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Zweithöchste Hochwassermeldestufe in bayerischen Regionen - anderswo werden 25 Zentimeter Schnee erwartet

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Der DWD warnt vor Sturmböen, der Hochwasserdienst vor Überschwemmungen. Das Wetter zum Jahresstart in Bayern hat es in sich. Erst am Mittwoch entspannt sich die Lage.

Update vom 5. Januar, 9.37 Uhr: Ein Tief über Dänemark bringt Bayern Regen, teilweise Schnee und kräftigen Wind. Im Norden und Osten des Freistaats traten einzelne Flüsse über die Ufer. Der Deutsche Wetterdienst warnte am Morgen vor Windböen bis 60 Stundenkilometer. Auf den Bergen könne es vereinzelt sogar schwere Sturmböen bis 95 Stundenkilometer geben. Zudem schneite es am Morgen. Bis in den Vormittag könne es im Bergland und im westlichen Alpenvorland stellenweise Glätte geben, hieß es. Zudem traten mehrere Flüsse im Norden und Osten Bayerns über die Ufer.

Am Mittwochmorgen galt für die Itz am Pegel Schenkenau, für die Steinach im Neustädter Stadtteil Fürth am Berg und den Main in Mainleus laut Hochwassernachrichtendienst die zweithöchste Hochwassermeldestufe 3. Der Regen bei Cham erreichte die Stufe in der Nacht zum Mittwoch kurzfristig, unterschritt sie am Morgen aber bereits wieder. Zudem könnte laut aktueller Vorhersage auch an der Aisch bei Laufermühle bis Donnerstag Stufe 3 erreicht werden.

Das Wetter wird Bayern noch weiter beschäftigen. Laut DWD ist im Bayerischen Wald oberhalb von 1000 Metern und in den Alpen oberhalb von 800 Metern mit einigen Zentimetern Schnee zu rechnen. In Staulagen in den Berchtesgadener, Chiemgauer und Allgäuer Alpen sind sogar bis zu 25 Zentimeter möglich.

Nach Überschwemmungsgefahr in Bayern: Unwetterlage entspannt sich - doch nun droht Sturm

Update vom 5. Januar, 06:28 Uhr: Für einige Teile Bayern bleibt es auch am Mittwoch bei Warnungen vor unwetterartigen Erscheinungen. Es werden verbreitet Böen bis 60 km/h erwartet Auf den Bergen sind Sturmböen um 80 km/h, anfangs auch vereinzelt noch schwere Sturmböen bis 95 km/h aus West bis Nordwest zu erwarten.

Zudem kommt es bis in den Vormittag im Bergland und im westlichen Alpenvorland stellenweise Glätte durch geringen Schnee oder gefrierende Nässe. Die Nacht zum Donnerstag bringt dann besonders in den Alpen und im Vorland, in Teilen Mittelfrankens und in den östlichen Mittelgebirgen leichten Frost. Dabei entsteht streckenweise Glätte durch geringen Schnee oder gefrierende Nässe. Zudem ist vielerorts mit Neuschnee zu rechnen. Bis heute Mittag fallen im Bayerwald oberhalb etwa 1000 Meter zwei bis fünf, stellenweise um zehn Zentimeter Neuschnee. An den Alpen fallen bis in den Nachmittag oberhalb von 800 Metern ein bis fünf, oberhalb von 1000 Metern fünf bis 15 sowie in den Staulagen der Allgäuer sowie der Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen bis 25 Zentimeter Neuschnee in etwa 12 Stunden.

Sonst ist der Vormittag in niederen Lagen häufig nass und regnerisch, der Niederschlag zieht jedoch rasch Richtung Alpen ab. Danach gibt es auch vereinzelt sonnige Abschnitte bei zwei bis sieben Grad.

Update vom 4. Januar, 19.09 Uhr: Für München liegt aktuell keine DWD-Warnung mehr vor, für weite Teile Bayerns gibt es allerdings noch Warnungen. In den Kreisen Oberallgäu und Garmisch-Partenkirchen gilt noch bis 20 Uhr Alarmstufe Rot. Für die beiden Kreise hat der DWD eine amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen herausgegeben: „Es treten oberhalb 2000 m Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) und 120 km/h (33m/s, 64kn, Bft 12) aus südwestlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Orkanböen um 130 km/h (36m/s, 70kn, Bft 12) gerechnet werden.

Für weite Teile Bayerns liegt außerdem eine Warnung vor Sturmböen vor. Diese gilt noch bis 22 Uhr. Außerdem droht in einigen Gebieten Dauerregen.

Warnkarte DWD
Der DWD warnt für weite Teile Bayerns. © Screenshot DWD

Update vom 5. Januar, 17.17 Uhr: Am Dienstag ist es aufgrund des anhaltende Regens in mehreren bayerischen Landkreisen zu Überschwemmungen gekommen. Zwischen Busendorf und Gleusdorf (Lkr. Haßberge) steht eine Verbindungsstraße völlig unter Wasser, wie News5 berichtet. Die an den Orten vorbeilaufende Itz überschritt bereits Meldestufe 3. Auch Lahm (Lkr. Coburg) und Hemmendorf (Lkr. Haßberge) sowie Teile des Landkreises Bamberg sind vom Hochwasser betroffen.

Andauernder Regen: Hochwasser in Nordbayern
Aufgrund von andauerndem Regen kommt es im Norden Bayerns zu Hochwasser. © NEWS5 / Merzbach

Unwetter peitscht durch Bayern: Alarmstufe rot! Überschwemmungsgefahr in drei Landkreisen

Update vom 5. Januar, 15.49 Uhr: Der DWD hat seine amtliche Warnung vor Sturmböen (siehe Erstmeldung) weiter verschärft. Auch in München und Region können nun „Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h“ auftreten. Zuvor war lediglich von Böen die Rede. Konkret warnt der Deutsche Wetterdienst vor möglichen Gefahren: „Es können zum Beispiel einzelne Äste herabstürzen. Achten Sie besonders auf herabfallende Gegenstände.“ Die Warnung gilt noch bis einschließlich 19 Uhr.

