Wird es wieder so schlimm?

Nach Überschwemmungen in Oberfranken: Unwetterwarnung - starke Gewitter in Bayern

Die Unwetter mit starken Überschwemmungen in Oberfranken sind gerade erst abgeflaut, da droht schon das nächste Ungemach: Weitere Gewitter wurden angekündigt.

  • Nach den Überschwemmungen der letzten Tage drohen in Bayern weitere starke Gewitter (siehe Erstmeldung).
  • Der DWD hat für Teile des Freistaats eine Unwetterwarnung herausgegeben (siehe Update vom 14. Juli, 19.50 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 14. Juli, 22.36 Uhr: Ein Blick auf die DWD-Warnkarte zeigt: Derzeit stehen die Chancen nicht schlecht, dass dem Freistaat - zumindest wettertechnisch - eine ruhige Nacht bevorsteht. Für den Großteil Bayerns gelten momentan keine amtlichen Unwetterwarnungen. Die Ausnahmen: In den niederbayerischen Regionen Schwandorf, Cham und Regen droht noch bis 23 Uhr heftiger Starkregen. Dasselbe gilt für den Großraum Dinkelsbühl sowie für Sonthofen und Oberstdorf im Allgäu. Von Bad Tölz-Wolfratshausen bis hoch nach Mindelheim wird bis morgen Nachmittag vor starken Windböen gewarnt. In diesem Sinn: Eine hoffentlich gute - und ruhige Nacht!

Gewitter in Bayern: DWD warnt vor Starkregen und heftigen Windböen

Update vom 14. Juli, 19.50 Uhr: Die Unwetterlage hat sich etwas beruhigt. Die DWD-Alarmstufe rot ist auf der Warnkarte im Freistaat komplett verschwunden. Trotzdem gilt etwa in großen Teilen Niederbayerns weiter eine amtliche Unwetterwarnung (Stufe 2). Hier warnen die Meteorologen derzeit nach wie vor vor starken Gewittern mit Hagel, Starkregen und Sturmböen. Ebenfalls auf der Warnkarte orange eingefärbt sind mehrere Regionen im Regierungsbezirk Schwaben. Von Donauwörth bis hinunter nach Krumbach kann es ebenfalls noch ordentlich krachen.

Nach Überschwemmungen in Oberfranken: Warnstufe Rot! Heftige Gewittern in Bayern drohen

Update vom 14. Juli, 18.29 Uhr: Die Gewitterwolken sind gen Osten weitergezogen. Die schlechte Nachricht: Für die Regionen Deggendorf und Pfarrkirchen hat der DWD die rote Alarmstufe (Stufe 3) herausgegeben. Das bedeutet: Hier gilt derzeit eine amtliche Unwetterwarnung vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel. Die Warnung gilt bis vorerst 19.30 Uhr. Ein Großteil des restlichen Niederbayerns ist auf der Warnkarte orange gefärbt (Stufe 2). Dort drohen vereinzelt starke Gewitter mit Sturmböen. Nun die gute Nachricht: Zumindest aus Oberbayern haben sich die Gewitterwolken inzwischen großflächig verzogen. In den Regionen Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg, Weilheim-Schongau sowie im größten Teil des Allgäus warnt der DWD vorerst nur vor starken Windböen. Ausnahmen: In Sonthofen und Oberstdorf gibt es momentan Dauerregen.

Update vom 14. Juli, 15.26 Uhr: Immer mehr Kreise sind von der DWD-Warnung vor starkem Gewitter betroffen. Waren es am frühen Nachmittag nur Gebiete direkt am Alpenrand (siehe vorheriges Update) liegt nun auch die Landeshauptstadt München im „orangenen Bereich“. Dazu heißt es: „Von Süden ziehen örtlich Gewitter auf. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 l/m² pro Stunde und kleinkörnigen Hagel.“ Die Warnung gilt bis 17 Uhr und betrifft beispielsweise auch die Kreise Ebersberg und Starnberg.

