Prozess: Mutter tötete ihre beiden Kinder

Die Mutter wurde mit Handschellen in den Gerichtssaal geführt.
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Die Mutter wurde mit Handschellen in den Gerichtssaal geführt.

Regensburg - Das Regensburger Landgericht verhandelt seit Montag hinter verschlossenen Türen gegen eine psychisch kranke Frau, die am vergangenen Weihnachtsfest ihre beiden Söhne Stephan (2) und Philipp (3) umgebracht haben soll.

Die unter Depressionen leidende Frau hat die Buben nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft am 25. Dezember 2007 erstickt und erdrosselt. Zu Beginn des Prozesses wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der Vorsitzende Richter begründete dies damit, dass es in dem Verfahren um die dauerhafte Unterbringung der 38-Jährigen in einer Psychiatrie gehe. Erst beim Urteil werden voraussichtlich wieder Beobachter am Prozess teilnehmen dürfen.

An Heiligabend soll es zwischen der Frau und ihrem Ehemann zu einem Streit gekommen sein. Der Mann, der als Nebenkläger auftritt, hat der Frau nach Angaben der Ermittler damit gedroht, dass sie wegen ihrer Krankheit in eine Nervenklinik müsse.

Die 38-Jährige soll daraufhin den Entschluss gefasst haben, ihre Buben zu töten und sich selbst umzubringen. Sie habe die Kinder vor dem Unglück bewahren wollen, ohne Mutter aufwachsen zu müssen.

Quelle: tz

Quelle: tz