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Nach DWD-Warnungen: Unwetter in Bayern hinterlässt Spuren - Neue Gewitter und Hagel drohen

Immer mehr schwülere Luft drängten aus dem Westen nach Bayern. Gewitter erreichten den Freistaat. Am späten Freitagnachmittag löste die Warn-App „Katwarn“ aus.

Update vom 5. Juni, 7.32 Uhr: Laut Deutschem Wetterdienst liegt Bayern am Samstag zunächst noch im Bereich warmer und sehr feuchter Luft subtropischen Ursprungs. Von Westen komme aber allmählich etwas kühlere Luft hinzu. Im Tagesverlauf und bis in die Nacht zum Sonntag hinein drohen aber zum Teil kräftige Gewitter. Vor allem im Osten Bayerns bestehe Unwettergefahr durch lokal heftigen Starkregen. Hagel und Böen bis 75 km/h seien nicht ausgeschlossen.

Update vom 4. Juni, 19.30 Uhr: Die Wetterlage in Bayern hat sich ein wenig beruhigt. Nachdem im späten Nachmittag die Warn-App „Katwarn“ noch für weite Teile Oberbayerns ausgelöst hatte, stuft der DWD die Warnung für die Region mittlerweile zurück auf die Stufe eins. Diese bedeutet eine einfache Wetterwarnung. Nur im Süden des Freistaates, an der Grenze zu Österreich, finden sich noch vereinzelt Stufe-zwei-Warnungen vor markantem Wetter. Mit dem schlechten Wetter in Bayern ist es damit allerdings noch lange nicht getan.

Denn in der gesamten West-Hälfte Bayerns warnt der DWD auch weiterhin vor möglichen aufziehenden Gewittern - und das noch bis tief in die Nacht. Örtlich schwere Gewitter seien noch immer möglich, mitsamt „teils heftigem Starkregen“. Dieser könne bis zu 35 Liter pro Quadratmeter umfassen. Gebietsweise könne auch „mehrstündiger heftiger Starkregen“ mit bis zu 60 Litern pro Quadratmeter auftreten. Auch wird vor Sturmböen bis zu 85 Kilometern pro Stunde und „Hagel mit einer Korngröße um 2 cm“ gewarnt. Die Warnung gilt zunächst bis 0 Uhr.

Derweil hat das bisherige Unwetter bereits Spuren hinterlassen. Im Landkreis Aschaffenburg etwa wurden Keller und Straßen überschwemmt. Wie das Landratsamt mitteilte, war auf der Zufahrtsstraße zu einem Sportzentrum in Mainaschaff ein Hang abgerutscht. „Aufgrund von Verstopfungen durch Unrat konnten die Kanaleinläufe in mehreren Straßen die Wassermassen nicht mehr abführen und mussten gereinigt werden.“ Am Abend arbeiteten die Feuerwehren mehr als 20 Unwettereinsätze ab.

Update vom 4. Juni, 17.16 Uhr: Auch München steht kurz davor, vom Unwetter erwischt zu werden. Der DWD verschärft die Warnung für den Landkreis und die Stadt München noch einmal. Die Warnstufe liegt nun bei drei - das bedeutet Unwetterwarnung. Gewarnt wird vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel. Niederschlagsmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter, Sturmböen mit bis zu 75 Kilometern pro Stunde und kleinkörniger Hagel werden befürchtet. Zunächst soll das bis 18 Uhr gelten. Sogar die Warn-App „Katwarn“ hat für den Großraum München ausgelöst.

Update vom 4. Juni, 15.38 Uhr: Die ersten Gewitter haben den Freistaat erreicht. Laut DWD konzentriert sich eine große Zelle im Gebiet zwischen Würzburg und Nürnberg. Hier warnt der Wetterdienst vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel. Das entspricht der zweithöchsten Warnstufe (Warnstufe drei). Niederschlagsmengen von bis zu 40 Litern auf den Quadratmeter können hier runterkommen. Dazu weht der Wind mit bis zu 70 Stundenkilometern. Es kann außerdem hageln.

Die ersten Gewitter haben sich schon in Bayern breit gemacht.

Auch über Schwaben machen sich die ersten Gewitter breit. Hier gilt bislang nur die amtliche Warnung vor starkem Gewitter (Warnstufe zwei). Dennoch können auch hier bis zu 25 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen. Der Wind weht mit Geschwindigkeiten bis zu 60 Kilometern in der Stunde. Auch Hagel ist möglich.

Gewitter-Warnung für weite Teile Bayerns

Update vom 4. Juni, 10.34 Uhr: Am heutigen Freitag könnte es in weiten Teilen Bayerns ungemütlich werden. Feuchtwarmes Wetter drückt weiter von Westen in den Freistaat. Am Nachmittag kann es daher im Westen und am Alpenrand zu teils schweren Unwettern kommen. Der DWD warnt vor schweren Gewittern mit Starkregen von bis zu 50 Litern auf den Quadratmeter. Dazu drohen Sturmböen von bis zu 85 Kilometern in der Stunde und Hagelschauern.

