Findelkind: Darum wurde „Emilia“ ausgesetzt

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Ein Baby wurde ausgesetzt. Es lebt, weil die Mutter es wohl schweren Herzens abgelegt hatte - vor der Donauklinik in Neu-Ulm.

Keine Mutter auf der Welt setzt aus purer Bequemlichkeit ihr Kind mitten in der Nacht aus – auch die Unbekannte nicht, die ihr Mädchen an der Donauklinik in Neu-Ulm abgelegt hatte.

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Diese Mutter war zutiefst verzweifelt – sie will offenbar nur Gutes für ihre Tochter, kann ihr dies aber nicht bieten.

Das geht aus einem handgeschriebenen Brief hervor, der bei dem Findelkind entdeckt wurde. Darin gibt die Mutter auch den Namen des Mädchens als Emilia an.

Im Brief, aus dem die Neu-Ulmer Zeitung zitiert, macht die Frau ihre Beweggründe deutlich: „Ich will nicht zu den Müttern gehören, die ihr Baby in den Müll werfen. Ich habe lange überlegt, ob ich Emilia behalten soll, doch ihre Zukunft mit mir als Mutter wäre nicht vertretbar gewesen.“ Sie sei in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen und wolle nicht, dass es Emilia genauso gehe. Und weiter: „Ich wünsche Emilia alles Beste, was sie auf der Welt erreichen kann.“

Hinweise aus der Bevölkerung auf die Mutter gibt es derzeit nicht. Die Kleidung des Säuglings und das Tuch, in dem es eingewickelt war, wurden inzwischen dem Bayerischen Landeskriminalamt vorgelegt. Gleichzeitig ermitteln die örtlichen Behörden.

Quelle: tz