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Düstere Sommer-Aussichten: Hoffentlich stimmt diese Prognose nicht

Der Sommer in Bayern ist gekommen, um zu bleiben. Sommertypische Probleme wie Gewitter und Sonnenbrand gehen allerdings damit einher. Alle weiteren Entwicklungen im News-Ticker.

München - Am Wochenende zeigte sich vielerorts ein ungewohntes Bild. Menschen - im Freien - dazu Sonnenschein. Die ersten ansatzweise sommerlichen Temperaturen und Sonne satt nahmen viele zum Anlass die durch den Corona-Lockdown wahrscheinlich schon verhassten vier Wände zu verlassen. Und die Meteorologen machen Hoffnung, dass das Wetter pünktlich zum Sommeranfang auch so bleibt. Nur eine Prognose trübt ein wenig die Aufbruchsstimmung.

Wetter in Bayern: Experte warnt vor zu viel Sonnengenuss - Sahara-Hitze zieht nach Deutschland

Nachdem der Meteorologe Dominik Jung von qmet.de vergangene Woche noch von einer kurzen Sommerperiode aufgrund der Schafskälte gesprochen hat, sieht seine Prognose heute wesentlich einladender aus. „Es stellt sich warmes Sommerwetter ein und das mit open end. Die Schafskälte ist bis in die nächste Woche hinein nicht in Sicht.“ In den kommenden sieben bis zehn Tagen soll es also deutschlandweit bei Werten um die 25 bis 30 Grad bleiben - der Hitze aus der Sahara sei Dank.

Mit dem drastischen Wetterumschwung geht allerdings auch eine Gefahr einher. Der Wetterexperte rät dringend dazu, sich beim Sonnenbaden ordentlich einzucremen. „Wir waren in den vergangenen Wochen oft im Haus und kaum draußen. Unsere Haut muss sich erstmal an die Sonnenstrahlen gewöhnen, sonst gibt es schnell einen Sonnenbrand.“ Vor allem auch beim Besuch der Außengastronomie sollte der Sonnenschutz nicht fehlen. „Petrus meint es gut mit der Gastronomie. Das gute Wetter treibt die Menschen in die Biergärten und Eisdielen“, sagt Jung.

Sommerliches Wetter bringt auch Gewitter und Regen mit sich

Der Wetterexperte weiß allerdings auch - es gibt kein Sommerwetter ohne die dazugehörigen Gewitter. Und die rollen bereits zu Beginn des kommenden Wochenendes auf Bayern zu. Schon am Freitag drohen im Osten des Freistaats erste Unwetter. Schwüle Luft kommt dabei aus Frankreich zu uns. Spätestens ab Sonntag kann es dann in ganz Bayern immer mal wieder krachen. Dabei kann es kräftig schütten, schreibt das Wetterportal wetteronline.de. Dort sieht man beispielsweise für München zum Start in die nächste Woche jeden Tag Gewitter vorher.

Und noch einen kleinen Dämpfer gibt es. Der 100-jährige Kalender zeichnet eine düstere Prognose für diesen Sommer. Dazu passt die Bauernweisheit: „Kommt die Eiche vor der Esche, gibt’s im Sommer große Wäsche.“ Leider hat die Eiche auch vor der Esche zu blühen begonnen. Außerdem steht im Kalender aus dem 17. Jahrhundert, dass uns ein kalter Sommer mit viel Regen bevorsteht. Nur die erste Juli-Hälfte soll warm und schön werden. Allerdings hat der Verfasser des Kalenders - der Abt Mauritius Knauer - nur rudimentäre Forschung betrieben. „Die Grundlage waren lediglich einige Jahre Beobachtungen im Umgriff seines Klosters“, erklärt Michael Ritter vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege. „Es wäre vermessen, daraus einen Kalender für ganz Europa abzuleiten.“ (tel)

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