Unwetterwarnung

Orkantief "Emma" bringt Sturm nach Bayern

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Orkantief “Emma“ bringt am Wochenende stürmischen Wind nach Bayern.

München - Das Orkantief “Emma“ wird das ganze Wochenende über Deutschland wüten. “Der Samstags-Spaziergang im Wald kann lebensgefährlich werden", warnt der Deutsche Wetterdienst und spricht für alle Bundesländer Unwetterwarnungen aus.

Orkanwarnung für Deutschland: Mit schweren Unwettern und heftigen Böen wird nach Vorhersage von Meteorologen am Wochenende das Orkantief “Emma“ über Mitteleuropa hinwegfegen. Bei Windgeschwindigkeiten bis zu 135 Kilometern pro Stunde drohen Bäume entwurzelt und Gegenstände durch die Luft geschleudert zu werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag warnte. Die Feuerwehr rief dazu auf, während der Unwetter am Samstag und Sonntag die Wohnung nicht zu verlassen. “Instabile Bäume und herabfallende Äste gefährden Sie auch in den Stunden danach“, erklärten die Experten. Bereits in der Nacht zum (morgigen) Samstag sollte das Orkantief von Westen her schwere Stürme und Orkanböen nach Deutschland treiben, warnte der Wetterdienst.

Der Höhepunkt der Sturmentwicklung liege jedoch in den Nachmittags- und Abendstunden: “Der Samstags-Spaziergang im Wald kann nur als lebensgefährliches Abenteuer gewertet werden, von dem unbedingt abzuraten ist“, betonte der DWD-Meteorologe Ansgar Engel. Im Lauf des Sonntags ziehe der Sturm allmählich nach Osten ab. Wegen der beschädigten Bäume sollten Wälder jedoch auch in den kommenden Tagen gemieden werden.

Im Januar 2007 hatte Orkan “Kyrill“ Europa mit Windgeschwindigkeiten von fast 200 Stundenkilometern heimgesucht. In Deutschland starben 13 Menschen, etwa 50 Millionen Bäume stürzten um. Schulen und öffentliche Anlagen wurden geschlossen, die Bahn stellte den gesamten Schienenverkehr ein. Der Deutsche Wetterdienst wollte am Freitag nicht vorhersagen, ob mit einem ähnlichen Ausmaß zu rechnen sei. Dies sei erst im Nachhinein zu beurteilen, hieß es. Die Bürger sollten sich aber sicherheitshalber auf das Schlimmste gefasst machen. Die Meteorologen sprachen für alle Bundesländer Unwetterwarnungen aus.

Das ZDF kündigte an, die für Samstagabend in Halle an der Saale geplante Stadtwette von “Wetten, dass..?“ aus Sicherheitsgründen voraussichtlich ins Umfeld der Halle Messe zu verlegen. Zudem sollten dort nur solche Personen anwesend sein, die zum Gewinnen unbedingt notwendig seien. Ein für Samstagnachmittag geplantes Bundesligaspiel von Energie Cottbus gegen den VfB Stuttgart wurde ebenfalls abgesagt. Die Deutsche Bahn versetzte mehrere hundert Mitarbeiter in Alarmbereitschaft, um Sturmschäden zu beseitigen und Fahrgäste zu betreuen. Wegen umgestürzter Bäume könne es zu Beeinträchtigungen des Fahrbetriebs kommen, kündigte das Unternehmen an. Über Störungen will die Bahn unter der kostenlosen Service-Hotline 08000-996633 und auf dem Internetportal bahn.de informieren.

Der Deutsche Feuerwehrverband rief die Bevölkerung auf, Fahrzeuge an sicheren Orten abzustellen und Keller frühzeitig vor möglichen Überflutungen zu schützen. Gefahrenstellen und Schäden sollten den Rettungskräften unter der Notrufnummer 112 mitgeteilt werden. Bestehe keine akute Gefahr, solle mit Anrufen jedoch bis zum Ende des Unwetters gewartet werden.

Der Auto Club Europa (ACE) riet besonders Autofahrern zur Vorsicht. Bei orkanartigen Böen sollten selbst schwere Motorräder beim Parken gegen Umkippen gesichert und Fahrzeuge generell nicht in der Nähe von älteren Gebäuden, Baustellen und Bäumen abgestellt werden. Am besten sei es, Fahrzeuge während des Sturms nicht zu benutzen. Wer dennoch auf die Straße müsse, solle langsam und vorausschauend fahren. Die Gefahr heftiger Seitenwinde sei besonders beim Passieren von Lärmschutzwänden, Brücken, Waldschneisen, Tunnelausfahrten und Häuserschluchten groß. Autodachträger, Radträger oder Skiboxen sollten demontiert werden.

Quelle: DPA

Quelle: tz