Am Sylvensteinsee

Wanderer sitzen an reißender Isar fest: Rettungsaktion für Urlauber-Paar

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In der Nähe des Sylvensteinsees konnte ein Urlauber-Paar aus dem Raum Bottrop am Montagabend nicht mehr vor und nicht zurück.

Zwei in Bedrängnis geratenen Wanderern kamen am Montagabend am Sylvensteinsee Bergwacht und Wasserwacht zu Hilfe. Die beiden Urlauber aus Nordrhein-Westfalen hatten offenbar unterschätzt, wie reißend die Isar derzeit ist.

Lenggries -  Die Urlauber wollten den Fluss an der Geschiebesperre überqueren – was sich jedoch bei der aktuellen Wassermenge als unmöglich erwies, so dass sie festsaßen. 

Den Ablauf des Einsatzes schildern die beiden Einsatzleiter der beteiligten Rettungsorganisationen, Paul Schenk von der Bergwacht und Florian Bürding von der Wasserwacht. Demnach ging die Alarmierung um kurz nach 20 Uhr ein. Laut Schenk hatten der 39-jährige Mann und die 35-jährige Frau aus dem Raum Bottrop eine Tour von Vorderriß über die Luitpolder Alm und den Staffelgraben unternommen. Als sie an der zurzeit reißenden Isar standen, kamen sie nicht weiter. Denn laut Schenk „schoss das Wasser brusthoch durch die Isar“. Denselben Weg zurückzulaufen, „war aber wegen der hereinbrechenden Dunkelheit zu riskant“, sagt Düring. 

Die Bergwacht versuchte zunächst, mit dem Geländewagen durch die Fluten zu den beiden festsitzenden Wanderern zu fahren. „Das war aber aufgrund der Strömung nicht möglich“, so Schenk. Daraufhin kämpften sich drei Kräfte des Wasserretungsteams der Wasserwacht zu Fuß durch die Fluten zu den Urlaubern. Sie begleiteten die beiden an einem Wanderweg entlang in Richtung Sylvensteinsee. Außerdem fuhr die Wasserwacht von Fall aus mit dem Boot los, kam der Gruppe entgegen, nahm sie auf und brachte sie ans sichere Ufer. 

Außer dass sie nass und durchgefroren waren, war den beiden Nordrhein-Westfalen nichts weiter passiert. Für die Retter war der Einsatz nach knapp drei Stunden, um 22.50 Uhr, offiziell beendet. Ausgerückt waren außer Einsatzleiter Schenk sechs Ehrenamtliche der Bergwacht Lenggries. Von der Wasserwacht Tölz halfen zehn Einsatzkräfte mit.

Quelle: tz