Wende in Fischbachau: War es doch kein Mord?

Der tote Bauer aus Fischbachau.

Fischbachau - Spektakuläre Wende im Fall des verstorbenen Bauern aus Fischbachau: Der verdächtige Neffe (51) ist aus der Haft entlassen worden. Möglicherweise war es doch kein Mord.

Wie berichtet wurde am 22. Dezember der 89-jährige Bauer Anderl S. in seiner Wohnung in Fischbachau tot aufgefunden. Schon bald wurde sein 51-jähriger Neffe unter Mord-Verdacht festgenommen. Doch nun musste der Mann aus der Haft entlassen werden. Untersuchungen haben ergeben, dass verschiedene Todesursachen in Frage kommen. Nach den Ergebnisse der ersten Obduktion starb der Mann an den Folgen "äußerer Einwirkung körperlicher Gewalt". Daraufhin wurde der Neffe verhaftet.

Durch die neuen Ergebnisse aber kann die Kripo nicht mehr "mit der erforderlichen Sicherheit" ausschließen, dass es auch andere Todesursachen gab. Welche Erkenntnisse die Beamten im Einzelnen gewonnen haben, ist nicht bekannt. Der dringende Tatverdacht gegen den Neffen ist auf jeden Fall nicht mehr gegeben. Somit musste er am Mittwoch freigelassen werden. Verdächtig bleibt der Mann laut Polizei aber immer noch. Denn dass der Bauer Anderl S. auf unnatürliche Weise starb, ist für die Kripo klar. "Doch wir ermitteln noch, auf welche Art die tödliche Verletzung entstanden ist", sagte Eduard Mayer, Leiter der Staatsanwaltschaft München II.

Quelle: tz