Wetterbericht für den Freistaat

Unwetter-Alarm in Bayern: DWD warnt vor schweren Gewittern

Täglich grüßt das Murmeltier. Ein Gewittertag löst den anderen ab. Am späten Mittwochabend hat sich die Wetterlage in Bayern entspannt.

Update vom 10. Juni, 11.42 Uhr: Auch am Donnerstag ist das Unwetter-Potenzial über ganz Bayern wieder sehr hoch. Hier geben wir einen Überblick über die aktuelle Wetterlage in Bayern inklusive Warnungen und was heute zu erwarten ist. Die Unwetter am Mittwoch haben in Niederbayern und Oberbayern schwere Schäden hinterlassen. Hier ein Überblick.

Update vom 9. Juni, 22.35 Uhr: Ein - zumindest wettertechnisch - turbulenter Abend neigt sich in Bayern dem Ende zu. Eine heftige Gewitterzelle fegte etwa über die Regionen Bad Tölz oder Garmisch-Partenkirchen hinweg. Die bayerische Landeshauptstadt München blieb von den angekündigten Unwettern größtenteils verschont.

Die Gewitterwarnung des DWD für den Freistaat hält noch eine gute Stunde, bis Mitternacht, an. Inzwischen hat sich die Lage im gesamten Freistaat jedoch entspannt: Die DWD-Wetterkarte ist inzwischen komplett grün eingefärbt. In diesem Sinne: Eine - hoffentlich ruhige - gute Nacht!

Update vom 9. Juni, 18.24: Langsam aber sicher scheint sich die Gewitter-Lage etwas zu entspannen, zumindest in manchen Regionen Bayerns. Vor gut zwei Stunden warnte der DWD noch in vielen Gebieten auf höchster Stufe vor extremen Unwettern. So war etwa der Großteil Oberbayerns auf der DWD-Warnkarte orange - teilweise weinrot - gefärbt (siehe Update von 16.27 Uhr).

Wetter: Weiter Gewitterwarnung im Freistaat - Lage in Oberbayern entspannt sich

Zum Vergleich: In Oberbayern strahlen inzwischen nur noch die Regionen Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen in grellem orange. Doch die amtliche Unwetterwarnung für ganz Bayern bleibt bis 0 Uhr bestehen. Weiterhin höchste Warnstufe gilt etwa in der Gegend zwischen Rosenheim und Traunstein.

Teilweise entspannt hat sich die Gewitterlage im Freistaat.

Nahezu unverändert ist die Lage auch in Augsburg, Ingolstadt und Regensburg. Große Vorsicht geboten ist ebenso in Franken: In den Regionen Würzburg und Ansbach warnt der DWD weiter vor heftigem Starkregen und Hagel.

Update vom 9. Juni, 16.27 Uhr: Ein Blick auf die Warnkarte des DWD zeigt: Die Wetterlage im Freistaat hat sich verschärft. Einige Regionen werden inzwischen in weinroter Färbung - der höchsten Warnstufe - angezeigt. Betroffen sind etwa die Regionen Weilheim-Schongau, Starnberg, Erding, Mühldorf am Inn und Landshut.

Die Wetterlage im Freistaat spitzt sich zu: In manchen Regionen warnt der DWD inzwischen vor extremen Gewittern.

Konkret bedeutet das: In diesen Gebieten warnen die Meteorologen vor schweren Gewittern mit „extrem heftigem Starkregen und Hagel“. Die amtliche Wetterwarnung gilt vorerst bis 17.30 Uhr.

Update vom 9. Juni, 14.05 Uhr: Extreme Wetterlage in Ingolstadt. Für die Region um die Audi-Stadt gibt der DWD aktuell (Stand: 14.05 Uhr) die höchste Warnstufe aus. Hier kommt im Moment „extrem heftiger Starkregen mit Hagel“ runter. Bis zu 50 Liter Regen auf den Quadratmeter kann hier zusammenkommen. Dazu können Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern erreicht werden. Die Warnung gilt noch bis 15 Uhr.

