Ab 17. November Flüge nach Dublin

Ryanair will in München schnell wachsen - auch mit 3. Startbahn

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Bald ab München: eine Boeing von Ryanair.

Ryanair wird ab 17. November am Flughafen München zwei Mal täglich Flüge nach Dublin anbieten. Die Billigfluglinie will auch eine 3. Startbahn.

München – Ryanair will in München wachsen. Erst vergangene Woche hatte die irische Billigfluglinie bekannt gegeben, ab 17. November am Flughafen München zwei Mal täglich Flüge nach Dublin anzubieten. Doch schon jetzt ist klar, dass es wohl nicht bei diesem relativ bescheidenem Engagement bleiben wird. „Wir starten vorsichtig in München“, sagte der Marketing-Chef der Airline, Kenny Jacobs, bei einem Pressegespräch in München. Aber eine Expansion sei nach einer Eingangsphase von vielleicht sechs Monaten wahrscheinlich. Als Ziele nannte er Städte im europäischen Ausland, etwa London, Manchester oder Lissabon.

Ryanair hatte in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, in München zu landen. Das war jedoch an den vergleichsweise hohen Start- und Landegebühren gescheitert. Jetzt gab es offenbar eine Einigung über einen gewissen Nachlass, wie Jacobs andeutete. München sei aber trotzdem vergleichsweise teuer. Rechnen soll sich das Engagement der – nach Passagieren gezählt – größten europäischen Luftfahrtgesellschaft aber natürlich schon. Ryanair glaubt, einen neuen Markt entdeckt zu haben – es gebe großes Interesse an Drei-Tages-Städtereisen, etwa über ein verlängertes Wochenende, sagte Kenny Jacobs. Die notwendigen Zeitfenster für die Starts und Landungen, die ion München bekanntermaßen rar sind, könnte Ryanair durchaus bekommen. Durch die Insolvenz von Air Berlin dürfte der Spielraum größer werden, sagte Jacobs. Air Berlin hat in München derzeit einen Marktanteil von bis zu sechs Prozent bei den Flügen. Zwar werde die Lufthansa die Hauptinsolvenzmasse von Air Berlin übernehmen, was Ryanair kritisiert und als politische Entscheidung wertet. Aber einige „Gelegenheiten“ werde die Insolvenz von Air Berlin auch für Ryanair eröffnen, sagt der irische Manager. Auch der Bau der 3. Startbahn werde von Ryanair befürwortet, sagte Jacobs.

Die Konkurrenz, vor allem durch die Lufthansa-Tochter Eurowings, scheut Ryanair nach eigenen Angaben nicht. Eurowings sei im Gegensatz zu Ryanair eigentlich keine „low-cost-“, sondern eine „mid-cost-airline“, meinte Jacobs.

Quelle: Merkur.de