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Ärztin von Corona-Impfgegnern in den Tod getrieben? Spur führt nach Oberbayern

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Von: Katarina Amtmann

Kerzen
Der Tod von Lisa-Maria Kellermayr, die zuletzt wegen Morddrohungen aus der Impfgegner-Szene ihre Praxis schloss, hat tiefe Betroffenheit ausgelöst. © Verena Leiss/APA/dpa

Sie wurde von Gegnern der Corona-Maßnahmen bedroht, am Freitag wurde sie in ihrer Praxis tot aufgefunden - Suizid. Eine Spur führt nach Oberbayern.

München – Nach dem Suizid der von Gegnern der Corona-Maßnahmen bedrohten österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr führt eine Spur nach Bayern. „Es gibt ein Ermittlungsverfahren gegen eine männliche Person aus Oberbayern bei uns“, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München II am Dienstag (2. August) entsprechende Informationen der Mediengruppe Bayern.

Gedenken nach Suizid von Ärztin in Österreich
Eine große Menschenmenge nimmt an der Gedenkveranstaltung der Initiative YesWeCare im Andenken an die oberösterreichische Ärztin Lisa-Maria Kellermayr Stephansplatz teil. © Georg Hochmuth/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Lisa-Maria Kellermayr: Spur der von Impfgegnern bedrohten Ärztin führt nach Bayern

Die Ärztin hatte sich für Corona-Impfungen engagiert. Eigenen Angaben zufolge war sie monatelang massiv von Impfgegnern unter Druck gesetzt worden. Am Freitag (29. Juli) wurde bekannt, dass sie tot in ihrer Praxis in Oberösterreich gefunden worden war.

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Der nun im Fokus stehende Mann aus Oberbayern steht der Mediengruppe zufolge im Verdacht, der Medizinerin (36) in Mails mit Folter und Mord gedroht zu haben. Außerdem habe die Staatsanwaltschaft Wels auch bei der Staatsanwaltschaft Berlin einen Tatverdächtigen angezeigt. (kam/dpa)

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de