Aber auch im restlichen Bayern kommt es vereinzelt zu massiven Regenfällen. In einem Streifen über dem Bayerischen Wald kann es zu heftigem Starkregen kommen. Dabei sind Niederschlagsmengen von 40 Litern pro Quadratmeter durchaus möglich. Hageln kann es hier auch. Die Körner können einen Durchmesser von bis zu 2 Zentimeter erreichen. Und auch für Teile Schwabens und des Alpenvorlands - südwestlich von München - gibt der DWD eine Warnung vor Starkregen aus. Alle Warnungen gelten vorerst bis 15 Uhr.

Erstmeldung vom 9. Juni, 10.15 Uhr

München - Die Warnwetterkarte des Deutschen Wetterdienstes leuchtet in schrillem Rot. Auch am Mittwoch drohen in fast ganz Bayern schwere Gewitter. Diesmal wartet Petrus nicht mal bis Nachmittag bis er seine Schleusen öffnet. Schon jetzt hat sich ein Band mit „heftigem Starkregen“ nördlich von Bayreuth breit gemacht. Hier können Niederschlagsmengen von 30 bis 40 Liter auf den Quadratmeter zusammenkommen.

Unwetter in Bayern: Eine Region bleibt verschont

Was die Temperaturen angeht, kann nur Niederbayern mit hochsommerlichen Werten glänzen. Hier werden in Landshut und Passau* 25 Grad erreicht. Die Region ist auch die einzige, die laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wohl von Unwettern verschont bleibt. Mit 19 Grad wird es heute in Kempten am kühlsten. In der Nacht auf Donnerstag kann es vor allem noch in der Südhälfte Bayerns regnen. Dabei pendeln sich die Temperaturen zwischen zwölf und 15 Grad ein.

Fast im gesamten Freistaat kann es heute zu teils schweren Gewittern kommen.

Am Donnerstag ein ähnliches Bild. Gewitterrisiko in ganz Bayern. Dabei wird es geringfügig kühler. Maximal werden 24 Grad in Würzburg und Schweinfurt erreicht. Mit 19 Grad wird es in Berchtesgaden am kühlsten. Zum Wochenende hin nehmen die Unwetter langsam ab. Es wird außerdem wieder wärmer. Am Sonntag sind bereits Durchschnittstemperaturen um 25 Grad drin.

Zahlreiche Unwetter-Schäden in Bayern

Bereits am Wochenende hat es zahlreiche Regionen in Bayern hart getroffen. In Altdorf in Mittelfranken liefen reihenweise Keller voll Wasser und Straßen wurden überflutet. Die Feuerwehr musste zu rund 40 Einsätzen ausrücken. Auf dem Bodensee sind zwei Segelboote durch starke Sturmböen gekentert. Ein Polizeiboot musste die verunglückten Segler retten. In Oberfranken rückte die Feuerwehr zu mehr als 100 Einsätzen aus. Besonders heftig traf es die Region Bindlach (Landkreis Bayreuth) und den Landkreis Coburg.

Am Dienstag traf es dann besonders die Stadt Nürnberg. Zahlreiche Unterführungen liefen voll. Mehrere Autos blieben stecken. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, die Baugrube einer U-Bahn-Baustelle leer zu pumpen. An einem Wohngebäude hätten sich unwetterbedingt plötzlich Risse gezeigt, hieß es weiter. „Es wurde nach Begutachtung durch einen Baufachberater für unbewohnbar erklärt. Sämtliche Bewohner konnten bei Verwandten oder Bekannten unterkommen.“

Hoch Xenia vertreibt die Gewitter und bringt den Sommer nach Bayern

Mit Hoch Xenia kommt „ruhigeres und sonnigeres“ Wetter nach Bayern, schreibt wetter.net. Am Mittwoch macht es sich Xenia erst einmal im Norden Deutschlands bequem aber schon ab Donnerstag ist ihr Einfluss auch im Freistaat zu spüren. „Die feuchte Luft im Land wird allmählich abgetrocknet“, heißt es auf dem Wetterportal. Wenn es noch feucht wird, dann eher durchs Schwitzen oder am Badesee, denn das Sommer-Hoch hat auch sommerliche Temperaturen im Gepäck. Werte über 30 Grad sind in der kommenden Woche möglich. (tel)

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