Der DWD warnt vor schwerem Unwetter im Laufe des Tage - auch in München.

Ein weiteres Problem besteht laut Wetterexperte Dominik Jung darin, dass die Gewitter „kaum von Ort und Stelle kommen. Daher drohen regional Sturzfluten.“ Selbst Schlammlawinen sind nicht ausgeschlossen. Und die kommenden Tage ändert sich wenig an der Wetterlage. Am Samstag und Sonntag kann es ebenfalls zu Schauern und Gewittern kommen, so der Meteorologe. Diesmal ist es Tief Peter, das dem ungestörten Sonnengenuss einen Strich durch die Rechnung macht.

Wetter in Bayern: Heißester Ort Deutschlands

Schon an Fronleichnam sind vor allem in der westlichen Hälfte Deutschlands schwere Gewitter durchgezogen. Bei uns in Bayern blieb es weitestgehend ruhig. Dafür war es mancherorts richtig heiß. Die höchste Temperatur in der Bundesrepublik wurde im unterfränkischen Kitzingen mit 30,1 Grad gemessen. Gefolgt von der mittelfränkischen Gemeinde Möhrendorf auf Platz drei mit 29,8 Grad.

Gewitterwolken ziehen über Deutschland

Ursprungsmeldung vom 3. Juni: München - In manchen Teilen Bayerns tauchen schon am Donnerstag die ersten Vorboten eines Wetterumschwungs auf. Schwarze Gewitterwolken ziehen aus dem Westen Deutschlands auch in den Freistaat. Im Gepäck haben sie Starkregen, Sturmböen und Hagel. In den kommenden Tagen kann es täglich krachen. Wir geben Tipps, was man tun kann, wenn man von einem Unwetter überrascht wird.

Deutscher Wetterdienst warnt vor Unwettern in Bayern

Das Hoch Waltraud hat dem Freistaat in den vergangenen Tagen die ersten sommerlichen Tage spendiert. Doch jetzt macht sich Konkurrenz breit. Mit Tief Olger drängt zunehmend warme und schwüle Luft aus dem Westen in Richtung Bayern, heißt es auf wetteronline.de. Mit der feuchten Luft steigt auch das Gewitterrisiko enorm an. Besonders betroffen sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) das westliche Franken, der Bayerwald und der westliche Alpenrand. Die Unwetter haben das Potenzial für Starkregen (25 Liter pro Quadratmeter in kürzester Zeit), Hagel und Sturmböen von bis zu 70 Stundenkilometern.

In der Nacht auf Freitag nimmt das Gewitterrisiko ab, nur um am Freitag bei Temperaturen von maximal 28 Grad wieder neuen Schub aufzunehmen. Dabei ist vor allem der Westen des Landes sowie der Alpenraum betroffen. Weitestgehend verschont bleiben die Bezirke Oberpfalz und Niederbayern. Am Wochenende kann es dann in ganz Bayern regnen und gewittern. Es wird wieder kühler. Unter den Regenwolken werden nur noch durchschnittlich 20 bis 22 Grad erreicht.

Wetter: Was tun, wenn man von einem Gewitter überrascht wird?

Vielen Menschen haben wahrscheinlich Fronleichnam genutzt und ein langes Wochenende eingelegt. Dieses verbringen wohl die meisten im Freien. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass man beim Spaziergang oder am See von heftigen Gewittern und Unwettern überrascht wird. Eine große Gefahr dabei ist, vom Blitz getroffen zu werden. Im Jahr passiert das in Deutschland rund 700 Menschen. 110 werden dabei verletzt. Vier Menschen sterben im Schnitt durch einen Blitzeinschlag. Die Wetter-Experten von wetteronline.de haben einige Tipps auf Lager, um trotz Gewitter wieder sicher nach Hause zukommen.

Duschen bei Gewitter sollte man vermeiden (Video)

Sport im Freien während eines Gewitters ist keine gute Idee. Den Golf- oder Tennisschläger sollte man dann schnell einpacken und in einem Haus Schutz suchen. Und auch ein Bad im See kann sehr gefährlich werden. „Selbst wenn ein Blitz in 100 Meter Entfernung einschlägt, wird der Strom noch weitergeleitet und kann den gesamten Körper erfassen.“ Auch ein Aufenthalt im Campingwagen oder im Zelt mit Metallstangen kann gefährlich werden. Bei Gewitter lieber ab ins Auto. Hier ist man aufgrund des Effekts des faradayschen Käfigs gut geschützt.

Sollte man beim Spazierengehen auf freiem Feld von einem Unwetter überrascht werden, dann empfehlen die Experten in die Hocke zu gehen. Die Beine sollten dabei geschlossen sein. „Bei gespreizten Beinen kann eine sogenannte Schrittspannung entstehen, wenn ein Blitz in unmittelbarer Nähe einschlägt.“ Außerdem sollte man mindestens zehn Meter von einzelnen Bäumen oder Baumgruppen entfernt stehen. (tel)

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