Rosenheim verschickte nun einen Flyer mit Hinweisen an die Bürger.

Rosenheim – Die Energiekrise bereitet nun schon seit Wochen vielen Bürgerinnen und Bürgern Sorge. Der mutmaßliche Angriff auf die Gasleitungen in der Ostsee verstärkt diese weiter. Viele Menschen machen sich jedoch nicht nur Sorgen vor einem kalten Winter, sondern auch vor einem größeren Blackout.

Denn wenn der Strom für längere Zeit und flächendeckend ausfallen würde, hätte dies katastrophale Folgen. Ein solches Szenario ist aber Experten zufolge unwahrscheinlich. Und doch verschickte die Stadt Rosenheim nun einen Blackout-Flyer – und verunsicherte damit viele Bürger.

Blackout-Flyer in Rosenheim: Viele Bürger verunsichert

„Blackout – und dann?“, heißt es auf dem von Rosenheim an alle Haushalte verschickten Flyer. Enthalten sind Informationen vor allem dazu, wie man sich auf ein solches Schreckensszenario vorbereitet, was die Folgen eines Stromausfalls sind und wie man sich während des Blackouts verhalten sollte.

In dem Blackout-Flyer der Stadt Rosenheim stehen Hinweise zu möglichen Stromausfällen.
In dem Blackout-Flyer der Stadt Rosenheim stehen Hinweise zu möglichen Stromausfällen. © Stadt Rosenheim

Relativ schlichte Informationen also, doch in der jetzigen, sowieso schon beunruhigten Situation hat dieser Flyer natürlich für reichlich Verunsicherung bei den Rosenheimern gesorgt. Einem Anwohner zufolge, den der BR anonym zitiert, sei der Flyer in der Arbeit das Gesprächsthema Nummer eins gewesen. Man sei sich einig gewesen: Wenn so etwas von der Stadt komme, dann sei auch etwas daran dran. Und: Wenn die Stadtverwaltung nur hätte informieren wollen, dann sei dieser Schuss nach hinten losgegangen, so der anonyme Rosenheimer zum BR.

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Bürgermeister-Brief ordnet Flyer ein – Stromausfälle dennoch nicht ausgeschlossen

Dem Flyer lag außerdem ein vom Bürgermeister, Andreas März, unterzeichneter Brief bei, schreibt der BR. Darin hieße es, man wolle mit dem Zettel keine Panik verbreiten, sondern die Bürgerinnen und Bürger mit grundsätzlichen Informationen ausstatten. Bisher hätten sich viele Menschen bei der Stadt gemeldet, einerseits, um sich für die Informationen zu bedanken, andererseits, um Sorgen auszudrücken oder den Flyer als übertrieben zu kritisieren.

Die Prognose für den Winter bleibt indessen gleich: Mit einem langanhaltenden und großflächigen Stromausfall, der katastrophale Folgen haben könnte, rechnen die Experten nicht. Allerdings sind kleinere Blackouts, die nur von kürzerer Dauer wären, nicht ausgeschlossen. (fhz)

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