Starke Gewitter im Anmarsch: DWD warnt für Teile Bayerns

Update vom 14. Juli, 14.01 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Warnungen für den Freistaat herausgegeben. In Teilen Bayerns drohen starke Gewitter (orange markiert). Diese betreffen vor allem südliche Kreise wie Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Rosenheim. Die Warnung ist bis 15 Uhr gültig, dazu heißt es: „Von Süden ziehen örtlich Gewitter auf. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 75 km/h (21m/s, 41kn, Bft 9) sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 l/m² pro Stunde und kleinkörnigen Hagel.

In Bayern drohen starke Gewitter (orange) und Windböen (gelb).

Außerdem drohen in weiteren Regionen Windböen (gelb markiert). Dazu schreibt der DWD: „Es treten oberhalb 600 m Windböen mit Geschwindigkeiten um 55 km/h (15m/s, 30kn, Bft 7) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen um 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) gerechnet werden.“

Nach Überschwemmungen in Oberfranken: In Bayern drohen schon die nächsten Unwetter

Erstmeldung vom 14. Juli, 11.06 Uhr: München - Keller liefen voll, Straßen wurden überschwemmt und Bäume stürzten um. Extremer Regen macht den Menschen in Bayern aktuell immer wieder zu schaffen. Erst am Dienstag wurde Hof in Oberfranken schwer getroffen, sogar der Katastrophenfall wurde zeitweise ausgerufen. Am Wochenende wurde die mittelfränkische Stadt Höchstadt überflutet und war zeitweise nur noch über eine Zufahrtsstraße erreichbar. Noch gibt es zwar keine Entwarnung, dafür aber einen kleinen Lichtblick.

Unwetter überfluten Oberfranken - In Bayern droht weiter heftiger Regen

Nachdem die Unwetter mit starken Überschwemmungen in Oberfranken gerade erst abgeflaut sind, droht im Freistaat weiter heftiger Regen. Von Mittwochabend an und in der Nacht zum Donnerstag könne es vor allem im Allgäu und in Schwaben sehr stark regnen, vereinzelt auch im Osten Bayerns, sagte der Meteorologe Guido Wolz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Mittwoch in München.

Dann verlagern sich Regen und Gewitter, die gebietsweise kräftig sein können, auf den Süden Bayerns. Gerade zum Wochenende sei an den Alpen und im Alpenvorland sehr viel Niederschlag zu erwarten. Hinzu kommen schwere Sturmböen. Auch das nördliche Franken sei ein Risikoschwerpunkt.

Katastrophenfall in Hof - Unwetter überfluten Oberfranken: Helfer im Dauereinsatz

Ob es so schlimm wird wie in der Region Hof, ist nach Auskunft des DWD derzeit noch unklar. In der Nacht zum Mittwoch waren in Kommunen wie Hof, Selbitz, Köditz oder Naila bis zu 88 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Keller und Straßen wurden überflutet, Bäume stürzten um, es kam zu Stromausfällen. Bis zum Mittwochmorgen galt im Landkreis Hof der Katastrophenfall.

Die ganze Nacht und auch am Mittwoch waren Helfer im Einsatz, um Wasser aus Häusern zu pumpen und Straßen befahrbar zu machen. Der Integrierten Leitstelle Hochfranken wurden von Dienstagnachmittag bis in die Nacht rund 650 Einsätze gemeldet, die mit dem Unwetter zu tun hatten.

Enttäuschender Sommer: Hitze und Sonnenschein die Ausnahme - „Deutlich zu nass“

Für viele ist es ein enttäuschender Sommer. Tatsächlich sind wochenlange Hitze und Sonnenschein eher die Ausnahme. Der typische mitteleuropäische Sommer sei wechselhaft, mit häufigen und kräftigen Regenfällen, Starkregen und Gewittern, sagte Wetterexperte Wolz. Derzeit falle allerdings deutlich mehr Niederschlag als sonst. „Bayernweit ist es schon deutlich zu nass“, sagte er. Dennoch liegt Bayern beim Sonnenschein seit Beginn des meteorologischen Sommers mit mehr als zehn Prozent im Plus. Und die Prognosen für Anfang kommender Woche lassen hoffen - auf Sonne und hochsommerliche Temperaturen über 25 Grad. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Die Wetterextreme der letzten Wochen besorgen auch die Klimaschützer. Professor Matthias Garschagen von der LMU berichtet, welche Risiken und Szenarien schon bald auf uns zukommen könnten.

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