Werkstattkette ATU entlässt 650 Mitarbeiter

Weiden - Die Autowerkstattkette ATU hat wegen der Krise in der Autobranche rund 650 Mitarbeiter entlassen.

Die Kündigungen seien in den vergangenen Wochen erfolgt, bestätigte ATU-Sprecher Gerhard Andreas Bohmüller am Freitag Informationen der Zeitung “Der neue Tag“. Das Unternehmen aus Weiden hat in ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland mehr als 600 Filialen.

Grund für den Personalabbau seien deutliche Rückgänge im Kerngeschäft, erklärte Bohmüller. Die Kunden würden ihre Fahrzeuge nicht mehr so häufig für Reparaturen oder Inspektionen in die Werkstatt bringen. In diesem Bereich würden die Umsätze etwa ein Fünftel unter dem Vorjahr liegen.

Nach den Stellenstreichungen hat ATU noch rund 13 600 Mitarbeiter, in der Vergangenheit waren etwa 15 000 Menschen bei dem Unternehmen beschäftigt. Bereits 2008 hatte die zum Investmentunternehmen KKR (Kohlberg Kravis Roberts) gehörende Werkstattkette finanzielle Probleme und deshalb Personal reduziert.

In den vergangenen Jahren war bei ATU wegen der milden Winter insbesondere das Saisongeschäft mit Winterreifen, Batterien, Schneeketten und Frostschutz eingebrochen. In diesem Bereich seien in diesen Winter wegen der langen Frostperiode zwar gute Umsätze erzielt worden, sagte Bohmüller. Dieses Saisongeschäft könne aber die Rückgänge bei den anderen Werkstattleistungen nicht ausgleichen.

Quelle: DPA

Quelle: tz