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Nach heftigem Schneefall am Samstag: Wetter in Bayern beruhigt sich - doch es bleibt eisig und grau

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Von: Katharina Haase, Thomas Eldersch

Nach einem schneereichen Samstag beruhigt sich nun die Wetter-Lage in Bayern wieder. Es bleibt jedoch grau und eisig. Der Ticker.

Update vom 23. Januar, 10.38 Uhr: Nach einem komplett verschneiten Samstag hat sich die Wetter-Lage in Bayern am Sonntag wieder etwas beruhigt. Am Vortag waren vielerorts mehrere Zentimeter Schnee gefallen. Auch die Landeshauptstadt wurde in eine weiße Decke gehüllt. Dazu war es eisig kalt gewesen, mit teils kräftigen Böen.

Auch am Sonntag bleibt es meist bedeckt, hier und da noch ein paar Flocken oder Tropfen. Das große Schnee-Chaos ist jedoch vorerst vorüber. Ab dem Nachmittag bleibt es bayernweit größtenteils niederschlagsfrei. Größere Auflockerungen der grauen Wolkendecke sieht man am ehesten in Teilen Schwabens und Oberbayerns. Dabei erreichen die Höchstwerte plus 2 bis plus 7 Grad. Die Böen vom Samstag sind einem schwachen Wind gewichen.

Wetter in Bayern: Schnee-Chos lässt nach - doch es bleibt eisig

Auch in der Nacht zum Montag bleibt es überwiegend dicht bewölkt, zum Teil bilden sich Nebel und Hochnebel. Im Osten Bayerns sind vereinzelte Tropfen oder Flocken möglich. Nur in den Alpen und im südlichen Vorland bleibt es über größere zeitliche Abschnitte hinweg klar. Die Tiefstwerte liegen bei +3 bis -2, in den klaren Gebieten bei -3 bis -10 Grad. Auch örtliche Glätte durch Überfrieren oder Reif ist möglich. Wer Schnee- und Rodelspaß erleben möchte, ist in den bayerischen Alpen bestens aufgehoben. Bei bleibenden Minusgraden sind die dortigen Gipfel auch in der kommenden Woche bestens präpariert.

Das wechselhafte Wetter mit einer Mischung aus sonnigen Abschnitten, tristem Grau und gelegentlichem Niederschlag hält sich auch in der kommenden Woche weitestgehend. Die Temperaturen schwanken dabei je nach Höhenlage bei minus 9 bis plus 7 Grad.

Erstmeldung vom 22. Januar

München - Der Winter ist in Bayern angekommen. Während südlich von München und vor allem im Südosten des Freistaats Frau Holle kräftig ihre Kissen ausgeschüttelt hat, hat sich im Norden ein Schnee-Regen-Mix durchgesetzt. Das ist besonders gefährlich für Autofahrer. Hier droht vielerorts Glätte. In der Nacht auf Samstag gab es bereits zahlreiche Unfälle. Die Schneefälle und der Regen halten auch am Wochenende an, daher runter vom Gas.

Wetter in Bayern: Bis zu 60 Zentimeter Neuschnee im Südosten möglich

Am meisten geschneit hat es bislang in Alpennähe. Vor allem in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim geht es rund. Hier herrscht immer noch die zweithöchste Warnstufe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Eine „amtliche Unwetterwarnung vor starkem Schneefall“ bis Sonntag, 6 Uhr, gilt für die drei Regionen. Hier sind in Staulagen bis zu 60 Zentimeter Neuschnee drin. Dazu ist es stürmisch und es kann zu Schneeverwehungen kommen. Hier gilt Vorsicht auf der Straße. Wetteronline.de hat einmal nachgeschaut, wie viel von dem weißen Pulver tatsächlich schon runtergekommen ist. In Ruhpolding (Chiemgauer Alpen) melden sie 16 Zentimeter Neuschnee. Im Bayerischen Wald sind es 14 Zentimeter und in Oberstdorf (Allgäuer Alpen) sind noch einmal elf Zentimeter dazu gekommen.

Schnee so weit das Auge reicht. Das Wochenende in Bayern wird weiß.
Schnee so weit das Auge reicht. Das Wochenende in Bayern wird weiß. © Screenshot DWD

Rund um München schneit es auch am Samstag kräftig weiter. Das Schneeband zieht sich bis hoch nach Bayreuth und Hof. Nur in den Nordwesten - also nach Unterfranken, scheint sich der Winter nicht hinzutrauen. Das kann auch an einem „Betonhoch“ über Mitteleuropa liegen, schreibt Wetteronline.de. Dies hat sich dort festgesetzt und wird auch nicht so schnell verschwinden, heißt es. An seiner Ostflanke schaufelt es eiskalte Polarluft bis in die Türkei. Während an der Westflanke - also auch bei uns - eher mildes Wetter herrscht. Somit bleibt es in weiten Teilen Nordbayerns bei einem Schnee-Regen-Mix. Und das ist besonders gefährlich für Autofahrer. „Beim Übergang von Schnee in Regen vereinzelt Glatteis nicht ausgeschlossen“, heißt es beim DWD.

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Wetter in Bayern: Zahlreiche Unfälle in Bayern zum Start ins Wochenende

In der Nacht wurde das Wetter bereits vielen Autofahrern zum Verhängnis. Im Bayerischen Wald gab es in der Nacht auf Samstag sieben Unfälle. Dabei wurden rund um Straubing drei Menschen verletzt, heißt es von der Polizei. Und im Nürnberger Land ist ein Lkw auf der A9 in einen Graben gerutscht.

Dieses gefährliche Mischwetter hält auch noch den Samstag über an. Während es südlich der Donau mit durchschnittlich ein Grad winterlich kalt ist und schneit, gehen die Temperaturen nördlich davon immer weiter rauf. In Unterfranken sind bis zu sechs Grad möglich. Und an der Schnee-Regen-Grenze in Nürnberg werden es vier Grad. In der Nacht nehmen die Niederschläge immer weiter ab und am Sonntag schneit es nur noch vereinzelt im äußersten Südosten. (tel)