Update vom 5. Januar, 15.15 Uhr: Hochwasserwarnung in Franken! Der Hochwassernachrichtendienst (HND) meldet nun für Regionen in Oberfranken die Alarmstufe rot. Der Pegel der Itz hat in Schenkenau die Meldestufe 3 überstiegen. Es gilt daher eine Warnung vor Überschwemmungen auch in bebauten Gebieten. „Auch kleinere Gewässer ohne Warnpegel können über die Ufer treten“, heißt es in der Meldung des HND. Betroffen sind die Landkreise Coburg, Bamberg und Lichtenfels.

Update vom 5. Januar: Sturmwarnung in Bayern! Besonders im Süden des Freistaats kann es am heutigen Dienstag zu Orkanböen* mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern kommen. Oberhalb von 2000 Metern sind sogar Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h drin. Der DWD ruft die zweithöchste Warnstufe aus. Im Flachland bis fast nach München kann es ebenfalls stürmisch werden. Hier warnt der Wetterdienst vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. Erst am Abend soll der Wind langsam abflauen.

Im Norden Bayerns hält sich der Dauerregen. Im Süden stürmt es ordentlich - vor allem in Alpennähe.
Im Norden Bayerns hält sich der Dauerregen. Im Süden stürmt es ordentlich - vor allem in Alpennähe. © Screenshot DWD

Während der Süden mit dem Sturm zu kämpfen hat, regnet es im Norden ergiebig. Der Dauerregen hatte bereits am Montag eingesetzt und soll noch bis Mittwoch anhalten. Die enormen Wassermassen (bis zu 45 Liter auf den Quadratmeter), die beispielsweise in der Region um Bayreuth innerhalb von 36 Stunden runterkommen, können laut Hochwasserdienst Bayern auch zu Überschwemmungen führen. Betroffen sind vor allem Unter- und Oberfranken. Aber auch in Teilen Mittelfrankens und der Oberpfalz drohen Überschwemmungen. Vor allem am Main und seinen Zulaufflüssen kann die zweithöchste Meldestufe erreicht werden. Damit kann Hochwasser auch in bebauten Gebieten nicht ausgeschlossen werden.

Erstmeldung vom 4. Januar: München - Eigentlich gilt der Januar als kältester Monat im Jahr. Der diesjährige ist gerade einmal drei Tage alt und versagt bislang bei der Erfüllung seiner Erwartungen auf ganzer Linie. Aber noch darf man ihn noch nicht abschreiben. Denn bereits zur Wochenmitte kündigt sich der Winter an. Und dann gehen auch die Temperaturen wieder auf ein Jahreszeit-bezogenes Normalmaß zurück.

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Wetter in Bayern: Sturmböen in weiten Teilen des Freistaats

Das Wetter in Bayern zeigt sich zum Start ins neue Jahr zwiegespalten. Während es im Süden noch einmal sehr warm und trocken wird, bahnt sich im Norden so langsam der Winter einen Weg zurück in den Freistaat. Hier regnet es laut wetteronline.de in einem Band von Würzburg bis Passau. Auf der Zugspitze schaut auch mal die Sonne raus. Eines eint aber fast das gesamte Land - es ist stürmisch. Denn ein Tiefdruckgebiet, welches aus Frankreich nach Deutschland zieht, bringt neben milden Temperaturen und Regen auch Sturm mit. Dieser kann sich sowohl in den Mittelgebirgen, im Bayerischen Wald sowie in Alpennähe zu Sturmböen von bis zu 80 km/h oberhalb von 800 Metern auswachsen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt hier mit der Alarmstufe zwei noch bis in die Nacht hinein.

In den Mittelgebirgen, im Bayerischen Wald und in Alpennähe kann es die kommenden Tage stürmisch werden.
In den Mittelgebirgen, im Bayerischen Wald und in Alpennähe kann es die kommenden Tage stürmisch werden. © Screenshot DWD

Trotz Sturm und Niederschlag bleibt es mild am Montag. Unter den dicken Regenwolken im Norden wird es ebenso wie im trockenen Süden um die zehn Grad warm. In der Nacht greift der Regen mit seinen nassen Fingern nach dem ganzen Freistaat. Dabei bleibt es warm mit fünf bis acht Grad. Am Dienstag regnet es vor allem im Norden weiter kräftig. In den Mittelgebirgen, aber auch in den Allgäuer Alpen können so innerhalb von 24 bis 36 Stunden bis zu 30 bis 50 Liter auf den Quadratmeter zusammenkommen, schreibt der DWD. Höchstwerte von bis zu 13 Grad werden beispielsweise für Landshut prognostiziert.

Wetter in Bayern: Kaltlufteinbruch zur Wochenmitte

Die Winterstiefel sollten aber nicht weit weg von den Gummistiefeln geparkt werden, denn schon am Mittwoch kommt es zu einem „Kaltlufteinbruch“ mit Schneeflocken fast bis ins Flachland, sieht Meteorologin Verena Leyendecker von Wetteronline voraus. Dabei kann es von Berchtesgaden bis über München und auch in den Mittelgebirgen bei Hof schneien. Die Temperaturen sinken auf zwei Grad ab. Nur in der Mitte Bayerns wie in Bamberg (vier Grad) oder Regensburg (drei Grad) bleibt es beim Regen. Der Winter gibt also sein Comeback. (tel)